Haare aus der Bürste nicht wegwerfen – Garten profitiert von Hausmittel
Mit der Zeit sammeln sich immer mehr Haare in der Bürste. Im Müll landen sollten sie auf keinen Fall, denn die Mähne ist ziemlich nützlich.
Dortmund – Gerade Personen mit langen Haaren kennen das Problem: Ist die Bürste erstmal voll von abgestorbenen Strähnen, gelingt das Entknoten nicht mehr ganz so leicht. Theoretisch könnten die Überbleibsel aus der Bürste dann im Hausmüll oder in der Biotonne entsorgt werden. Das ist allerdings ein fataler Fehler – gerade für Gartenliebhaber.
Haare aus der Bürste nicht wegwerfen: Sie sind ein wertvolles Hausmittel
Mit den Haaren aus der Bürste können Hobbygärtner ganz einfach ihre Pflanzen düngen – egal ob im Garten oder in den vier Wänden. Was für einige zunächst skurril klingen mag, erklärt sich wie folgt: Die Haare geben Nährstoffe an die Gewächse ab. Konkret handelt es sich dabei um Stickstoff, was neben Kali und Phosphor wichtig für eine optimale Versorgung ist.
Forscher der Mississippi University in Verona (USA) untersuchten das Phänomen der Haar-Düngung bereits im Jahr 2008. Dort verglichen sie mehrere Dünger miteinander. Demnach seien Pflanzen, welche mithilfe der Mähne gedüngt wurden, mit der Zeit besser als diese, die das Hausmittel nicht erhalten haben (mehr Lifehacks bei RUHR24 lesen).
Anorganische Mineral- oder Flüssigdünger sollen die Erträge letztendlich jedoch etwas besser gesteigert haben. Wer den Haar-Trick trotzdem nutzt, muss lediglich ein paar Schritte befolgen.

Haare aus der Bürste nicht wegwerfen – So können Hobbygärtner ihre Pflanzen düngen
Mit diesen vier Schritten düngt man seine Pflanzen mit Haaren:
- 1. Haare aus der Bürste entfernen (funktioniert mithilfe eines Kamms besonders gut)
- 2. Kleines Loch in die Blumenerde graben
- 3. Haare in das Loch legen
- 4. Abwarten
Wer mithilfe des Hausmittels düngt, muss jedoch Geduld mitbringen, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Dünger sind die Haare extrem langsam. Der Grund: es dauert ziemlich lange, bis sie vollständig abgebaut sind.