Lebensmittel-Warnung

Gewürz-Rückruf: Vorsicht vor Zimt und Curry – Gefahr in Verzug

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt aktuell vor zwei Gewürzen. Sie enthalten zu viel von einer giftigen Substanz.

Update, Mittwoch (8. Dezember), 12.24 Uhr: Nun hat ein weiterer Gewürz-Hersteller einen Rückruf bekannt gegeben. Der Gewürzvertrieb Nordrhein muss Zimt und zwei Curry-Sorten zurückrufen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie mit Ethylenoxid verunreinigt sind. Auch diese Gewürze können zurückgegeben werden.

Betroffen sind folgende Sorten:

  • Artikel: Zimt gemahlen
    Charge R04080-5170
    Charge R15101-5170
    Charge R19111-5170
  • Artikel: Curry Thai
    Charge R27081-5118
    Charge R15101-5118
  • Artikel: Curry indisch
    Charge R22041-5125
    Charge R27081-5125
    Charge R24111-5125
Diese Gewürze sind ebenfalls von einem Rückruf betroffen.

Gewürz-Rückruf in Deutschland: Bundesamt warnt

Erstmeldung, Montag (6. Dezember), 21.11 Uhr: Das eine Gewürz ist eine beliebte Zutat für Weihnachtsrezepte, das andere für asiatische Speisen: Zimt und Curry werden aktuell in Deutschland zurückgerufen. Neben NRW sind vier weitere Bundesländer von dem Rückruf betroffen: Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Rückruf-Warnung durchBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Präsident Friedel Cramer
HauptsitzBraunschweig, Niedersachsen

Rückruf von Gewürzen: Zimt und Curry mit zu viel Ethylenoxid belastet

Konkret geht es um diese beiden Produkte:

  • Zimt gemahlen, Tarcin ögütülmüs (Mindesthaltbarkeitsdatum 30.04.2023, Losnummer 00052633)
  • Curry Madras, Köry aci (Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2023, Losnummer 00058704)

Beide Gewürze stammen von der Marke „Gewürzmühle Friedberg“. Verkauft wurden die Gewürze des Unternehmens in verschiedenen Verpackungen. Und zwar im 75-Gramm-Beutel, im 60-Gramm-Glas, in der 140-Gramm-PET-Verpackung und der 300-Gramm-PET-Verpackung.

Unter anderem in diesen Beutelchen wurden der Zimt und das Curry der „Gewürzmühle Friedberg“ zurückgerufen.

Laut Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit enthalten die genannten Gewürze zu viel Ethylenoxid. Ein zugelassener Grenzwert wurde demzufolge überschritten. Das war jüngst auch bei weiteren Gewürzen der Fall: Nelken der Marke „Denree“ und Kurkuma der Marke „Vom Achterhof“.

Ethylenoxid ist ein Pflanzenschutzmittel und wird zur Bekämpfung von Bakterien und Pilzen eingesetzt. Es kann bei Menschen das Erbgut verändern, Krebs erzeugen und ist in der Lebensmittelproduktion in Europa deswegen verboten. Ausschlaggebend für die Auslösung der genannten Krankheiten sind allerdings größere Mengen der Substanz. (Hier weitere News zu Rückrufen und Warnungen bei RUHR24 lesen).

Großer Gewürz-Rückruf in Deutschland: Zimt und Curry enthalten zu viel einer giftigen Substanz

Die betroffenen Chargen sollten dennoch nicht mehr verzehrt werden. Weitere Chargen seien nicht betroffen, teilte die Gewürzmühle Friedberg mit. Wer ein vom aktuellen Rückruf betroffenes Gewürz daheim hat, kann sich den Kaufpreis dort erstatten lassen, wo das Produkt erworben wurde.

Übrigens: Zimt ist nicht gleich Zimt. Manche Sorten sind gesünder, als andere. Dabei spielen natürlich enthaltene Substanzen eine Rolle – und kein zusätzlich hinzugefügtes Pflanzenschutzmittel, wie im Falle des Rückrufs.

Rubriklistenbild: © Roland Schlager/dpa

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