Neun Produkte im Test

Haarfarbe im Test: Stiftung Warentest von Drogerie-Produkten überzeugt

Stiftung Warentest hat neun Haarfarben verschiedenster Marken genauer unter die Lupe genommen.

Dortmund – Einige Menschen greifen lieber selbst zur Farbe, als einen Termin beim Friseur zu vereinbaren. Das ist meist deutlich günstiger, als sich die Haare von den Profis färben zu lassen. Aber sind die Produkte überhaupt empfehlenswert, oder schädigen sie den Verbrauchern? Stiftung Warentest hat es nun herausgefunden.

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
CEOHubertus Primus

Haarfarben im Stiftung Warentest: Diese Produkte wurden von Experten auf den Prüfstand gestellt

Nach dem großen Haarfarben-Test von Öko-Test, hat sich nun auch Stiftung Warentest einige Produkte genauer angeschaut und ein Urteil abgegeben. Getestet wurden neun permanente Oxidationshaarfarben in braunen Tönen. Dafür mussten verschiedene Artikel in unterschiedlichen Preisklassen herhalten.

Die Preisspanne der Kolorationen liegt zwischen 1,25 Euro und 9 Euro. Darunter befanden sich unter anderem bekannte Marken wie Schwarzkopf, L‘Oreal, Syoss und Garnier. Doch auch Eigenmarken von Rossmann und DM wurden auf den Prüfstand gestellt und mussten zittern (alle Testberichte auf RUHR24).

Stiftung Warentest testet Haarfarben: Diese Kriterien mussten Produkte bei der Bewertung erfüllen

Die Haarfarben wurden sowohl an Testpersonen als auch an Naturhaarsträhnen im Labor getestet. Alle Produkte versprechen Dauerhalt und Grauabdeckung. Doch ob die Produkte halten was sie versprechen, wurde nun von Experten analysiert.

Bei dem Test mussten sich alle sechs Artikel verschiedenen Prüfkategorien unterziehen. Dazu zählten das Färbeergebnis, der Farberhalt, der Haarzustand nach dem Färben, die Anwendung, die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und die Werbeaussage.

Die drei günstigsten Haarfarben-Testsieger bei Stiftung Warentest sind:

Haarfarben im Stiftung Warentest können nicht überzeugen: Die Kritikpunkte bei den „Test-Verlierern“

Bei dem Gesamtergebnis schnitten vier von neun Haarfarben „gut“ ab. Die restlichen fünf Produkte wurden mit „befriedigend“ bewertet. Einige Kolorationen ließen sich bis auf ein Produkt gut anwenden und auch der Haarzustand konnte nach dem Färben fast immer überzeugen. Die Ergebnisse der Färbung können sich ebenfalls sehen lassen, denn in sieben von zehn Fällen gab es auch hier die Note „gut“.

Bei den Produkten, die mit der Gesamtbewertung „befriedigend“ aus dem Test gingen, gab es allerdings einige Kritikpunkte. Eine Haarfarbe passte nicht zu der Koloration auf der Verpackung, was zu einer Abwertung führte. Ein anderes Produkt strapazierte die Haare zu sehr, und bei dem Auftragen eines weiteren nahmen die Haare die Farbe nur wenig an.

Stiftung Warentest hat verschiedene Haarfarben unter die Lupe genommen.

Stiftung Warentest bewertet Haarfarben: „Gute“ Produkte müssen nicht immer teuer sein

Besonders auffällig ist der Fakt, dass der teuerste Artikel laut Stiftung Warentest nicht gleich der Beste, sondern einer der Schlechtesten im Test ist. Dafür überraschen die günstigen Produkte die Profis umso mehr.

Die Stiftung Warentest, die kürzlich noch Chicken Nuggets unter die Lupe genommen hat, konnte feststellen, dass sich gekaufte Kolorationen lohnen können und auch günstigere Produkte zu Hause gute Ergebnisse erzielen. Nach Angaben von Merkur* gibt es sogar einfache Tricks, wie man hartnäckige Haarfarbe-Flecken loswerden kann. *RUHR24 und Merkur sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Kneschke/DPA, Stiftung Warentest, Collage: RUHR24

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