Altes Betriebssystem

Google sperrt Dienste für Android-Handys: Betroffene können viele Apps nicht mehr nutzen

Es gibt bittere Nachrichten für einige Handy-Nutzer: Google macht eine umfassende Sperrung – davon betroffen sind Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android.

Dortmund – Auf WhatsApp schreiben, den Instagram-Feed durchscrollen oder Videos auf TikTok ansehen: Das Handy kommt im Alltag häufig zum Einsatz. Einigen Android-Nutzern schwant bald jedoch eine böse Überraschung.

UnternehmenGoogle
Gründung4. September 1998, Menlo Park, Kalifornien, Vereinigte Staaten
CEOSundar Pichai (2. Okt. 2015–)

Google mit großer Sperrung: Android-Nutzer aufgepasst – einige Dienste funktionieren bald nicht mehr

Sei es schnell das Gmail-Konto überprüfen, einmal die Drive-Ordner checken, sich via Google-Maps navigieren lassen oder Videos auf Youtube ansehen. Das wird bald für viele Handy-Inhaber nicht mehr möglich sein – zumindest, wenn sie das Betriebssystem Android nutzen (mehr Digitales bei RUHR24).

Google will älteren Versionen bis 2.3.7 die Anmeldung sperren. Das würde bedeuten, dass bei Apps wie Gmail kein Login mehr möglich sein wird und sie dadurch unbrauchbar werden. Apps wie Youtube verlieren ihre Funktion. Nutzer sollen dann eine Fehlermeldung erhalten.

Google: Altes Android-Betriebssystem wird gesperrt – der Termin steht schon fest

Dabei sind nicht nur Handys betroffen. Auch Tablet-Nutzer mit einem derart alten Betriebssystem müssen diesen Schritt befürchten. Die Sperrung soll ab dem 27. September vollzogen werden, teilt Google im Blog mit. Viele Apps verlieren dann für Nutzer des alten Betriebssystems die Funktion.

Handys mit dem Betriebssystem 2.3.7 wurden zuletzt im Jahr 2011 verteilt – es sind echte Dinosaurier in der schnelllebigen Technologie-Welt. Die darauffolgenden Mobiltelefone mit Version 3.0 funktionieren weiterhin ohne Bedenken.

Es gibt viele Apps von Google, die von der Android-Sperrung betroffen sind.

Google sperrt Android-Betriebssystem 2.3.7: Nutzer können mit Tipps das Problem umgehen

Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken bei älteren Telefonen. Erst zuletzt warnte Google vor einer Sicherheitslücke, bei der Milliarden Konten samt Daten besonders angreifbar gewesen seien.

Wer von der Sperrung von Google betroffen ist, muss aber nicht gleich den Kopf hängen lassen. Laut dem Online-Portal heise gibt es zwei Möglichkeiten, um das Ganze zu umgehen.

Google: Tech-Riese im steten Wandel – Änderung nicht nur für Android-Betriebssystem

Einerseits könne man versuchenl sich eine neue Android-Version auf das Handy zu laden. Wenn das nicht klappt, wird es etwas umständlicher: Mittels Web-Browser könne man sich auch auf den älteren Android-Geräten weiterhin mit seinen Google-Daten einloggen – die Apps werden dafür nicht zwangsläufig benötigt.

Derzeit arbeitet der Tech-Riese an der Version 12 von Android. Änderungen sind bei Google gang und gäbe: Erst vor Kurzem hat die Suchmaschine auf das Nutzungsverhalten der User reagiert.

Rubriklistenbild: ©  Catherine Waibel/dpa; Collage: RUHR24

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