Grillsaison eröffnet

Beliebter Trick beim Grillen bringt nichts – er ist ein Risiko für die Gesundheit

Mit den steigenden Temperaturen steigt bei Vielen die Lust aufs Grillen. Doch während Fleisch, Fisch und Gemüse garen, kann so einiges schieflaufen.

NRW – Sich endlich wieder mit Freunden zum Grillen auf dem Balkon oder im Garten treffen, gemeinsam leckere Rezepte und Ideen auszuprobieren und das ein oder andere Kaltgetränk zischen – darauf freuen sich deutschlandweit zahlreiche Grillfans. Doch während Fleisch, Fisch und Gemüse garen, kann so mancher gemütlicher Grillabend zu einem echten geschmacklichen und sicherheitstechnischen Albtraum werden. Diese Fehler sollte man daher unbedingt vermeiden (mehr Lifehacks auf RUHR24).

HandlungGrillen
BedeutungBraten in Wärmestrahlung
GrillgutFleisch, Fisch, Grillkäse, Gemüse, Obst

Grillen: Freigesetzte Schadstoffe sind zum Teil krebserregend

Wenn der Qualm duftet und regelmäßig Zischgeräusche zu hören sind, mag das für viele Grillfans zwar verlockend sein, allerdings verbirgt sich dahinter laut Focus Online ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Tropfen Fett oder Marinade in die Glut, entstehen zum Teil krebserregende Schadstoffe, in diesem Fall sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Deshalb sollte das zuletzt wieder teurer gewordene Fleisch von Aldi, Lidl und Edeka vor dem Garen gut abgetupft und anschließend nur kurz durchgebraten werden, bevor es am weniger heißen Rand platziert wird. Dadruch lasse sich „zusätzlich die Bildung von Schadstoffen reduzieren“, erklärt Verena Buffy, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

Grillen: Freizeit-Grillmeister sollten auf Alu-Schalen verzichten

Damit Fett und Marinade gar nicht erst mit der Glut in Kontakt kommen und Würstchen nicht durch die Stäbe fallen können, greifen Freizeit-Grillmeister gerne mal zur Alu-Schale. Allerdings können Salz und Säuren dazu führen, dass Aluminium so in das Grillgut gelangt – und das könne unter Umständen zu Nierenschäden führen, erklärt die Ernährungsexpertin.

Für viele Grillfans gehören zu einem echten Grillerlebnis im Garten oder auf dem heimischen Balkon nicht nur deftige Spareribs, Würstchen oder Steaks, sondern auch leckeres Bier, das mit der Zeit auf das Fleisch geschüttet wird. Allerdings rät Web.de mit einem Verweis auf die damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken ausdrücklich davon ab.

Grillen: Bier auf Fleisch schütten birgt gesundheitliche Risiken

Schließlich bringe Bier auf dem Fleisch nicht nur keinen geschmacklichen Vorteil, sondern könne in Kombination mit der Glut ebenso zur Freisetzung krebserregender Stoffe führen, wie Fett und Marinade. Wenn überhaupt, solle das Ritual nur vereinzelt und nicht während des gesamten Grillevents durchgeführt werden. Alternativ kann das Fleisch vor dem Grillen auch in Bier getränkt werden.

Dass Spiritus oder sogar Benzin als Grillanzünder und als Brandbeschleuniger auf keinen Fall verwendet werden sollten, ist den meisten Grillfans wohl hoffentlich bewusst. Stattdessen sollten feste und geprüfte Grillanzünder aus dem Fachhandel verwendet werden.

Beim Grillen sollte man einige Fehler vermeiden.

Grillen: Auf Mindestabstand von Kindern zum Grill achten

Damit auch die kleinen Gäste Spaß am Grillen haben und den Abend unverletzt überstehen, rät die Initiative „Paulinchen“ für brandverletzte Kinder, immer auf einen Abstand der Kleinen von zwei bis drei Meter zum Grill zu achten. Sind alle Gäste satt und neigt sich der Grillabend langsam dem Ende entgegen, sollte der Grill durch das Schließen des Lüftungsschiebers aus gemacht und die Kohle damit vom Sauerstoff abgeschnitten werden.

Zur Sicherheit sollten zudem immer ein Kübel Sand, ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke griffbereit sein. Wasser auf die noch heißen Kohlen zu schütten ist dagegen keine gute Idee: Am zurück spritzenden heißen Wasser kann man sich leicht verbrühen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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