Die 5 größten Mythen über Mücken - das hilft wirklich!

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Lavendel, Zitrone oder Ultraschall. Wir haben uns mal die 5 größten Mythen über Mücken angeschaut und herausgefunden, was wirklich hilft.

Lavendel, Zitrone und Ultraschall. Das alles soll die lästigen Plagegeister vertreiben. Wir haben uns mal die fünf größten Mythen über Mücken angeschaut und herausgefunden, was wirklich hilft.

  • Mücken werden nicht vom Licht angezogen.
  • Süßes Blut interessiert Mücken gar nicht.
  • Mücken können betrunken werden.

1. Mythos: Mücken werden vom Licht angezogen

Falsch - Mücken können nicht gut sehen.

Sie werden durch die Wärme angezogen, die Menschen und Tiere abgeben, sowie durch das Kohlendioxidin der Atemluft. Mücken können ihre Opfer finden, indem sie den CO2-Gehalt in der Luft prüfen. Je größer die Konzentration ist, desto näher sind sie ihrem Opfer. Es ist also vollkommen egal, ob das Licht im Schlafzimmer scheint oder nicht.

Ob es gerade eine Mückenplage in deiner Stadt gibt, könnt ihr übrigens beim Mückenatlas nachsehen.

2. Mythos: Mücken stehen auf süßes Blut

Falsch - auch, wenn Blut eine Rolle spielt.

Süßes Blut gibt es gar nicht, dafür hat Blut aber eine andere Bedeutung. Es verändert, je nach Zusammensetzung des Blutes, den Geruch des Menschen. Da der Duft des Menschen die Insekten anzieht, kann das Blut also auch dazu beitragen, dass man gestochen wurde.

Außerdem nimmt man an, dass Mücken Menschen mit "fettem" Blut bevorzugen und daher eher Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegelstechen.

3. Mythos: Wer Alkohol trinkt, wird öfter gestochen

Richtig -Alkoholweitet die Blutbahn.

Durch das weiten der Blutbahn schwitzen wir mehr und werden so attraktiver für Mücken. Im Schweiß befindet sich ein Duftmix aus Milchsäure, Harnsäure, Ammoniak und anderen Stoffwechselprodukten, der besonders anziehend wirkt.

Übrigens: Von unserem Alkohol im Blut können die Stechmücken sogarbetrunkenwerden. Wissenschaftler haben gemessen, dass Mücken nach einer Mahlzeit bei einem Menschen mit einem PromilleAlkoholam Ende selbst 0,5 Promille Alkoholgehalt aufweisen.

4. Mythos: Nur Salbe hilft gegen Mückenstiche

Jein - auch der eigene Speichelist effektiv.

Besonders wirksam ist es, bei einem frischen Mückenstich etwas Speichel auf die Wunde zu geben. Speichel dient als besonders antibakteriell. Das kann dafür sorgen, dass der Mückenstich leichter abschwillt. Zudem ist er meist kühl und lindert dasBrennen auf der Haut. Auch der Juckreiz wird gelindert.

Wer nach dem Speichel noch etwas Salz auf die Wunde streut,desinfiziertden Stich auch noch gleichzeitig.

Weitere Tipps gegen Insektenstiche gibt es hier.

5. Mythos: Lavendel- oder Zitronenöl hilft gegen Mücken

Falsch -Mücken interessieren sich nicht für diese Düfte.

Die ätherischen Öle überdecken vielleicht den Körpergeruch, der als Mückenmagnet gilt. Doch Tests haben gezeigt, dass sich Mücken, und auch andere Insekten, nicht für diese Düfte interessieren.

Übrigens: Auch Ultraschall-Geräte helfen nicht bei den kleinen Insekten. Diese hören sehr schlecht, sodass die Ultraschallwellen sie vermutlich gar nicht erst erreichen können. Gleiches gilt auch für neue Smartphone-Apps, die nach demselben Prinzip laufen sollen.