Vorsicht! Es wird heiß in NRW

Hitze in NRW: So schützt man Hund und Katze im Sommer 

Im August kommt endlich der Sommer. Aber wie schützen wir unsere Haustiere wie Hunde und Katzen? Hier sind einige nützliche Tipps gegen Hitze.

  • Das Wetter in NRW bringt im August den Sommer und die Hitze zurück. Uns erwarten Temperaturen über 30 Grad.
  • Nicht nur für uns Menschen kann das ganz schön anstrengend sein – auch unsere Haustiere leiden teilweise unter der Hitze.
  • Damit Hunde und Katzen den Hitze-Sommer gut überstehen, sollten Herrchen und Frauchen einiges beachten.

Dortmund - Viele hatten ihn schon abgeschrieben, doch jetzt kommt er doch noch: der Sommer und mit ihm die Hitze. Sonne satt und Temperaturen über 30 Grad erwarten uns in den kommenden Tagen. Damit Menschen die heiße Zeit mit ihren Vierbeinern genießen können, sollten einige Tipps befolgt werden, um die Haustiere vor der Hitze zu schützen.

Organisation

PETA

Gründung

22. März 1980, Rockville, Maryland, Vereinigte Staaten

Zentrale

Norfolk, Virginia, Vereinigte Staaten

Schwerpunkt

Tierschutz, Tierrechte

Haustiere vor Hitze schützen: Hecheln allein reicht nicht aus

Den Sommer mit seinem vierbeinigen Freund zu verbringen, kann viel Spaß bringen, aber birgt auch einige Risiken. Denn nicht nur wir Menschen können mit extremer Hitze schlecht umgehen, auch Haustiere haben damit besondere Probleme.

Hunde und Katzen haben nur wenige Schweißdrüsen, mit denen sie sich Abkühlung verschaffen könnten. Wird es zu heiß, versuchen sie sich mittels Hecheln herunterzukühlen. Katzen lecken zusätzlich vermehrt ihr Fell, um durch Verdunstung gegen die Hitze anzukämpfen. Doch Hecheln allein reicht auf Dauer nicht – wir Menschen können unseren Haustieren helfen, sich zu erfrischen.

Hund und Katze vor Hitze schützen: Ausreichend Wasser ist essentiell

Egal ob Hund oder Katze: Es sollte immer sichergestellt werden, dass die Haustiere ausreichend Wasser zur Verfügung haben. Zu Hause sollte der Wassernapf für Hunde und Katzen immer ausreichend gefüllt sein. Für unterwegs sollten Hundehalter laut der Tierrechtsorganisation PETA immer etwas Wasser für den Hund dabei haben.

Katzen gelten generell als eher trink-faul, daher sollten sie einige Anreize zum Trinken bekommen. An mehreren Orten in der Wohnung sollten Trinknäpfe aufgestellt werden. Empfehlenswert sind Trinkbrunnen, die aus dem langweiligen Gewässer ein sprudelndes Trink-Erlebnis machen. 

Katze vor Hitze schützen: aus dem schnöden Trinknapf ein Spielerlebnis zaubern

Ein Anreiz sich überhaupt mit Wasser zu beschäftigen, können Eiswürfel sein. Einfach in einen Trinknapf ein paar Eiswürfel zu Wasser lassen und fertig ist der Spielspaß, aber auch andere schwimmende Objekte kann die Hauskatze dazu bringen, die Pfote mal ins kühle Nass zu stecken.

Lässt sich die Katze davon nicht beeindrucken und scheut weiterhin trotz Sommer-Hitze das Wasser, sollte ihr ausreichend mit Wasser angereichertes Nassfutter angeboten werden. Auch durch Futter kann die Flüssigkeitsaufnahme erhöht werden (mehr Service-Artikel bei RUHR24.de).

Beim Gassigehen in der Sommer-Hitze kann ein Sprung ins kühle Nass die nötige Erfrischung bringen.

Hund und Katze vor Hitze schützen: Kühle Orte zum Ausruhen schaffen

Wir kennen es von uns selbst: Bei Temperaturen über 30 Grad ist nicht viel los mit uns. Ähnlich sieht es bei Haustieren aus. Hunde und Katzen werden sich bei extremer Hitze vermehrt an einen kühlen Ort zurückziehen. Daher ist es wichtig, ihnen das zu ermöglichen.

