Wichtiger Kundenhinweis

Rückruf: Stoff in Getreide kann im Körper „giftige Wirkung entfalten“

Rückruf von Getreide: In einer Weizen-Sorte wurden krebserregende Stoffe gefunden.

Dortmund – Nach der eindringlichen Warnung vor einem Getränk, bei dem aufgrund von Ecstasy Lebensgefahr besteht, folgt nun schon der nächste Rückruf. Dieser ist zwar nicht ganz so drastisch, doch Kunden sollten den Hinweis unbedingt ernst nehmen. In einem Getreide wurde PAK nachgewiesen – eine Substanz, die als krebserregend und erbgutverändernd gilt.

Getreide­produktFreekeh
VerarbeitungUnreif geernteter und über offenem Feuer getrockneter und gerösteter Hartweizen
HauptbestandteilNordafrikanische und levantinische Küche

Rückruf von Getreide: Grüner Hartweizen mit krebserregender Substanz belastet

Der Rückruf betrifft das Unternehmen Baladna mit Sitz in Essen (NRW), das das verunreinigte Getreide vertreibt. In einer aktuellen Mitteilung informiert der Lebensmittelhersteller seine Kunden darüber, dass „in dem Produkt Baladna gerösteter Grünweizen einzelne Fälle von erhöhten PAK-Gehalt bekannt geworden“ seien und gibt folgende Details zu dem Rückruf bekannt:

  • Artikel: Baladna gerösteter Grünweizen Freekeh
  • Inhalt: 800 Gramm
  • EAN: 8681506260444
  • Charge: FA0619-6/MHD 30.06.2022
    Charge: FA0619-56/MHD 19.11.2022
    Charge: FA0619-303/MHD 03.03.2023
    Charge: FA0619-301/MHD 03.03.2023
Dieser grüne Weizen ist von einem Rückruf betroffen.

Getreide-Rückruf: Unternehmen warnt Kunden wegen bedenklichem Fund

Kunden sollten den Rückruf unbedingt ernst nehmen und nachsehen, ob sie das Getreide gekauft haben oder eine der betroffenen Chargen zu Hause im Vorratsschrank gelagert haben. Denn wie das Umweltbundesamt informiert, ist mit PAK nicht zu spaßen.

PAK steht für Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe. Es handelt sich dabei um eine chemische Stoffgruppe, die laut der Behörde „seit Jahrzehnten wegen ihrer problematischen Eigenschaften für Mensch und Umwelt im Fokus von Wissenschaft und Öffentlichkeit steht“.

PAK lassen sich schlecht oder gar nicht in der Umwelt abbauen und können sich in Organismen anreichern. Das wiederum hat auch auf den Menschen Auswirkungen. Denn auch im Körper können sich die Stoffe anreichern und dann über „längere Zeit ihre giftige Wirkung entfalten“, heißt es vonseiten des Umweltbundesamtes. Außerdem gelten PAK als krebserregend.

Rückruf von Freekeh: Getreide mit krebserregender und giftiger Substanz verunreinigt

Das Umweltbundesamt klärt weiterhin darüber auf, wie es zur Verunreinigung mit PAK kommen. So heißt es: „Bei jedem Verbrennungsprozess von organischem Material, sei es beispielsweise durch Holz, Kohle, Öl, Diesel oder Tabak.“

Im Fall des Getreide-Rückrufs lässt sich die Verunreinigung dadurch möglicherweise erklären. Denn bei Freekeh handelt es sich um unreif geernteten Hartweizen, der dann über offenem Feuer getrocknet und geröstet wird. Ob das jedoch wirklich der Grund für den PAK-Fund ist, gibt das Unternehmen nicht an.

Getreide-Rückruf wegen gesundheitsschädigender Substanz: Wichtige Kundeninformation

Wenn nicht gerade PAK nachgewiesen wird, gilt das Getreide jedoch als echtes „Superfood“. Freekeh ist reich an Ballaststoffen und eine wertvolle Proteinquelle. Mit Ausnahme von den vom Rückruf betroffenen Chargen darf der Weizen daher durchaus öfter auf dem Speiseplan landen.

Sind Verbraucher jedoch von dem Rückruf betroffen, sollten sie das Getreide unbedingt zurückgeben oder -schicken. Kunden erhalten laut Unternehmensaussage dann Ersatz oder ihr Geld zurück. Allerdings informiert Baladna nicht darüber, wo oder in welchem Supermarkt das Getreide erhältlich war.

Rubriklistenbild: © Ashraf Amra/Imago

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