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Geschenke im Corona-Lockdown umtauschen – die Regeln in Deutschland

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Weihnachtsgeschenke trotz Lockdown umtauschen? Jetzt gelten besondere Regeln.

Der große Umtauschwahn nach Weihnachten? Nicht in diesem Jahr. Denn die Geschäfte haben wegen des Corona-Lockdowns geschlossen.

Nordrhein-Westfalen - Die Feiertage sind vorbei und das neue Jahr startet langsam. Normalerweise gibt es in den Geschäften zu dieser Zeit einen großen Ansturm, um die Gutscheine einzulösen und missglückte Weihnachtsgeschenke umzutauschen. Aber die Geschäfte sind wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. Bedeutet: Der große Umtauschwahn nach Weihnachten muss warten - die Frage ist nur, wie lange noch und wie sich die Fristen durch die Umstände verändern.

Geschäfte geschlossen: Alle Fristen zum Umtausch der Geschenke nach Weihnachten im Corona-Lockdown

Grundsätzlich gilt: Händler sind nicht verpflichtet Ware wieder zurückzunehmen. Vor allem nicht, wenn der Artikel einfach nur nicht gefällt. Die meisten Händler sind jedoch bereit, die Waren aus Kulanz freiwillig zurückzunehmen. Wie der NDR berichtet, können sie die Bedingungen dazu aber selber festlegen. Zum Beispiel, ob der Kunde das Geld oder nur einen Warengutschein (alle Infos zu Gutscheinen und welche Bedingungen aktuell gelten) zurückbekommt. Dazu gehört auch die Umtauschfrist.

In jedem Fall sollten Kunden den Kassenbon aufbewahren. Denn in den meisten Geschäften ist ein Umtausch nur mit dem Beleg möglich. Auf ihm steht in der Regel auch die Frist für den Umtausch. Meistens liegt die Frist bei 14 Tagen, wird aber zu Weihnachten von vielen Händlern verlängert.

Umtausch im Corona-Lockdown: Wie lange können Weihnachtsgeschenke umgetauscht werden?

Aktuell ist es jedoch schwierig die ursprüngliche Frist einzuhalten, wenn alle Geschäfte wegen des Corona-Lockdowns geschlossen haben - das ist bisher einzigartig (alle Artikel zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de). Daher gibt es derzeit noch keine gerichtlichen Entscheidungen dazu, wie die Verbraucherzentrale Berlin gegenüber der Tagesschau äußert. So ist die Situation aktuell:

  • Grundsätzlich herrscht keine Verpflichtung die Umtauschfrist anzupassen und zu verlängern.
  • Viele Händler verlängern die Frist nach Weihnachten allerdings.

„Das vereinbarte Umtauschrecht muss trotz Lockdown gewahrt werden. Dies ist nur möglich, wenn die Frist für den Umtausch verlängert wird. Konkret: Die Umtauschfrist kann erst beginnen, wenn die Geschäfte wieder geöffnet haben. Denn erst dann ist es möglich, die Waren zurückzugeben“, so die Verbraucherzentrale Berlin zu der besonderen Situation nach Weihnachten.

So gelingt der Umtausch der Geschenke nach Weihnachten trotz Corona-Lockdown

Verbraucher sollten wegen der unklaren Situation auf Nummer sicher gehen: Sie sollten sich noch während der geltenden Umtauschfrist im Lockdown bei dem jeweiligen Geschäft melden und den Umtausch anmelden. Dann können Händler ihre möglicherweise veränderten Umtauschfristen nach Weihnachten klarmachen. Außerdem rät die Verbraucherzentrale davon ab, Umtauschware während des Corona-Lockdowns an den Händler zu schicken (alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im NRW-Ticker).

Wer vergangenes Weihnachten alle Geschenke online gekauft hat, wird bei einem möglichen Umtausch weniger Probleme haben. Hier sind Verbraucher in den meisten Fällen nicht auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Sondern die meisten Online-Kaufverträge können innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, wie die Verbraucherzentrale Hamburg schreibt.

Video: Weihnachtsgeschenke: So läuft der Umtausch trotz Lockdown

Ein Umtausch ist jedoch nicht mit einer Reklamation zu verwechseln. Wenn die gekaufte Ware kaputt ist oder Mängel hat, kann diese zwei Jahre lang reklamiert werden. Verbraucher kriegen allerdings nicht unbedingt sofort ihr Geld zurück. Händler haben die Möglichkeit die Ware zu reparieren oder gegen ein neues Produkt umzutauschen. Um sicherzugehen, sollten Käufe mit Defekten direkt reklamiert werden.

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