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Jetzt schon die Heizung anschalten oder lieber die Wollsocken anziehen und der Kälte noch ein bisschen trotzen? Experten empfehlen, ab einer Raumtemperatur von 18 Grad zu heizen. Aber gerade beim Heizen in der Übergangszeit gilt es einiges zu beachten und Fehler zu vermeiden.

  • In der Übergangszeit wissen viele Menschen nicht, ob sie schon die Heizung anschalten sollen.
  • Experten warnen, nicht zu lange zu warten, um mit dem Heizen zu beginnen.
  • Mit der richtigen Einstellung der Heizung startet man gut in den Herbst und spart dabei noch Geld.

Heizung an in der Übergangszeit? Ab Oktober kein Problem

Im Herbst ist alles möglich – erste Kälteeinbrüche aber auch warme Temperaturen an sonnigen Spätsommertagen. Gerade abends kann es trotzdem schon richtig kalt in der Wohnung werden.

Bei diesen Temperaturschwankungen in der Übergangszeit sind sich viele Menschen unsicher, ob sie die Heizung schon anschalten sollen oder wie sie richtig heizen können. Außerdem will man ja nicht unnötig die Heizkosten in die Höhe treiben. Also doch lieber die Zähne zusammenbeißen und die Wollsocken anziehen?

Nicht unbedingt. Es ist völlig ok, im Oktober schon die Heizung anzuschalten. In diesem Monat beginnt man typischerweise mit dem Heizen und hört in der Regel im April wieder damit auf.

Experten empfehlen: Heizen ab 18 Grad

Das ist natürlich noch einmal abhängig von der Region, in der man lebt und von dem lokalen Wetter. Deshalb raten Experten dazu, ab einer Raumtemperatur von 18 Grad die Heizung einzuschalten.

Denn zu lange sollte man auch nicht damit warten, denn niedrige Raumtemperaturen können Schimmelbildung auslösen. Hier hilft zwar schon regelmäßiges Lüften, aber auch eine konstante Wärme in der Wohnung. Außerdem wird dadurch vermieden, dass durch plötzlich auftretenden Nachtfrost die Heizungsrohre einfrieren könnten.

Ist die Heizung einmal an, sollte sie auch anbleiben

Es kann aber durchaus schon einmal vorkommen, dass die Temperaturen im goldenen Herbst noch mal die 25 Grad Marke knacken und die Sonne die Zimmer so stark erwärmt, dass nicht unbedingt geheizt werden muss – was nun? Die Heizung wieder aus?

Besser nicht. Lieber die Sonneneinstrahlung nutzen, um so die Heizkosten zu senken. Dies funktioniert unter anderem, indem man die Türen in der Wohnung auflässt, sodass die Wärme sich gleichmäßig verteilen kann. Außerdem sollten, sobald die Sonne weg ist, die Rollläden zugemacht werden – das hält die angenehmen Temperaturen länger in den Zimmern und die Heizung muss nicht so stark arbeiten.

Moderne Heizkörper sind in der Regel mit Thermostaten ausgestattet, sodass sie selbstständig die Temperatur bei starker Sonneneinstrahlung im Herbst regeln.

Experten empfehlen, auf eine gute Wärmeverteilung zu achten

Nun fragt sich aber sicher manch einer, ob eine Raumtemperatur von 18 Grad nicht auch noch ein bisschen kühl ist und doch die Wollsocken zum Einsatz kommen müssen.

Und das ist völlig richtig. Experten empfehlen daher, in den Wohnräumen wie in der Küche oder dem Wohnzimmer die Heizung so einzustellen, dass eine Zimmertemperatur von 20 Grad erreicht wird. Im Schlafzimmer sind hingegen 16 Grad ausreichend. Im Bad darf es auch mal 23 Grad warm sein.

Generell gilt jedoch, dass der Temperaturunterschied zwischen den einzelnen Räumen nicht mehr als 4 Grad betragen sollte, denn sonst wandert die Wärme ab in die kalten Räume. Die Folge: In den warmen Bereichen muss noch mehr geheizt werden.

Tipps fürs Heizen, damit die Wohnung warm bleibt

Wenn man nun schon im Oktober die Heizung anmachen muss, dann gibt es noch einige weitere Tipps zu beachten, die die Wärme in der Wohnung und die Heizkosten niedrig halten:

  • Die Heizung entlüften und entstauben – das macht sie winterfest.
  • Bei schlechtem Wetter sollten die Räume, in denen nicht geheizt wird, geschlossen werden.
  • Heizungsventile ausschalten und 5 bis 10 Minuten Stoßlüften.
  • Vor der Heizung sollten keine Möbel oder größere Gegenstände stehen, um einen Wärmestau zu vermeiden.
  • Heizung konstant anlassen, auch wenn man mal nicht zuhause ist. Das spart Energie und Kosten.
  • Wer bei 20 Grad immer noch friert, sollte es mal erst einmal mit Tee, Wollpulli und Kuscheldecke versuchen, anstatt die Heizung voll aufzudrehen.