Darauf muss man achten

Haselnüsse knacken und essen: Einige Fehler rächen sich schnell

Im Herbst ist Erntezeit für Haselnüsse. Richtig gelagert kann der leckere Snack lange halten. Doch man sollte Fehler vermeiden.

Dortmund – Bei Spaziergängen in der Natur, in Parks oder im eigenen Garten: Haselnüsse sind im Herbst vielerorts zu finden. Nicht nur Eichhörnchen sind verrückt nach den Nüssen, auch für Menschen sind sie ein leckerer und gesunder Snack. Vorausgesetzt, beim Ernten, Einlagern und Essen werden einige Dinge beachtet.

PflanzeGemeine Hasel
Wissenschaftlicher NameCorylus avellana
FamilieBirkengewächse (Betulaceae)

Haselnüsse im Herbst ernten: Welche Früchte reif sind

Wann sind Haselnüsse überhaupt reif? Grundsätzlich fällt die Haupt-Erntezeit auf Mitte September bis Ende Oktober. In dieser Phase fällen die reifen Nüsse vom Baum auf den Boden. Wer einen Baum im Garten hat und die Haselnüsse verwenden will, sollte sie dann täglich aufsammeln – im feuchten Gras könnten sie sonst schimmeln.

Grundsätzlich erkennt man reife Haselnüsse an einer typischen braun gefärbten Außenschale sowie einem vertrockneten und braun gefärbten Fruchtbecher. Auch der essbare Samen innerhalb der Nussschale ist braun und fest. Können die Früchte auch nachreifen?

Haselnüsse frühzeitig zu ernten, um sie beispielsweise für Eichhörnchen zu schützen, ist nicht empfehlenswert. Im unreifen Zustand schmecken die Nüsse nicht und einmal geerntete Haselnüsse reifen auch nicht mehr nach, wie der Naturblog „native plants“ berichtet (mehr Tipps rund um den Garten bei RUHR24 lesen).

Haselnüsse ernten und sammeln: Nüsse richtig einlagern

Wer keinen Haselnussbaum im Garten hat, kann die Nüsse auch in der Natur sammeln. Der Naturschutzbund (Nabu) weist aber darauf hin, dass immer genug Nüsse für Tiere übrig gelassen werden sollten. Und vor allem in der Natur sollte man auf Mängel an den Nüssen achten. Nüsse mit Rissen, Bruchstellen oder Fraßlöcher sollte man besser liegen lassen – man kann nie wissen, was schon mit ihnen passiert ist.

Auch beim Transport kann einiges schiefgehen: Haselnüsse sollten weder in Plastiktüten noch luftdichten Behältern aufbewahrt werden. Dort können sie schnell Schimmel ansetzen und faulen. Damit das auch bei späterer Lagerung in der Küche nicht passiert, empfiehlt es sich, Haselnüsse zu trocken – genau wie Walnüsse.

Haselnüsse trocknen: So einfach geht‘s – Fehler vermeiden

Zum Trocknen von Haselnüssen eignen sich luftdurchlässige Behälter, Obstkisten oder Weidenkörbe. Auch ein einfaches Tablett ist geeignet. Wichtig ist, dass die Nüsse möglichst einzeln, also nicht zu eng, liegen. Haselnüsse trocknen ideal bei geringer Luftfeuchtigkeit. In der Regel sind gut belüftete Dachböden oder eine Fensterbank über eine Heizung ein guter Ort. Allerdings müssen die Nüsse mehrmals pro Woche gewendet werden, damit sie möglichst gleichmäßig trocknen.

Aber Vorsicht: Die Haselnüsse im Backofen zu trocknen ist keine gute Idee. Bei dieser Methode können sie einen bitteren oder gar ranzigen Geschmack annehmen. Ein weiterer Bonus beim Trocknen an der Luft: Die empfindlichen Fettsäuren der Nüsse bleiben intakt.

Trocknen, Lagern oder sofort essen: Haselnüsse sind vielseitig einsetzbar

Wenn die Nüsse fertig getrocknet sind, könnten sie in Kartoffel- oder Zwiebelsäcke gefüllt und weiterhin an Plätzen mit geringer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Richtig getrocknet sind sie bis zu einem Jahr haltbar.

Eine weitere Möglichkeit, Haselnüsse haltbar zu machen, ist wie bei vielen Lebensmitteln das Einfrieren. Hier sollte man die Nüsse aber mit einem Nussknacker entkernen. Die Haselnüsse können entweder im Ganzen oder gemahlen ins Gefrierfach, so kann man sie beispielsweise zum Backen wieder auftauen.

Wer die Nüsse lieber direkt nach der Ernte essen will, kann sie leicht in der Pfanne anrösten. Grundsätzlich sollten nicht-haltbar gemachte Haselnüsse aber schnell verzehrt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

Mehr zum Thema