In der Wohnung sollte daher darauf geachtet werden, dass Räume nach Möglichkeit abgedunkelt werden, damit sie sich durch die Sonne nicht unnötig aufheizen. Ein Tipp für Profis: Die Fenster mit Alufolie verdunkeln, das hält die Sonne nicht nur draußen, sondern reflektiert sie auch, so bleibt es innen schön kühl.

Ideal sind Rückzugmöglichkeiten im innenliegenden Flur oder (wenn vorhanden) im Keller. Kuscheldecke und Körbchen werden dieser Tage wohl eher unbeliebt sein, kühlende Fließen oder Steinplatten sollten die Vierbeiner wieder etwas runterkühlen. Ist die Wohnung jedoch komplett mit Teppichboden ausgelegt, könnte es sich lohnen, in eine Kühlmatte zu investieren. 

In der Sommer-Hitze werden sich die pelzigen Vierbeiner vermehrt im Schatten zurückziehen.

Hund und Katzen im Hitze-Sommer: Gassigehen am Morgen oder am Abend

Katzen die Freigang haben oder den Balkon nutzen, sollten jederzeit die Möglichkeit haben wieder in die (hoffentlich) kühlere Wohnung zurückzukehren. Dabei sollte nicht auf das gekippte Fenster gesetzt werden – das kann zur tödlichen Falle werden. Katzen können sich darin einklemmen und schlimmstenfalls ersticken oder sich das Genick brechen wie PETA berichtet.

Hundebesitzer sollten mit ihrem vierbeinigen Freund die Gassi-Runde auf den frühen Morgen und den späten Abend legen. Denn dann sind nicht nur die Außentemperaturen moderater, sondern auch die Temperaturen der Gehwege. Aufgeheizte Gehwege und Straßen können den empfindlichen Pfotenballen schaden, es drohen sogar Verbrennungen. Wer sich nicht sicher ist, sollte zunächst mit der Handfläche die Temperatur testen.

Um aufgeheizte Straßen zu vermeiden, lohnt es sich mit dem Hund einen Ausflug ins Grüne zu machen. Abgesehen davon, dass knallheißer Asphalt dort in der Regel nicht zu finden ist und Hunde im Wald einiges zu schnüffeln haben, ist die Außentemperatur in der Natur um einige Grad kühler als in der Stadt.

Sonnenbrand-Gefahr nicht nur für Menschen – auch Tiere sind gefährdet

Sind die Haustiere bei knallender Sonne viel draußen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass auch Tiere einen Sonnenbrand bekommen können. Besonders Tiere mit hellem Fell und heller Haut können sich im Sommer die Haut verbrennen. 

Hautstellen, die bei Hunden und Katzen mit wenig Fell bedeckt sind, sollten mit Sonnencreme eingecremt werden. Das sind meistens die Ohren, der Nasenrücken und die Nasenspitze. Dazu sollte Sonnencreme für sensible Haut oder Kindersonnencreme genutzt werden.

Haustiere vor Hitze schützen: kurzes feuchtes Fell kann helfen – aber Vorsicht

Wenn es besonders heiß ist, kann es helfen bei einigen Hunden, das Fell zu kürzen. Aber Vorsicht: Das Fell dient auch als Sonnenschutz, es sollte nicht zu kurz geraten. Hilfreich kann auch ein nasses T-Shirt sein, das dem Vierbeiner angezogen wird. Laut PETA soll das bei vielen Hunden auf Begeisterung stoßen. Auch der Merkur berichtet über Vorgehensweisen, wie man einen Hund erfrischen kann. 

Katzen hingegen werden wahrscheinlich alles andere als begeistert sein, wenn man ihnen ein nasses T-Shirt über den Kopf stülpt. Bei den Sensibelchen kann es helfen, vorsichtig das Fell anzufeuchten. Dazu streicht man entweder mit feuchten Händen oder mit einem feuchten Tuch über das Fell der Katze.

Haustiere nicht im Auto parken – es droht Lebensgefahr!

Eigentlich sollte es inzwischen klar sein, aber dennoch hier nicht unerwähnt bleiben: Tiere dürfen nicht im Auto geparkt werden. Auch dann nicht, wenn das Auto zur Abkühlung im Schatten geparkt wird – die Hitze im Inneren wird extrem.

Schon bei Außentemperaturen ab 25 Grad kann das lebensgefährlich für Haustiere werden. Denn im Auto steigen die Temperaturen rasant an.

Rubriklistenbild: © Stephanie Pilick dpa/

Mehr zum Thema