Eibe, Liebesperle und Co.

Gefahr im Herbst: Achtung bei Sträuchern – einige Früchte sind giftig

Giftige Beeren
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Die Beeren des Liebesperlenstrauchs sind giftig.

Wer Wildrosen oder Zieräpfel im Garten hat, erfreut sich an ihren herbstlichen Fruchtkörpern. Botanisch gelten sie als essbar. Es gibt aber auch Gehölze mit giftigen Beeren – insbesondere für Kinder droht Gefahr.

Neustadt/Weinstraße (dpa/tmn) – Viele Sträucher zeigen im Herbst ihre beerige Seite und leuchten teilweise mit farbenfrohem Fruchtschmuck. Von lila, orange bis rot ist alles dabei. Doch was optisch und ökologisch reizvoll ist, kann zu einer echten Gefahr werden.

Gefahr im Herbst: Diese Früchte sind besonders giftig

Insbesondere für kleine Kinder können die Früchte gefährlich werden. Denn unter ihnen gibt es auch giftige Sorten, warnt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz (weitere News rund um Garten bei RUHR24). Experten sprechen dann von sogenannten Scheinbeeren. Denn sie sehen zwar schön und mitunter auch lecker aus, aber sie sind eben ungenießbar.

Nicht immer ist das auf den ersten Blick erkennbar und gerade Kinder stecken sich gerne mal eine der bunten Beeren im Herbst in den Mund. Eltern sollten also immer aufpassen, wenn ihr Nachwuchs in der Nähe solcher Sträucher spielt.

Sträucher mit roten Beeren im Herbst: Achtung – einige Früchte sind giftig

Laut der Gartenakademie tragen folgende Sträucher giftige Früchte:

  • Großfrüchtiges Pfaffenhütchen (Euonymus planipes)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Eibe (Taxus baccat)
  • Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinierii)
  • Feuerdorn (Pyracantha coccinea Sorten)
  • Schneebeere (Symphoricarpus orbiculatus)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
Sträucher im Herbst: Die Kerne des Feuerdorns sind giftig.

Sträucher mit giftigen Früchten im Herbst: Diese Maßnahmen schaffen Abhilfe

Hat man diese Gehölze im Garten, muss man sich aber nicht gleich von ihnen trennen. So kann es eine vorübergehende Lösung sein, die Zweige mit den giftigen Beeren für die Vase zu schneiden oder zu dekorativen Kränzen zu verarbeiten, regen die Gartenexperten an.

So könnten sich die Eltern noch daran freuen und sie für die Kinder unerreichbar dekorieren. Wenn die Kinder groß genug sind, um zu wissen, welche Beeren sie nicht pflücken dürfen, können sie am Strauch bleiben und weiter wachsen.

Giftige Beeren im Herbst verschluckt: „5-Rote Beeren-Regel“ bietet Orientierung

Aber was passiert, wenn doch einmal einer der giftigen Beeren im Mund gelandet ist? Generell kann man sich bis auf wenige Ausnahmen an der sogenannten „5-Rote Beeren-Regel“ orientieren. Wurden nicht mehr als fünf Früchte aus Versehen gegessen, halten sich die Symptome in Grenzen. So drohen normalerweise nur leichte Magen-Darm-Reizungen.

Sollten unerwartet stärkere Symptome auftreten, muss jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso nach dem Verschlucken von mehr Beeren oder von Früchten, die deutlich giftiger sind. So zum Beispiel Beeren der Zaunrübe (Bryonia dionica). Diese enthalten ähnlich wie auch Zierkürbisse sogenannte Cucurbitacine, die bei Verzehr heftige Vergiftungssymptome hervorrufen können.

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