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Ferienzeit bedeutet Urlaub. Und kaum jemand verreist heutzutage noch ohne Handy. Doch das Telefonieren und Surfen kann im Ausland ganz schön teuer werden. Wir verraten euch die Preise.

  • Telefonieren und Surfen kann bei Urlaub im Ausland richtig teuer werden.
  • Neue Regelung sorgt aber für günstigere Handy-Preise.

Hach, ist das schön: 30 Grad, Sonne und den ganzen Tag am Pool oder Strand liegen. Schnell das Handy raus holen und ein Foto bei Instagram posten oder an die Freunde zuhause verschicken. Was so einfach klingt, kann jedoch ganz schön teuer werden. Im Urlaub lockt je nach Reiseland die Kostenfalle.

In Nordrhein-Westfalen starten in der kommenden Woche die Sommerferien. Bis dahin solltet ihr auf jeden Fall wissen, wie viel ihr wo bezahlen müsst. Kleiner Spoiler vorab: Mit dem Auto auf Heimaturlaub ist besonders freundlich fürs Budget.

Urlaub im EU-Ausland fürs Handy günstig

Wer Urlaub in der EU plant, braucht sich keine Gedanken um anfallende Zusatzkosten zu machen. Seit dem 15. Juni 2017 gilt hier „Roam like at home“. Bedeutet, dass zu den gleichen Konditionen wie zuhause telefoniert, gesimst und gesurft werden kann. Zu den „teilnehmenden“ Ländern zählen die EU-Staaten sowie Norwegen, Island und Lichtenstein.

Für andere ausgewählte Gebiete gilt die Handy-Roaming-Verordnung ebenfalls nicht. Dazu zählen San Marino, Andorra, die Isle of Man, die Kanalinseln, Gibraltar, die Vatikanstadt und Überseegebiete in der Karibik. Auch Mobilfunknetze von Flugzeugen und Schiffen sind ausgeschlossen.

Kosten für Anrufe ins Ausland wurden gesenkt

„Roam like at home“ beschränkt sich nur auf Handy-Anrufe aus dem Ausland nach Hause. Wer beispielsweise von Deutschland aus seine Freunde im Urlaub in Spanien angerufen hat, musste ordentlich zahlen. Doch auch damit ist seit dem 15. Mai dieses Jahres Schluss, berichtet die Verbraucherzentrale NRW.

Anrufe ins EU-Ausland kosten seitdem nur noch maximal 19 Cent pro Minute. Eine SMS darf nur noch höchstens sechs Cent kosten. Doch aufgepasst: Die Preisobergrenzen gelten zunächst nur für fünf Jahre. Außerdem tritt die neue Verordnung bei manchen Tarifen erst nach zwei Monaten ab dem 15. Juli in Kraft.

Internationales Roaming kann teuer werden

Wer Urlaub außerhalb Europas plant, sollte sich vor seiner Reise unbedingt über anfallende Roaming-Kosten bei seinem Mobilfunkanbieter informieren. Denn „Roam like at home“ gilt auf anderen Kontinenten nicht mehr. Handy-Kosten können mitunter sehr hoch ausfallen, vor allem die mobile Datennutzung.

Das Handy im Urlaub zu benutzen, ist praktisch und kann teuer werden. Foto: dpa

Es empfiehlt sich daher, bei seinem Mobilfunkanbieter eine entsprechende Wochen-oder Tagesflat abzuschließen. Sie kann beispielsweise bei einem Urlaub in den USA gebucht werden. Mit ihr umgeht ihr versteckte Handy-Kosten im Ausland auf jeden Fall.

Mit dem Handy auf WhatsApp nur mit Internet

WhatsApp ist grundsätzlich frei zugänglich und kostenlos. Jedoch funktioniert der Messenger nur mit Internet. Bedeutet, dass zum Verschicken von Nachrichten oder Bildern entweder WLAN oder mobile Daten gefordert sind.

Im Urlaub solltet ihr darauf achten, dass ihr WhatsApp nur benutzt, wenn ihr mit eurem Handy im WLAN eingeloggt seid, im EU-Ausland unterwegs seid oder eine entsprechende Flat fürs internationale Roaming abgeschlossen habt. Gleiches gilt auch für das Telefonieren über die Messenger-App – auch das ist kostenlos, funktioniert aber nur mit Internet.

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