Tipps für Pflanzen und Garten

Pflanzen niemals mit Leitungswasser gießen – acht Blumen gehen dann kaputt

Pflanzen und Blumen gießen erscheint simpel – doch nicht alle Gewächse sollten mit Leitungswasser gepflegt werden. 

Dortmund – Wasser in die Gießkanne, vielleicht noch Dünger hinzufügen und dann rein in den Blumentopf oder auf‘s Beet – in der Theorie ist Blumengießen einfach. Doch nicht alle Pflanzen vertragen einfaches Leitungswasser. Aber wieso nicht?

Leitungswasser zum Gießen benutzen: Nicht alle Pflanzen vertragen es

Grundsätzlich gibt es viele Gründe, warum Pflanzen in der Wohnung oder im Garten eingehen und man sie früher oder später aufgeben muss. Der falsche Standort, zu wenig oder zu viel Wasser kommen beispielsweise als häufige Ursache infrage. Das Wasser selbst wird wahrscheinlich erst viel später als Übeltäter vermutet.

Tatsächlich ist Leitungswasser aber nicht ideal für die einige Pflanzen. Optimalerweise hat Gießwasser einen pH-Wert von 6, wie Bild der Frau berichtet. Das Wasser aus der Leitung hat meistens aber einen höheren pH-Wert, es enthält viel Kalzium und Magnesium. Diese können etwa zu kalkhaltigen, weißen Ablagerungen auf der Blumenerde führen. Sie sehen schnell nach Schimmel aus.

Allerdings unterscheidet sich der genaue pH-Wert des Leitungswassers je nach Region. Den Wert kann man beispielsweise beim zuständigen Wasserversorger abfragen.

Nicht jedes Wasser zum Gießen ist geeignet: Pflanzen richtig pflegen

Aber keine Panik: Wer einmal zum Leitungswasser greift, schadet der Pflanze eher nicht. Über einen längeren Zeitraum kann sich der Kalk in der Blumenerde sammeln. Somit steigt auf der pH-Wert der Erde und die Blume kann immer weniger Nährstoffe aufnehmen.

Neben unschönem, weißen Belag hat das auch sogenannte Blattchlorose zur Folge. Hierbei verfärben sich die Blätter gelb und die Pflanze geht früher oder später ein, wenn diese Mangelerscheinung nicht gestoppt wird.

Nicht alle Pflanzen mögen Leitungswasser.

Pflanzen gießen: Diese Sorten mögen Leitungswasser nicht

Besonders empfindlich gegenüber Leitungswasser sind sogenannte Epiphyten. Dazu zählen auch sehr beliebte Pflanzen wie:

Leitungswasser nicht zum gießen benutzen: Regenwasser ist besser für Pflanzen

Aber womit dann Gießen? Das Zauberwort heißt Regenwasser. Dieses ist sowohl für Zimmerpflanzen als auch Gewächse draußen gut geeignet, weil es fast komplett frei von Mineralien und Kalk ist. Wer einen Garten hat, kann das Wasser dort in einer Regentonne auffangen. Doch auch auf dem Balkon kann man Regenwasser sammeln.

Wenn es keine Möglichkeit gibt, Regenwasser aufzufangen, hilft ein Trick: Leitungswasser kann mit destilliertem Wasser verdünnt werden, um es weicher zu machen. So ist es besser für Pflanzen geeignet. Ein Mischverhältnis von zwei Teilen Leitungswasser und einem Teil destilliertem Wasser ist ideal.

Alternativ kann man Leitungswasser auch länger in der Gießkanne lagern, weil Kalk als Feststoff sich dann auflöst. Das Gleiche passiert mit Wasser, das auf mindestens 60 Grad erhitzt wird. Vor dem Gießen sollte es aber unbedingt auskühlen.

Rubriklistenbild: © Edophoto/Panthermedia/Imago; Gottfried Czepluch/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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