Energiesparen vs. Hygiene

Spülen mit kaltem Wasser – Sparmaßnahme hat einen gefährlichen Nachteil

Wer statt warmem lieber kaltes Wasser zum Geschirrspülen verwendet, kann zwar Energie sparen. Doch die vermeintlich gute Idee birgt auch ein Risiko.

NRW – Im Haushalt Energie zu sparen, ist leichter, als man zunächst vielleicht denken mag. Schließlich können Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich der größten Stromfresser im Haushalt bewusst sind, dank einfacher Tricks Strom und Gas sparen. Wer nun allerdings beim Geschirrspülen den Verbrauch und die Kosten senken will, sollte einen gefährlichen Nachteil im Hinterkopf haben.

UmweltbundesamtZentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland
Gründung22. Juli 1974
DachorganisationBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Verbraucher sollen Strom sparen – Warmwasser sollte sinnvoll genutzt werden

Überall im Alltag sind Verbraucher in Deutschland dazu angehalten, ihren Verbrauch an Strom und Gas zu reduzieren. Durch effizientes Heizen und Lüften oder auch durch eine sinnvolle Nutzung von Warmwasser soll das laut der Bundesregierung gelingen (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Stichwort Warmwasser: Das ist nicht nur beim Duschen, wo man dank einer unterschätzten Alternative Strom und Geld sparen kann, sondern vor allem beim Geschirrspülen wichtig. Wer beim Reinigen per Hand allerdings auf kaltes Wasser zurückgreift, sollte sich hier laut Bunte bestimmte Vor- und Nachteile bewusst machen.

Kaltes Wasser beim Geschirrspülen: Einige Vor-, aber ein entscheidender Nachteil

Natürlich ist der Stromverbrauch reduziert, wenn das Wasser zum Geschirrspülen kalt ist und nicht vorher erhitzt werden muss. Außerdem ist kaltes Wasser hautschonender und vor allem für ein oberflächliches Wegspülen von Essensresten vor dem Einsatz der Spülmaschine gut geeignet.

Doch da sich in der Küche laut ARD Alpha mehr Bakterien tummeln als im Klo, ist warmes Wasser zum Reinigen von Tellern und Besteck prinzipiell ratsamer. Hygiene ist nicht nur im Bad, sondern laut dem Umweltbundesamt auch in der Küche besonders wichtig, „denn Bakterien und Schimmelpilze vermehren sich besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit“.

Bakterien können Magen-Darm-Infekt auslösen – und dank kaltem Wasser verschont werden

Verbraucher, die nun auf kaltes anstatt auf warmes Wasser setzen, laufen Gefahr, Fett oder Bakterien zu schonen und das Geschirr ungereinigt in die Schubladen oder Regale zu stellen. Laut ARD Alpha können diese im schlimmsten Fall eine Magen-Darm-Infektion mit sich bringen. Was bei einer Magen-Darm-Grippe und den damit verbundenen Symptomen helfen kann, weiß Merkur.

Überhaupt sollte man das Geschirr bald nach der Mahlzeit reinigen, ansonsten können es sich Krankheitserreger auf Tellern und dem Besteck gemütlich machen. Insgesamt gilt: Je wärmer das Wasser, desto sauberer das Geschirr, erklärt Bunte.

Wer das dreckige Geschirr per Hand mit einem Putzlappen reinigt, sollte diese außerdem hin und wieder waschen. Obendrein sollten Putzschwämme regelmäßig ausgewechselt werden, spätestens dann, wenn sie anfangen, unangenehm zu riechen.

Beim Geschirrspülen ist es trotz der Einsparung von Energie nicht unbedingt ratsam, kaltes Wasser zu verwenden.

Kaltes Wasser beim Geschirrspülen nicht ratsam: Spülmittel büßt Wirkung ein

Dreckiges Geschirr mit kaltem Wasser zu spülen, ist auch aus einem anderen Grund nicht unbedingt empfehlenswert: Schließlich entfaltet Spülmittel seine Wirkung beim Einsatz von warmem Wasser am besten.

Wer effizient Energie sparen will, kann sowohl etwas warmes als auch kaltes Wasser nutzen. Bunte rät dazu, „Essensreste zunächst mit kaltem Wasser wegzuspülen“, bevor das „Geschirr mit Spülmittel und warmen Wasser“ gereinigt wird.

Anschließend kann es nochmal mit kaltem Wasser abgespült werden. Hinterher sollte alles gut abgetrocknet werden.

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