Haustiere vor Kälte schützen

Heizkosten sparen im Herbst und Winter – Achtung bei Hunden und Katzen

Der einfachste Weg zu geringen Heizkosten: Die Heizung ausschalten. Besitzer von Hunden oder Katzen sollten damit allerdings vorsichtig sein.

Deutschland – Die Wohnung mit einer Heizung zu wärmen, scheint in den kommenden Monaten zum Luxus zu werden. Das geht nicht nur zulasten der Verbraucher, sondern auch die Haustiere können darunter leiden, wenn in den Räumen daheim Kälte einzieht. Daher gilt es, einiges zu beachten, um die tierischen Begleiter zu schützen.

JahreszeitHerbst
Dauer (meteorologisch)1. September bis 30. November
Dauer (kalendarisch)23. September 2022 bis 21. Dezember 2022

Wohnung im Herbst und Winter heizen – Katzen vor Krankheit und Kälte schützen

Vor allem für Katzen ist es wichtig, dass die Temperaturen in Wohnung oder Haus nicht allzu frisch sind. Das hat eine genetische Ursache. Die Fellnasen sind bei Kälte sehr empfindlich, da ihnen das Regulieren der Körpertemperatur dann schwerfällt. Das Zuhause herunterkühlen zu lassen, um Heizkosten zu sparen, ist daher keine passende Lösung.

Dadurch, dass Katzen die Wärme lieben, kommen sie mit sommerlichen Werten von 30 bis 32 Grad besser klar als im Winter. Ist es zu eisig für die Mäusefänger, können sie frieren und wie Menschen einen Schnupfen bekommen oder an einer Unterkühlung leiden. Ob eine Katze friert, ist an einigen Anzeichen zu erkennen.

Dazu gehört, dass die Gliedmaßen, wie die Ohren, der Schwanz und die Pfoten kalt sind. Ein weiteres Zeichen dafür ist, wenn sich die Katze aufplustert oder auch einrollt. Zudem sind die Augen zu Schlitzen verengt.

Besonders alte, junge und kranke Katzen sind anfällig für eine Unterkühlung. Wer den Verdacht hat, sollte Atmung, Herzschlag und Blutdruck überprüfen – bei Auffälligkeiten sollte direkt ein Tierarzt aufgesucht werden. Andernfalls droht der Tod für das geliebte Haustier.

Katzen und Hunde vor Kälte schützen – Wohnung für Haustiere richtig heizen

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. weist darauf hin, dass die Vierbeiner auch durch Zugluft einen Schnupfen erleiden können. Beim Lüften im Herbst und Winter sollten Katzen-Besitzer daher aufpassen. Eine ideale Raumtemperatur für Katzen sollte nach Informationen der Experten von Wetter.com niemals unter 21 Grad Celsius liegen. Zudem hilft es, ein Kissen auf die Heizung zu legen, damit es der tierische Liebling gemütlich hat.

Das Magazin Katzen.de empfiehlt hingegen 18 bis 25 Grad als optimale Temperatur. Das ist auch bei Freigängern wichtig, die sich im Winter auch mal draußen im Schnee aufhalten und sich hinterher drinnen aufwärmen wollen.

Entscheidend dabei ist die Länge des Fells. So brauchen Kurzhaarkatzen mehr Wärme als ihre Artverwandten mit langem Fell. Ähnliche Regelungen sollten auch Hundebesitzer beachten.

Katzen sollte man im Herbst und Winter vor zu viel Kälte schützen.

Für Hunde sollte es innerhalb des Zuhauses zwischen 20 und 22 Grad sein. Ist das Haustier besonders anfällig durch Alter, Krankheit oder kurzes Fell, hilft zudem ein artgerechter Mantel oder auch eine kuschelige Decke. Auf spezielle Schuhe oder Socken sollte man laut Tierschutzbund e.V. hingegen bei den tierischen Begleitern verzichten, da ihr Tastsinn an den Pfoten ansonsten eingeschränkt ist (weitere News zu Lifehacks bei RUHR24).

Katzen und Hunde im Winter – Achtung bei Kontakt mit Schnee

Umso wichtiger ist es daher – wie bei Freigänger-Katzen – nach dem Toben im Schnee die Tatzen gründlich zu säubern. Durch Streusalz und andere schädliche Mittel im Schnee kann es sonst zu Durchfall und Erbrechen kommen. Wohnungskatzen sollten sich im Herbst und Winter hingegen kaum draußen aufhalten, da sie ein weniger dickes Winterfell bilden.

Wer trotzdem Heizkosten im Herbst und Winter sparen möchte, der kann prüfen, ob die Fenster richtig isoliert sind und ansonsten das Problem beheben. Dabei kann auch eine spezielle Folie hilfreich sein.

Rubriklistenbild: © Meike Engels, Westend61/Imago; Collage: Malin Miechowski/ RUHR24

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