Cyberangriff

Nach Hackerangriff: Metro-Kunden sollten Preisschilder prüfen und Bargeld nutzen

Ein Cyberangriff auf den Großhändler Metro hat für Ausfälle in den IT-Systemen gesorgt. Kunden sollten daher unbedingt die Preisschilder vergleichen.

Dortmund – Der Händler Metro gilt als bekanntester Lebensmittel- und Non-Food-Großhandel in Deutschland. Wer außerhalb der üblichen Mengen Lebensmittel einkauft, kommt kaum um den Lebensmittel-Riesen herum. Doch das Unternehmen ist vor Kurzem Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Folgen davon bekommen auch die Kunden zu spüren.

GroßhandelsunternehmenMetro
Anzahl der Mitarbeiter95.141 Mitarbeiter (Stand: 2021)
Anzahl der Metro-Märkte681 Märkte weltweit

Metro von Hackerangriff betroffen: Kunden müssen sich auf Verzögerungen einstellen

Der Großhandel Metro ist für Großverbraucher und Gastronomen die Anlaufstelle zum Einkaufen großer Mengen. Umso härter traf es den Großhändler nun nach einem Cyberangriff auf die Metro-Systeme. Wie das Unternehmen mitteilt, kommt es aufgrund des Hackerangriffs zu Ausfällen in der IT-Infrastruktur. Aus diesem Grund kann es zu Verzögerungen im Betriebsablauf in den Märkten kommen.

Für Kunden seien die Auswirkungen beispielsweise an der Kasse zu spüren. Denn um die Bezahlvorgänge weiterhin abwickeln zu können, haben die Märkte auf ein Offline-System umgestellt. So können die Zahlungen trotzdem entgegengenommen werden. Der Prozess dauere allerdings möglicherweise länger. Das Gleiche gilt für Bestellungen über den Online-Store oder die Web-App. Das Auslandsgeschäft sei ebenfalls betroffen.

Hackerangriff auf Metro: Kunden sollten auf Preisschilder im Großhandel achten

Eine weitere Folge des Cyberangriffs ist die fehlerhafte Anzeige der Preise auf den elektronischen Preisschildern. Metro informiert die Kunden darüber, dass die Preise derzeit nicht immer aktuell sind. „Produkte aus vorherigen Werbeaktionen können unter Umständen am Regal mit einem falschen Preis ausgezeichnet sein“, heißt es in einer Mitteilung von Metro (mehr zu Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Der Großhandel Metro bietet Lebensmittel und Produkte im Non-Food-Sektor an.

Aus diesem Grund werden die Kunden darum gebeten, die Preise an der Kasse selbst noch einmal zu überprüfen. Der Großhandel arbeite bereits an einer Lösung für die IT-Probleme. So sind alle Artikel, die vom 20. bis 26. Oktober mit einem bestimmten Werbepreis in Metro-Werbeprospekten beworben wurden, mit Fähnchen gekennzeichnet. In den Regalen erkennen Kunden diese demnach einfacher. An der Kasse werde dann automatisch der aktuelle Werbepreis berechnet.

Mit externen Experten versucht Metro nun den Sicherheitsvorfall schnellstmöglich zu untersuchen und die Sachlage zu klären. Zuständige Behörden wurden ebenfalls informiert.

Rubriklistenbild: © Maksim Konstantinov/Imago

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