Kein Schreck vor dem Spiegel

Haarausfall beim Duschen: Wie man häufige Fehler beim Haarewaschen vermeidet

Haarausfall und Haarbruch - das können die Folgen von falscher Pflege der Haare beim Duschen sein.
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Haarausfall und Haarbruch - das können die Folgen von falscher Pflege der Haare beim Duschen sein.

Haarewaschen und Duschen kann zu Haarausfall führen. Damit das Haar dicht bleibt, kann man einige Tricks anwenden. Häufige Fehler gilt es zu vermeiden.

  • Etwas, was jeder Mensch mal machen muss, ist Haare zu waschen.
  • Vor allem für Frauen sind die Haare oftmals heilig.
  • Doch allein beim Haare waschen können schon viele Fehler gemacht werden, die schlussendlich sogar zu Haarbruch führen können.

Nordrhein-Westfalen - Haare zu waschen ist doch ganz einfach, oder? Ab in die Dusche, Haare nass machen, Shampoo darauf, einmassieren, ausspülen und fertig. Dennoch kann dabei einiges falsch gemacht werden, wovon am Ende die Haare sogar abbrechen können.

Haar

Kopfhaar

Wachstumsgeschwindigkeit

0,3 Millimeter pro Tag (im Durchschnitt)

Anzahl der Haare

226 Haare/cm² (europäisches Haar)

Haarverlust

rund 100 Haare pro Tag

Haare waschen – Mythos Nummer eins: Das Wasser ist beim Duschen zu heiß

Fangen wir mit dem nass machen der Haare an. Eine heiße Dusche tut, vor allem im Winter, richtig gut – allerdings nicht den Haaren. Der Mythos besagt, dass nur heißes Wasser alle Überreste von Haarspray, Gel und Co. wirksam entfernen kann (mehr Tipps auf Ruhr24.de).

Doch auch schon leicht warmes Wasser entfernt alle Reste. "Das Haar ist Horn", erklärt Bastian Casaretto, Hairstylist der Naturpflegemarke Aveda, gegenüber Welt. "Deswegen trocknen Haare auch aus, wenn sie an die Wärme kommen, und öffnen ihre Oberfläche bei Hitze, da sich die Schuppen abspreizen." Also lieber lauwarm duschen – das ist auch noch besser für die Haut.

Haare waschen – Mythos Nummer zwei: das falsche Shampoo

Das Jeden-Tag-Shampoo ist dein Favorit oder einfach nur das gute alte Schuppenshampoo? Lieber nicht, denn Haare haben auch Bedürfnisse. Sind die Haare blondiert, strapaziert, lockig oder besonders trocken, brauchen sie auch die nötige Pflege.

Wer sich unsicher ist, sollte einen Friseursalon, die seit dem 4. Mai wieder geöffnet haben, zur Haarberatung aufsuchen. Grundsätzlich kann man sagen: bei Pflegeprodukten auf Qualität statt Quantität achten. Vorsicht bei Pflegeprodukten, die nicht auf die Haare abgestimmt sind, denn diese können zu Haarausfall führen.

Haare waschen - Mythos Nummer drei: zu viel Shampoo

Viel hilft nicht immer viel, auch nicht beim Shampoo. Selbst bei langem Haar reicht eine haselnussgroße Menge an Shampoo bereits aus, um alle Rückstände auf der Kopfhaut restlos zu entfernen. Ein Shampoo besteht aus verschiedenen Chemikalien in einem pH-Wert, der die Haare reizt.

Shampoo in die Haare, auswaschen, fertig - oder? Nein, denn dabei können einige Fehler passieren.

Um so wenig wie möglich die Haare zu strapazieren, sollte das Shampoo nur auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Beim Ausspülen verteilt sich das Shampoo im Rest der Haare, was völlig ausreicht. So ist das teure Friseurshampoo auch nicht nach bereits einem Monat leer, sondern hält viele Monate.

Haare waschen - Mythos Nummer vier: Haarspülung auf dem gesamten Haar auftragen

Eine Spülung, auch Conditioner genannt, sorgt nach dem Shampoonieren nicht nur für Geschmeidigkeit der Haare, sondern soll vor allem die wichtige Schuppenschicht verschließen. Diese sorgt dafür, dass das Haar weniger angreifbar ist und weniger frizzig aussieht.

Allerdings sollte man die Haarspülung nicht auf das gesamte Haar auftragen. Das beschwert die Kopfhaut und zerstört das Volumen in den Haaren und könnte einen Fettfilm hinterlassen.

Haare waschen - Mythos Nummer fünf: Haare mit einem Handtuch trocken rubbeln und bürsten

Haare sind im nassen Zustand rund 17 mal empfindlicher als trocken. Mit einem Handtuch die Haare trocken zu rubbeln, zerstört die obere Haarschicht und kann für Frizz sorgen. Die Haare können aber auch brüchig werden und komplett abbrechen. Bessere Alternative: ein T-Shirt aus Baumwolle.

Genauso schlecht für die Haare ist das Bürsten im nassen Zustand, denn schließlich sind die Haare zu empfindlich. Eine nicht-geeignete Bürste reißt da schnell das ein oder andere Haar aus der Kopfhaut raus. Lieber die Haare erst auf lauwarmer Hitze föhnen und anschließend bürsten und stylen.

Haare waschen - Mythos Nummer sechs: Die Haare werden zu oft gewaschen

Die Haare sind nun gewaschen und gestylt, jedoch sollte das am besten nicht am nächsten Tag wiederholt werden. Jeder Waschvorgang strapaziert die Haare, egal, wie sehr auf die Pflege geachtet wird. Daher sollte man die Haare nur dann waschen, wenn es unbedingt sein muss.

Der Vorteil: Nach einigen Wochen haben sich die Haare daran gewöhnt und werden nicht mehr so schnell fettig. Mit Trockenshampoo kann man auch gut und gerne mal ein oder zwei Tage überbrücken, bis die Haare wieder gewaschen werden.

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