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Energie sparen beim Kühlschrank: Falsche Temperatur kostet richtig viel Geld

Wegen der Energie-Krise ist es umso sinnvoller, Strom zu sparen. Mit der richtigen Einstellung der Kühlschrank-Temperatur ist das möglich.

Kassel – In der Energie-Krise steigen nicht nur die Preise für Gas, sondern auch die für Strom. Fernseher, Computer und einige Haushaltsgeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Seit dem 1. September gibt es deshalb neue Gesetze bei Strom und Gas. Einen besonders großen Anteil am Stromverbrauch hat auch der Kühlschrank.

Energie sparen beim Kühlschrank: Falsche Temperatur kostet richtig viel Geld

Als eines von wenigen Haushaltsgeräten ist der Kühlschrank permanent in Betrieb. Etwa ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs im durchschnittlichen Haushalt sind auf den Kühlschrank zurückzuführen, wie der Bayerische Rundfunk (Br) berichtet.

Deshalb ergibt es mehr denn je Sinn, die richtige Kühlschranktemperatur einzustellen und damit Geld zu sparen, berichtet hna.de. „Denn jedes Grad Celsius, das er zu kühl eingestellt ist, bedeutet eine Verbrauchserhöhung um fünf Prozent“, sagt Norbert Endres, Energieberater der Verbraucherzentrale Bayern gegenüber dem Br (mehr Lifehacks auf RUHR24 lesen).

Energie sparen im Haushalt: Was ist die perfekte Kühlschranktemperatur?

Die Verbraucherzentrale schreibt zur optimalen Kühlschranktemperatur: „7 °C im oberen Fach reichen vollkommen aus.“ Da jedes Grad, um das man die Temperatur niedriger stellt, den Verbrauch deutlich erhöht, ist es sinnvoll, sich an diese Empfehlung zu halten. Eine Ausnahme gilt bei verderblichen Lebensmitteln. Beispielsweise Hackfleisch sollte bei zwei Grad gekühlt werden. Für das Gefrierfach rät die Verbraucherzentrale zu einer Temperatur von minus 18 Grad.

Perfekte Temperatur für den Kühlschrank7 Grad
Perfekte Temperatur für den Gefrierschrank-18 Grad
Quelle: Verbraucherzentrale

Strom sparen in der Küche: Worauf kommt es bei der Kühlschranktemperatur noch an?

Die Stadtwerke Solingen weisen zudem darauf hin, dass auch der Raum, in dem der Kühlschrank steht, nicht zu warm sein sollte. Denn ist die Raumtemperatur zu hoch, verbraucht der Kühlschrank mehr Energie, um die Temperatur im Kühlschrank herunterzukühlen. Die Temperatur im Raum sollte zehn bis maximal 20 Grad betragen. Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit kontraproduktiv, da diese für einen höheren Energieverbrauch sorgt. Im Haushalt gibt es aber auch noch mehr Stromfresser.

Langes Überlegen bei geöffnetem Kühlschrank ist ebenfalls ein No-Go. Denn dann wird mehr Energie aufgewendet, um auf die gewünschte Temperatur wieder herunterzukühlen. Ein weiterer Tipp zum Energiesparen ist, warme Speisen am besten erst in den Kühlschrank zu stellen, wenn diese abgekühlt sind.

Strom sparen beim Kühlschrank: Mit einer Temperatur spart man richtig Geld

  • Kühlschrank auf 7 Grad stellen
  • Auf geringe Raumtemperatur achten
  • Kühlschrank nur kurz öffnen
  • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen
  • Eis abtauen
  • Auf die richtige Anordnung im Kühlschrank achten

Energie sparen: Auch beim Kühlschrank sollte man auf die Temperatur achten

Eis, das sich vor allem im Gefrierfach bilden kann, sollte man abtauen, um Energie zu sparen. Außerdem sollte man darauf achten, wie voll der Kühlschrank ist. Während ein gut gefüllter Kühlschrank den Energieverbrauch senkt, darf er auch nicht zu voll sein. Dies könnte die Luftzirkulation behindern. Es lohnt sich auch, die Lebensmittel im Kühlschrank richtig anzuordnen.

Wer beim Kühlschrank Strom sparen will, sollte auf die richtige Temperatur achten.

Der kälteste Bereich befindet sich direkt auf der Glasplatte, über dem Gemüsefach. Hier kann man verderbliche Lebensmittel gut lagern. Wärmere Zonen sind dagegen oben oder in der Tür. Haushalte, die neben einem Kühlschrank in der Küche, einen weiteren besitzen, sollten sich die Frage stellen, ob sie diesen wirklich brauchen. Hat man nur einen Kühlschrank, kann man viel Geld sparen. Auch beim Wäschewaschen ist es leicht möglich, Energie zu sparen. Auf ein Waschprogramm sollte man dabei dringend verzichten. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Wasser.

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/photothek.de/Imago

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