Fast jeder hat sie im Garten

Gurken richtig anbauen: Falscher Zeitpunkt kann die Ernte kosten

Gurken gehören zu den Klassikern im Gemüsebeet. Doch selbst erfahrenen Hobbygärtnern passieren beim Anbau schnell Fehler, welche die Pflanzen nachhaltig gefährden.

Dortmund – Ob Salatgurken, Schälgurken oder Einlegegurken – wer in seinem Garten Gemüse anbaut, bei dem dürfen Gurken in der Regel nicht fehlen. Doch sowohl beim Anbau im Gewächshaus als auch im Gemüsebeet können bereits kleine Fehler großen Schaden anrichten.

PflanzenGurken
Wissenschaftlicher NameCucumis sativus
FamilieKürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Gurken anbauen: Drei Fehler können die komplette Ernte kosten

Die Fehler können ein Ausbleiben der schmackhaften Früchte verursachen oder gleich die ganze Pflanze gefährden. Deshalb sollte man beim Gurken-Anbau im Garten ein paar wichtige Regeln beherzigen, wie Merkur.de berichtet.

Gurken im Garten anpflanzen: Falscher Zeitpunkt kann die Ernte kosten

Gurken zu früh pflanzen: Gurken lieben es hell und warm. Daher sollte man mit der Aussaat im Freien oder mit dem Pflanzen immer erst die Eisheiligen abwarten.

Wollen Hobbygärtner dennoch schon früher starten, hat sich schwarze Mulchfolie bewährt. Sie erhöht die Bodentemperatur um rund vier Grad Celsius. Jungpflanzen sollte man bei Frostgefahr mit Vlies oder Eimern abdecken, damit sie keinen Schaden nehmen.

Viele ziehen Gurken auch erst im Haus vor, bevor sie ins Gewächshaus beziehungsweise ins Beet kommen. Mit der Aussaat in Töpfe sollte man jedoch erst zwei bis drei Wochen vor dem Auspflanzen beginnen – sonst werden die Jungpflanzen zu groß. Sobald die Gurken zwei echte Blätter angesetzt haben, geht‘s für sie nach draußen.

Beim Gurken-Anbau können allerlei Fehler passieren. Diese Snackgurke wächst aber prächtig.

Garten-Tipp: Zwei weitere Fehler beim Gurken-Anbau

  • Keine Rankhilfe benutzen: Damit Gurken gut abtrocknen können und keine Pilzkrankheiten wie Mehltau entstehen, sollte man auf Rankhilfen zurückgreifen. Im Gewächshaus eignen sich dafür Schnüre, die zwischen Boden und Dach gespannt werden können, ansonsten gibt es fertige Rankgerüste aus Holz oder Bohnengitter im Gartenfachhandel. Mehltau ist übrigens auch ein Grund, weshalb man Tomaten lieber nicht neben Gurken pflanzen sollten.
  • Falsch gießen: Erhalten Gurken zu wenig Wasser, gefährdet das die Ernte. Pro Kilogramm geernteter Gurke benötigt eine Gurkenpflanze zwölf Liter Wasser. Bei Trockenheit sollte man natürlich besonders ausgiebig zur Gießkanne greifen, aber auch, sobald sich die ersten Früchte bilden. Die Wurzelballen sollten täglich mit abgestandenem, temperiertem Wasser gegossen werden. Das verhindert auch, dass die Gurken bitter schmecken. Der beste Zeitpunkt dafür ist übrigens morgens, dann hat die Feuchtigkeit genügend Zeit zu verdunsten und Mehltau hat keine Chance. Feuchtigkeit lockt zudem Schnecken an, die dann wieder mühsam vertrieben werden müssen.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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