Wichtige Verbraucherinformation

Nächster Getränke-Rückruf: Bundesamt reagiert viel zu spät

Aufgrund einer „organoleptischen Veränderung“ ist ein isotonisches Getränk von einem Rückruf betroffen. Was es damit auf sich hat:

Dortmund – Nach einem Vodka-Rückruf folgt nun die nächste Getränke-Warnung. Insbesondere Menschen, die gerne mal zu isotonischen Drinks greifen, sollten ihren Vorratsschrank prüfen und nachsehen, ob sie von dem aktuellen Rückruf betroffen sind. Es geht um ein Sportgetränk der Marke Aptonia.

Nächster Getränke-Rückruf: Decathlon muss bei Eigenmarken-Produkt handeln.

Aptonia ist eine der Eigenmarken von Decathlon. Der Sportartikelhersteller hatte bereits am 14. Oktober über den Rückruf informiert. Jetzt – erst zwei Monate später – ziehen auch die deutschen Behörden nach. Beispielsweise das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht eine Warnung.

Doch auch zwei Monate später ist der Rückruf noch aktuell. Denn das Produkt hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 03.02.2023. Verbraucher, die also gerne auf Vorrat kaufen, könnten von der Produktwarnung immer noch betroffen sein. Folgende Details sind daher zu beachten:

  • Produkt: Iso-Sportgetränk, trinkfertig orange
  • Marke des Produkts: Aptonia
  • Inhalt: 500 Milliliter
  • Strichcode: 3583787609163 und 3583787609217
  • Betroffene Charge: Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 03.02.2023
Dieses Getränk von Decathlon ist von einem Rückruf betroffen. Es schmeckt und riecht anders.

Isotonisches Getränk – was bedeutet das?

Ein Getränk gilt laut AOK immer dann als isotonisch, wenn es in etwa dieselbe Konzentration an Elektrolyten hat wie das Blut. Das können Mineralstoffe, Zuckermoleküle oder Vitamine sein. Studien haben gezeigt, dass der Körper seinen Flüssigkeitsverlust – beispielsweise durch Sport – mit isotonischen Getränken besser wieder auffüllen kann.

Es muss aber nicht immer das teure Sportgetränk vom Fachhändler sein. Auch Apfelschorle, alkoholfreies Bier, ein Glas fettarme Milch oder einfach nur Mineralwasser haben eine isotonische Wirkung.

Getränke-Rückruf wegen Veränderungen bei Geschmack und Geruch

Decathlon weist selbst darauf hin, dass der Aushang, mit dem in den Filialen über den Rückruf informiert wird, bis mindestens 7. April 2023 hängen bleiben muss. Und der Grund für den Rückruf?

Laut dem Sportartikelkonzern soll das Team der Marke Aptonia bei dem genannten Produkt eine sogenannte organoleptische Veränderung festgestellt haben. Organoleptische Parameter sind laut der Umweltdatenbank Wassereigenschaften, die sensitiv beurteilbar sind. Das können zum Beispiel eine veränderte Färbung, Geruch oder Geschmack sein.

Das isotonische Getränk von Decathlon soll den Herstellerangaben zufolge anders riechen und schmecken. „Es handelt sich dabei um das potenzielle Vorhandensein einer Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigung“, heißt es in der Mitteilung. Statt nach Orange soll der Iso-Drink eher nach Essig riechen und schmecken.

Rückruf bei Decathlon – das müssen Kunden über das betroffene Getränk wissen

Den Grund, für die sensorische Veränderung oder ob diese möglicherweise gesundheitsschädigend sein kann, gibt Decathlon nicht an. Allerdings bittet der Konzern seine Kunden, die vom Rückruf betroffenen Produkte auf keinen Fall weiterzuverwenden – das gelte auch für angebrochene Produkte.

Verbraucher, die das Getränk gekauft haben, können es in jeder beliebigen Filiale zurückgeben und bekommen den Einkaufspreis erstattet. Außerdem gibt Decathlon an, dass der Rückruf ausschließlich für Getränke gilt, die zwischen dem 12. August 2022 und einschließlich dem 30. September 2022 gekauft wurden und die obengenannten Chargennummern aufweisen. Diese sind übrigens am oberen Rand der Flasche zu finden.

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