Gegen die Energiekrise

Alternative Heizmethoden: So gefährlich sind Teelichtöfen wirklich

Der Trend geht zum Do-it-yourself-Teelichtofen. Dabei warnen Experten vor dem Gebraucht der alternativen Heizmethode.

Dortmund – Sie ist Thema in ganz Deutschland: die Energiekrise. Wie kann ich Strom und Gas einsparen? Welche Alternativen gibt es, um die Heizkosten zu senken? In dem Zusammenhang fallen immer wieder auch Teelicht-Öfen, eine Bastelei aus den kleinen Kerzen und darüber montierten Ton-Töpfen, berichtet RUHR24.

KriseEnergiekrise
DefinitionEine Krise, in der Energieträger knapp werden und/oder Energiepreise eklatant steigen

Alternative Heizmethoden: So gefährlich sind Teelichtöfen wirklich

Die schicken DIY-Strahler sind aber umstritten – nicht zuletzt, weil ein Teelichtofen gar nicht den gewünschten Wärme-Effekt haben. Zwar sind sie dekorativ, um aber effektiv mit ihnen zu heizen, würde es einer Menge Öfen – ergo jede Menge Teelichter – gebrauchen. Darüber hinaus sind die alternativen Wärmequellen gar nicht so ungefährlich.

Tatsächlich warnen Experten sogar vor dem Gebrauch von Teelichtöfen. Ein Grund dafür ist offensichtlich: Überall, wo offenes Feuer lodert, besteht erhöhte Brandgefahr. „Grundsätzlich raten wir wie bei allen offenen Feuern in geschlossenen Räumen, diese unzugänglich für Kinder und Haustiere zu machen“, erklärt Ramona Mittag von der Verbraucherzentrale NRW gegenüber Myhomebook.de.

Teelichtöfen als Heizquelle: Gefahr für Wohnung und Gesundheit

Die Teelichtöfen sind also nicht nur nicht sonderlich effektiv, sondern auch gefährlich. Nicht nur vom Feuer selbst geht eine Gefahr aus. Teelichter sind in der Regel ein Paraffin- oder Erdöl-Produkt. Durch fehlenden Abstand zwischen den Teelichtern können diese sich entzünden, was wiederum einen gefährlichen Wachsbrand verursachen könne (mehr Service-Themen bei RUHR24).

Der wiederum könne zu einer Verpuffung oder einem Wohnungsbrand führen, warnt Frieder Kircher, Vorsitzender eines gemeinsamen Ausschusses von Feuerwehrverband und Brandschutzvereinigung bei der DPA. Heißt, eine explosionsartige Flamme kann hervortreten. Besonders problematisch: Paraffin lässt sich im Zweifel nicht mit Wasser löschen.

Teelichtöfen sind angesichts der Energiekrise im Trend.

Alternative Heizmethoden in Form von Teelichtöfen: Experten warnen

Doch nicht nur zum Schutz der Wohnung muss man bei den Teelichtöfen aufpassen. Auch die eigene Gesundheit ist gefährdet. Immerhin erreichen die Ton-Töpfe Temperaturen bis zu 50 Grad. Wer ihn mit der Hand berührt, darf sich auf eine ordentliche Verbrennung einstellen. Wer sich also daran wärmen will, sollte Abstand wahren. Und nachdem die Kerzen ausgemacht wurden, noch etwas abwarten, bis sich der DIY-Ofen abgekühlt hat.

Bleibt festzuhalten: Zwar sind die selbstgebauten Öfen schön anzugucken. Doch der Flammenschein trügt. Der gewünschte Wärme-Effekt bleibt aus. Und zu allem Überfluss bergen die Teelichtöfen eine Gefahr für Wohnung und Wohl.

Rubriklistenbild: © Bihlmayerfotografie/Imaga