Gefrierender Regen

Alarmstufe Rot: Glatteisgefahr hält weiter an - wo es besonders gefährlich ist

Nach Sonne und Schnee wird das Wetter in Deutschland nun grau und regnerisch. Das bedeutet aber auch: Akute Glatteisgefahr droht. Laut dem DWD ist NRW besonders stark betroffen.

Dortmund – Ein bisschen hätte das Winterwunder-Land noch bleiben können: Blauer Himmel und weiße Schneelandschaft sieht man in NRW doch allzu selten. Doch nun kündigen sich mildere Temperaturen an - die den Straßenverkehr und die ÖPNV allerdings erneut lahmlegen könnten.

BehördeDeutscher Wetterdienst (DWD)
HauptsitzOffenbach am Main
Staatliche EbeneBund (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)
Gründung1952

Glatteis-Gefahr droht: Deutscher Wetterdienst meldet Alarmstufe Rot

Die Böden sind von den Schneemassen der letzten Woche noch durchgefroren. Auch ist die weiße Pracht noch nicht gänzlich verschwunden und ziert an vielen Stellen noch immer die Straßen. Der am Montag (15. Februar) von Westen her aufziehende Regen harmoniert damit aber gar nicht gut.

So warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor akuter Glatteisgefahr. Denn sobald der Regen einsetzt, könnte es auf den Straßen zu Blitzeis kommen. „Es ist mit zum Teil erheblichen Einschränkungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen“, heißt es in der Mitteilung der Wetter-Experten.

Wetter in Deutschland und NRW: Blitzeis aufgrund von Regen droht

Konkret lautet die Wetter-Vorhersage des DWD für Nordrhein-Westfalen: „Vormittags in der Westhälfte, gegen Mittag und am Nachmittag in der Osthälfte gefrierender Regen mit Glatteisgefahr (Unwetter). Windig, im Bergland teils stürmisch.“ Der Regen könnte vor allem am Vormittag für Glatteis sorgen – und damit den Berufsverkehr erneut lahmlegen.

Der Regen sollte bereits in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 7 Uhr einsetzten. Teils könne er zuerst als Schnee, später dann aber als Regen niederschlagen. Das drohende Blitzeis beschreibt der Deutsche Wetterdienst als eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Die Experten verhängten Alarmstufe Rot (Stufe 3) für das drohende Glatteis, wenn der Regen auf die gefrorenen Böden trifft (mehr News zu Wetter und Klima bei RUHR24.de).

Glatteis-Warnung in NRW und Deutschland: Zögerliche Milderung am Mittag möglich

Erst am Nachmittag könne sich eine „zögerliche Milderung und nachlassende Glatteisgefahr“ einstellen. Denn dann kommt der Ausläufer eines Tiefs nach Nordrhein-Westfalen und bringt mildere Luft mit. Doch damit ist die Glatteisgefahr noch nicht gänzlich vorbei.

So geht der DWD in seiner Wetter-Vorhersage für die Woche davon aus, dass die Glatteisgefahr auch noch am Dienstag und Mittwoch anhält. Insbesondere dort, wo keine dicke Schneedecke liegt, seien die Böden besonders tief durchgefroren – teils bis zu 20 Zentimeter Tiefe. Hält der Regen an, kann es hier die ganze Woche zu Glatteis an diesen Stellen kommen.

Glatteis in NRW: Schulausfall und erste Unfälle

Der Hinweis des Deutschen Wetterdienstes lautet also auch in dieser Woche: Autofahren vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben – ein Déjà-vu von vergangener Woche, wo Schnee den Wochenstart erschwerte. In Münster hat man bereits am Montag (15. Februar) erste Vorkehrungen getroffen und auf die Warnung reagiert.

Glatteis-Warnung für NRW und Deutschland: Zu Hause bleiben und Auto stehen lassen, rät der DWD.

So blieben die Schulen und Kitas aufgrund der Glatteisgefahr am Rosenmontag (15. Februar) auch für die Notbetreuung geschlossen. Die Kombination aus Regen und Bodenfrost könne zu großflächigen und tückischen Glatteisflächen auf Wegen zu Kitas und Schulen und auf den Geländen der Einrichtungen führen, erklärte die Stadt bereits am Sonntag.

Die Deutsche Presseagentur (dpa) meldete außerdem bereits die ersten Unfälle. So kam unter anderem in Mülheim an der Ruhr ein Auto aufgrund von Straßenglätte von der Straße ab und knallte gegen einen Baum. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt.

Glatteis-Warnung in Deutschland: Wo man besonders aufpassen sollte

Auch wenn laut dem DWD insbesondere der Westen in Deutschland, also Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen und Hessen und das Saarland am stärksten von dem drohenden Glatteis betroffen sind, gilt die Warnung auch für andere Bundesländer.

Auch für die nördlichen Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie den westlichen Teil Thüringens gibt es am Montag Glatteiswarnungen. Allerdings stufte der DWD hier Warnung mit der Stufe 2 ein. Im Norden Deutschlands bleibt man noch verschont. Doch auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen wird sich der Schnee voraussichtlich am Dienstag zu Regen verwandeln und Glatteis ist möglich.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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