Schuhgeschäft

Schuhhändler Görtz ist insolvent: Wie es jetzt für die Geschäfte weiter geht

Das Traditionsunternehmen Görtz hat Insolvenz angemeldet. Der Schuhhändler hält jedoch am Verkauf fest.

Dortmund – Die Pandemie, der Krieg und die Energiekrise setzen vielen Unternehmen zu. Zuletzt haben zahlreiche Traditionsunternehmen Insolvenz angemeldet, darunter auch die Traditionsbrauerei „Bischoff“. Nun kämpft auch ein beliebter Hamburger Schuhhändler ums wirtschaftliche Überleben.

UnternehmenLudwig Görtz GmbH
Anzahl der Filialen in Deutschland und Österreich160 Filialen
Verkaufssortimentu.a. Schuhe, Taschen, Kleidung

Schuhhändler Görtz meldet Insolvenz an – Unternehmen nennt Verkaufsschwund als Grund

Wie die Muttergesellschaft Ludwig Görtz GmbH mitteilte, ist das Traditionsunternehmen pleite. Es wurde nach eigenen Angaben ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, berichtet die Tagesschau. Nach etwa 150 Jahren haben neben der Muttergesellschaft auch die beiden Tochterunternehmen Görtz Retail GmbH und Görtz Logistik GmbH ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet.

Als Grund nennt der Schuhhändler sinkende Verkaufszahlen in Folge der Inflation, steigender Energiekosten und des Kriegs in der Ukraine. Die gegenwärtigen Ereignisse haben laut RTL dazu geführt, dass Kunden beim Kauf zurückhaltender geworden sind.

Schuhgeschäft Görtz bleibt den Städten in Deutschland zunächst erhalten

Doch trotz des Insolvenzverfahrens will das Unternehmen den Verkauf in den Filialen uneingeschränkt weiter betreiben. Alle Geschäfte bleiben demnach weiterhin geöffnet.

Die Gehälter der 1800 Mitarbeiter des Schuhhändlers werden durch die Bundesagentur für Arbeit in den kommenden drei Monaten gesichert, so die Tagesschau. Ab Dezember 2022 sollen die Gehälter wieder aus unternehmenseigenen Mitteln gezahlt werden (mehr Service-Themen bei RUHR24).

Traditionsunternehmen ist pleite – Görtz will sich nach Insolvenz eigenständig sanieren

Trotz des Verkaufseinbruchs des Unternehmens sei eine Sanierung und Neuaufstellung geplant. Somit gibt es noch Hoffnung für die rund 160 Filialen in Deutschland und Österreich. Das bisherige Management des Hamburger Unternehmens werde während des Schutzschirmverfahrens weiterhin im Amt bleiben. Die Geschäftsführer planen eine konsequente und zukunftsfähige Restrukturierung, um Görtz als Marke zu erhalten.

Ein bekanntes Schuhunternehmen meldet Insolvenz an.

Die kommenden drei Monate sind für die Rettung des Unternehmens entscheidend. Die Geschäftsführung will einen Sanierungsplan vorlegen. Insolvenzanwälte und Sanierungsexperten sind im Verfahren ebenfalls beteiligt.

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