Immer mehr Sichtungen

Ausbreitung der Nosferatu-Spinne – diese Gebiete sind stark betroffen

In Deutschland häufen sich die Funde der Nosferatu-Spinne, sodass der Naturschutzbund ein Meldeportal eingerichtet hat. Wo sie sich besonders wohlfühlt, zeigt eine Karte.

Dortmund – Manche interessiert es nicht, ob sich eine Spinne in ihrem zu Hause aufhält, andere bekommen schon allein bei dem Gedanken daran schwitzige Hände und schlotternde Knie. Besonders besorgniserregend dürfte für alle, die Angst haben, die Nosferatu-Spinne sein. Sie sieht durch ihre sechs Zentimeter Spannweite und haarigen Beinen nicht nur bedrohlich aus, sondern kann dem Menschen durch ihr Gift sogar gefährlich werden.

WebspinneNosferatu-Spinne
Höhere KlassifizierungZoropsis
Wissenschaftlicher NameZoropsis spinimana

Deutschlandkarte zeigt: Besonders wohl, fühlt sich die Nosferatu-Spinne am Rhein

Aktuell taucht die Nosferatu-Spinne häufiger in den Medien auf, da derzeit eine rasche Verbreitung beobachtet wird. Mittlerweile bittet sogar der Naturschutzbund darum, Sichtungen des Tieres im Meldeportal zu vermerken, welches eigens dafür eingerichtet wurde, berichtet echo24.de.

Vor allem am Rhein fühlt sich die Nosferatu-Spinne wohl. Grund für die rasante Verbreitung ist vermutlich hauptsächlich das Klima, denn die Nosferatu-Spinne stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum in Südeuropa und Nordafrika. In Deutschland wurde sie laut Arachnologischer Gesellschaft bisher hier gesichtet:

Hier wurde die Nosferatu-Spinne bislang gesichtet.

Die schnelle Verbreitung der Nosferatu-Spinne kommt auch durch ihre schnelle Vermehrung

Wärme ist dem Krabbeltierchen also wichtig. Daher sollte man, wenn man die Spinne nicht in seinem Haus haben möchte, die Fenster in der kommenden kalten Jahreszeit schließen. Unschöne Vorstellung, aber: Wenn es zur Begegnung mit der Nosferatu-Spinne kommt, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Besonders erstaunlich ist die Anzahl an Eiern, die eine Nosferatu-Spinne legt. In einer Beobachtung im Naturkundemuseum Leipzig, welche mehrere Monate andauerte, baute das Tier bereits nach 14 Tagen einen Kokon. Dieser beinhaltete 182 Eier. In den darauffolgenden Monaten legte das Spinnenweibchen erneut Eier, allerdings immer weniger. Aber Moment mal: Wie kann ein Weibchen denn alleine Eier legen? Braucht es dazu kein Männchen?

Die Nosferatu-Weibchen verfügen über sogenannte Spermatheken, das heißt sie lagern Sperma ein, erklärt ein Experte gegenüber dem MDR. „Die Spermaspeicherung kann somit als starker Faktor bei der Etablierung der Art angenommen werden. Zoropsis Spinimana [(Nosferatu-Spinne)] produziert zum einen viele Nachkommen, zum anderen baut sie mehrfach Kokons und kann über einen längeren Zeitraum befruchtete Eier ablegen. Das ist einfach eine super-robuste Spinne.“

Rubriklistenbild: © Robert Pfeifle/dpa