Mobile First

Google ändert Suche – Websites nicht mehr auffindbar

Google stellt seine Suche um, wodurch viele Websites von der Bildfläche verschwinden dürften.
+
Google stellt seine Suche um, wodurch viele Websites von der Bildfläche verschwinden dürften.

Google dreht wieder an den Schrauben. Das kann vor allem für kleinere Unternehmen zum Verhängnis werden, denn sie könnten bald kaum noch auffindbar sein.

Dortmund – Wer gerade nicht weiter weiß – egal in welcher Lebenslage – kann mal eben Google um Rat fragen. Die Suchmaschine hat immer ein paar tausend Antworten. Ab März allerdings könnten die Suchergebnisse etwas anders aussehen oder zumindest anders sortiert sein. Denn dann heißt die Devise „Mobile First“ – das könnte besonders einigen Webseitenbetreiber zum Verhängnis werden.

UnternehmenGoogle
Gründung4. September 1998, Menlo Park, Kalifornien, Vereinigte Staaten
CEOSundar Pichai

Google: Die Hälfte der Nutzer nutzt die Suchmaschine mit dem Smartphone – Unternehmen reagiert

Diesen Plan verfolgt das Mega-Unternehmen Google schon seit Jahren: Mobile First. Da der Anteil der Smartphonenutzer weltweit immer weiter steigt, wird auch immer mehr mit dem Gerät gegoogelt, nachgelesen und recherchiert. Wie das Digital-Magazin t3n berichtet, sollen über 50 Prozent aller Internetsuchen mobile Suchanfragen sein. Das weiß nicht nur t3n, sondern eben auch das Unternehmen Google, das kürzlich das Angebot „Google Play Music“ abgestellt hat. Daher soll die Suche auf mobile Geräte optimiert werden.

Die Mobile-First-Indexing-Strategie des Milliarden-Unternehmens startete bereits im Jahr 2016. Im März 2020 verkündete Google, dass ab September alle Seiten auf Mobile-First-Indexing umgestellt werden. Den Termin hat Google allerdings verschoben, da die Unternehmen in der Coronavirus-Krise mehr Zeit bräuchten, ihre Seiten für eine mobile Ansicht zu optimieren.

Nach Google-Umstellung: Zahlreiche Unternehmen nicht mehr auffindbar

Der neue Termin steht nun kurz bevor: Ab März 2021 werden Websites kaum noch in Google auffindbar sein, wenn sie nicht für die Ansicht auf Smartphones optimiert sind, berichtet das Handwerksblatt. Demnach seien dann zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe über diese Suchmaschine nicht mehr oder nur noch schwer auffindbar (mehr News rund um Digitales bei RUHR24.de).

Ältere Websites werden ab März schlechter von Google bewertet, wenn sie nicht Smartphone-fähig sind, somit ranken sie schlechter und sind kaum auffindbar. Das Handwerksblatt geht davon aus, dass besonders viele Handwerksunternehmen davon betroffen seien.

Google-Änderung macht Unternehmen unsichtbar – das hat weitreichende Auswirkungen

Laut Online-Marketing-Agentur Plücom Digital sollen nach der Umstellung rund ein Viertel der kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau und Metallbau bei Google praktisch nicht mehr auffindbar sein. Dazu hat die Agentur rund 1000 zufällig ausgewählte Websites in diesen Bereichen analysiert.

Durch die Google-Umstellung dürften einige Unternehmen nicht mehr bei Google auffindbar sein.

Doch das ist nur ein Teilbereich. Auch andere Branchen werden von der Umstellung betroffen sein. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Kundegewinnung, sondern auch auf die Unternehmensentwicklung – potenzielle Arbeitnehmer oder Auszubildende können die Unternehmen praktisch nicht mehr online finden.

Google-Neuerung: Warten Unternehmen zu lange, werden sie es schwer haben

Unternehmen, die sich bis jetzt nicht auf die anstehende Änderung vorbereitet haben, werden es schwer haben. Denn auch wenn sie jetzt handeln, braucht es Zeit, bis Google die neuen Seiten analysiert und entsprechend indexiert hat.

Video: Neu im Google Play Store – das bedeuten die Pfeile

Website-Betreiber, die sich nicht sicher sind, ob ihre Seite für die mobile Ansicht optimiert ist, sollten zunächst ihre Seite mit der sogenannten Search Console von Google verknüpfen, um den Indexierungsstatus zu sehen und Fehler zu erkennen.

Gibt es bereits eine Mobile- und eine Desktop-Version der Homepage, gilt es zu prüfen, ob die Inhalte gleich sind und ob die Meta-Daten übereinstimmen.

Google warnt: „Wenn du es absichtlich so eingerichtet hast, dass die mobile Website weniger Inhalte als die Website für Computer hat, musst du mit einem leichten Rückgang der Zugriffe rechnen, wenn für deine Website die Mobile First-Indexierung aktiviert ist, da Google von deiner Website nun nicht mehr so viele Informationen abrufen kann wie zuvor.“

Nutzer selbst können hingegen nur wenig ausrichten oder die Suchergebnisse beeinflussen. Wird ein bestimmtes Unternehmen allerdings gar nicht mehr gefunden, könnte es sich vielleicht lohnen, eine andere Suchmaschine zu befragen.

Mehr zum Thema