Schreck vor dem Spiegel

Haarausfall beim Duschen: Häufige Fehler können der Grund dafür sein

Frau in Dusche
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Viele Menschen waschen sich täglich die Haare. Doch dabei können einige Fehler sogar zum Haarausfall führen.

Haarewaschen und Duschen kann zu Haarausfall führen. Der Auslöser kann ein häufig begangener Fehler sein. Oft helfen schon einfache Tricks.

Dortmund - Haare zu waschen ist doch ganz einfach, oder? Ab in die Dusche, Haare nass machen, Shampoo einmassieren, ausspülen und fertig. Dabei können aber auch einige Fehler unterlaufen, bei denen am Ende die Haare sogar abbrechen können.

HaarKopfhaar
Wachstumsgeschwindigkeit0,3 Millimeter pro Tag (im Durchschnitt)
Anzahl der Haare226 Haare/cm² (europäisches Haar)
Haarverlustrund 100 Haare pro Tag

Haare waschen – Mythos Nummer eins: Das Wasser ist beim Duschen zu heiß

Es fängt schon bei dem Nassmachen der Haare an. Eine heiße Dusche tut richtig gut – allerdings nicht den Haaren. Der Mythos besagt, dass nur heißes Wasser alle Überreste von Haarspray und Gel wirksam entfernen kann (mehr Tipps auf Ruhr24.de).

Doch auch schon leicht warmes Wasser entfernt alle Reste. "Das Haar ist Horn", erklärt Bastian Casaretto, Hairstylist der Naturpflegemarke Aveda, gegenüber Welt. "Deswegen trocknen Haare auch aus, wenn sie an die Wärme kommen, und öffnen ihre Oberfläche bei Hitze, da sich die Schuppen abspreizen." Also lieber lauwarm duschen – das ist auch noch besser für die Haut.

Haare waschen – Mythos Nummer zwei: das falsche Shampoo

Das Jeden-Tag-Shampoo ist der Favorit im Regel oder das gute alte Schuppenshampoo? Lieber nicht, denn Haare haben auch Bedürfnisse. Sind die Haare blondiert, strapaziert, lockig oder besonders trocken, brauchen sie besondere Pflege.

Wer sich unsicher ist, sollte einen Friseursalon, die trotz Corona wieder geöffnet haben, zur Beratung aufsuchen. Grundsätzlich gilt: bei Pflegeprodukten sollte man auf Qualität statt Quantität achten. Besondere Vorsicht gilt bei Pflegeprodukten, die nicht auf die Haare abgestimmt sind, denn diese können zu Haarausfall führen.

Haare waschen - Mythos Nummer drei: zu viel Shampoo

Viel hilft nicht immer viel, auch nicht beim Shampoo. Selbst bei langem Haar reicht eine haselnussgroße Menge an Shampoo bereits aus, um alle Rückstände auf der Kopfhaut restlos zu entfernen. Ein Shampoo besteht aus verschiedenen Chemikalien und hat einen pH-Wert, der die Haare reizt.

Shampoo in die Haare, auswaschen, fertig - oder? Nein, denn dabei können einige Fehler passieren.

Um die Haare so wenig wie möglich zu strapazieren, sollte das Shampoo sogar nur auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Beim Ausspülen verteilt sich das Shampoo dann im Rest der Haare, was völlig ausreicht. So ist das teure Friseurshampoo auch nicht nach bereits einem Monat leer, sondern hält viele Monate.

Haare waschen - Mythos Nummer vier: Haarspülung auf dem gesamten Haar auftragen

Eine Spülung, auch Conditioner genannt, sorgt nach dem Shampoonieren nicht nur für Geschmeidigkeit der Haare, sondern soll die wichtige Schuppenschicht verschließen. Diese sorgt dafür, dass das Haar weniger angreifbar ist und nicht frizzig aussieht.

Allerdings gehört auch die Haarspülung nicht auf das gesamte Haar. Das beschwert die Kopfhaut und zerstört das Volumen in den Haaren. Außerdem kann der Conditioner einen unschönen Fettfilm hinterlassen.

Haare waschen - Mythos Nummer fünf: Haare mit einem Handtuch trocken rubbeln und bürsten

Haare im nassen Zustand sind rund 17-mal empfindlicher als trockene. Mit einem Handtuch die Haare trocken zu rubbeln, zerstört die obere Haarschicht und kann für Frizz sorgen. Die Haare können sogar brüchig werden und komplett abbrechen. Bessere Alternative: ein T-Shirt aus Baumwolle.

Genauso schlecht für die Haare ist das Bürsten im nassen Zustand, denn Haare sind empfindlich. Eine nicht-geeignete Bürste reißt da schnell das ein oder andere Haar aus der Kopfhaut raus. Besser die Haare erst auf lauwarmer Hitze föhnen und anschließend bürsten und stylen.

Video: Haarausfall – die unterschiedlichen Formen und Behandlungsmöglichkeiten

Haare waschen - Mythos Nummer sechs: Die Haare werden zu oft gewaschen

Die Haare sind nun gewaschen und gestylt, jedoch sollte das am besten nicht direkt am nächsten Tag wiederholt werden. Jeder Waschvorgang strapaziert die Haare, egal, wie sehr auf die Pflege geachtet wird. Daher sollte man die Haare nur dann waschen, wenn es unbedingt sein muss.

Der Vorteil: Nach einigen Wochen haben sich die Haare daran gewöhnt und werden nicht mehr so schnell fettig. Mit Trockenshampoo kann man auch gut und gerne mal ein oder zwei Tage überbrücken, bis die Haare wieder gewaschen werden.

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