Spätsommer kommt nach Deutschland

Grillen auf dem Balkon: Was erlaubt ist – und was nicht

Grillen im Sommer
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Beim Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse sollten Regeln beachtet werden.

Beim Grillen im Spätsommer sollten Vermieter die Regeln kennen. Sonst könnte es teuer werden.

NRW - In den letzten Wochen hat er sich rar gemacht, doch dafür kommt der Sommer 2021 nun im September* mit hohen Temperaturen und viel Sonne zurück nach Deutschland. Das Wetter bietet daher die perfekte Gelegenheit, um den Grill nochmal anzuschmeißen. Wichtig dabei ist aber vor allem für Mieter, sich ans Gesetz zu halten. Welche Regeln besonders zu beachten sind, weiß RUHR24*. Andernfalls drohen hohe Strafen.

VerbraucherorganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964, Berlin
HauptsitzBerlin
RechtsformSelbständige rechtsfähige Stiftung

Grillen auf Balkon und Terrasse: Bei zu viel Rauch droht Ärger mit Nachbarn

Egal, ob Fleisch, vegane Varianten oder einfach Gemüse - die Vielfalt an Rezepten beim Grillen* ist riesig. Spielt das Wetter mit, macht die Alternative zur Bratpfanne umso mehr Spaß. Damit gemütliche Grillabende nicht in rechtlichen Streitereien mit den Nachbarn enden, sollte man sich an bestimmte Regeln halten.

Wer auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten grillt*, macht zunächst grundsätzlich nichts verkehr, solange dies in zumutbaren Rahmen geschieht. Aber nicht nur die Häufigkeit kann Probleme mit sich bringen. Personen, die in der Wohnung oder im Eigenheim den Grill nutzen, sollten auf den Rauch achten, der andere Nachbarn stören könnte.

Gibt es seitens der Betroffenen Beschwerden, droht sogar ein Bußgeld. Grundsätzlich sind die Regelungen aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, da es bislang kein einheitliches Gesetz zum Grillen gibt. Inwiefern das Braten von Bratwurst und Co. erlaubt ist, hängt zudem vom Mietvertrag ab.

So ist es möglich, dass das Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse grundsätzlich verboten ist. Daran sollten sich die Mieter dann halten. Wird trotzdem gegrillt, darf der Vermieter sich sogar für eine Kündigung entscheiden, sofern der Mieter sich wiederholt nach Abmahnung nicht daran hält. Ist dies im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten, können Bewohner auch ohne Zustimmung des Vermieters auf ihrem Balkon grillen.

Grillen im Spätsommer: Ärger mit Nachbarn und Vermieter durch einfache Tipps vermeiden

Zum Grillen gehören neben leckerem Essen auch Unterhaltungen in illustrer Runde. Doch wird es zu laut, können lautVerlag für Rechtsjournalismus bis zu 5.000 Euro fällig werden, wenn die Nachtruhe Anderer dadurch gestört wird. Wer solchen Ärger vermeiden möchte, kann einige Vorkehrungen treffen (mehr Service-News bei RUHR24*).

So ist es ratsam, die Nachbarn vorab über das Vorhaben zu informieren, damit diese rechtzeitig eigene Vorkehrungen treffen können, um sich nicht belästigt zu fühlen. Neben der Uhrzeit können Hobby-Grillmeister auch die Rauchentwicklung beeinflussen. Die Rechtsexperten empfehlen daher, einen Elektrogrill oder Gasgrill zu nutzen.

Wer auf dem Balkon grillen möchte, sollte zunächst einen Blick in den Mietvertrag werfen.

Wer auf die Holzkohle-Variante nicht verzichten möchte, der sollte die entsprechenden Briketts „möglichst an einem trockenen, geschützten Ort“ aufbewahren. Das Portal Utopia rät zudem, auf die Qualität des Brennmaterials zu achten. Demnach verursacht billige Holzkohle mehr Rauch beim Grillen auf dem Balkon* als hochwertige Briketts oder Alternativen aus Kokosnussschalen.

Video: Grillen, Rauchen, Sonnen - was auf dem Balkon erlaubt ist

Im Park Grillen: Bußgelder drohen bei illegalen Aktivitäten

Um Ärger mit Vermietern und Nachbarn zu vermeiden, können Grillfans auf gekennzeichnete, öffentliche Plätze ausweichen. Doch auch dort gibt es wichtige Regeln, die bei Nichtbeachtung saftige Bußgelder mit sich bringen.

So ist das Grillen auf Wiesen in Parks nur erlaubt, sofern es ausdrücklich durch Schilder gekennzeichnet ist. Gibt es keine Schilder oder sogar Warnungen auf Tafeln, gilt ein grundsätzliches Verbot. Auch die Entsorgung des Mülls nach dem Grillen* ist auf öffentlichem Grund entscheidend.

Die Rechtsexperten weisen außerdem darauf hin, dass in manchen Bundesländern ein gewisser Mindestabstand zwischen dem Untergrund und dem Grill gegeben sein muss, um den Boden zu schützen. Wer sich unsicher ist, welche Regeln für den auserwählten Platz gelten, kann bei der entsprechenden Gemeinde nachfragen. *RUHR24 und 24garten* Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.