Zuhause zum Blühen bringen

Pflanzen mit Samen vorziehen: Bei typischen Fehler war alles umsonst

Samen gibt es nicht nur von Gemüse sondern auch von anderen Pflanzen. Im Frühjahr startet die Aussaat. Dabei kann einiges schiefgehen.

Deutschland – Der Frühling bietet meist, sofern das Wetter stimmt, die besten Möglichkeit, um Garten und Balkon mit Aussaaten zum Blühen zu bringen. Dabei müssen es nicht unbedingt die fertigen Blumen aus dem Gartencenter oder Baumarkt sein. Mit Samen können etwa Kräuter wie Rosmarin selbst gepflanzt und geerntet werden.

JahreszeitFrühling
BeginnSonntag, 20. März 2022
EndeDienstag, 21. Juni 2022

Samen im Frühling säen: Gemüse und Zierpflanzen selber züchten

Samen gibt es in Tüten oder kleinen Pappschachteln zu kaufen. Die Symbole auf den Tütchen der Blumensamen geben bereits erste Hinweise darauf, wie man die Körner und die daraus entstehenden Pflanzen zu pflegen hat. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Samen nicht keimen und man scheinbar vergeblich auf die Erde im Blumentopf oder im Beet schaut.

Ein Grund dafür kann sein, dass das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde. Denn ähnlich wie bei Lebensmitteln, können auch die Körner, aus denen im Frühjahr Pflanzen sprießen sollen, für gewöhnlich nicht unbegrenzt verwendet werden. Wie lange man die Samen verwenden kann, hängt davon ab, was sich daraus entwickeln soll.

Nach Angaben des Portals Mein schöner Garten sind die Samen von Zwiebeln, Pastinaken und Schnittlauch nur etwa ein Jahr lang haltbar. Länger verwenden kann man die Körner von Möhren, die man nach der Ernte richtig lagern sollte. Insgesamt kann man sie etwa zwei Jahre lang aussähen. Sogar bis zu vier Jahre lang sind die Samen von Gemüse, wie Tomaten, Gurken und Kohl verwendbar. Kürbis, den man nach der Ernte einfrieren kann, lässt sich bis zu fünf Jahre nach dem Kauf der Samenpackung ziehen.

Aussaat im Frühling: Samen keimen nicht – Alter der Körner überprüfen

Ob ältere Samen noch verwendbar sind, kann man mit einem einfachen Test herausfinden. Dazu einfach Küchenpapier befeuchten und die Körner darauf verteilen. Das Portal Mein schöner Garten empfiehlt, anschließend 20 Samen darauf zu verteilen, das Papier dann aufrollen und bei Zimmertemperatur in einer durchlöcherten Folientüte aufzubewahren. Sobald die auf der Verpackung angegebene Keimdauer erreicht ist, gilt es nachzuschauen, bei wie vielen Samen sich etwas verändert hat.

Hat nur ein Drittel gekeimt, sollte die Packung nicht mehr weiter verwendet werden. Bei über eine Hälfte entwickelten Sprossen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass aus den Samen bei der richtigen Pflege auch große Pflanzen wachsen (weitere Garten-News und Tipps bei RUHR24).

Aussaat im Frühling: Vorsicht bei Schimmel auf der Erde – Bedürfnisse der Samen kennen

Neben dem Alter vom Saatgut ist auch die Lagerung dabei entscheidend, ob Gemüse, Zierpflanzen und Co. richtig sprießen. Vermeidet werden sollten laut 24garten.de unbedingt zu viel Feuchtigkeit, etwa durch das Gießen, und Plastiktüten. Für die Aufbewahrung sollte es auch nicht zu warm sein. Optimal soll eine Temperatur von zehn Grad Celsius sein. Außerdem sollte die Luftzirkulation passen und die Papiertüten mit den Körnern vor Sonnenlicht geschützt werden.

Ein wichtiger Unterschied, den Hobby-Gärtner kennen sollten, ist der zwischen Lichtkeimern und Dunkelkeimern, also Samen, die sich in der Dunkelheit entfalten wollen. Sind die Körner, die Licht benötigen, zu tief eingebuddelt, können sie sich nicht entwickeln. Auch andersherum kann es ein Problem sein. Wer Pflanzen selber züchten möchte, sollte außerdem darauf achten, dass die Erde keine Pilze oder Schimmel aufweist.

Weißer Belag auf der Blumenerde kann auf Schimmel hindeuten.

Auch das Wetter im Frühling hat einen Einfluss auf das Wachstum der Samen. So ist es beispielsweise ratsam, die Pflanzen im Frühjahr erst drinnen vorzuziehen, statt direkt draußen einzupflanzen. Die sogenannten Eisheiligen, die im April noch Kälte und Schnee bringen können, sollten zunächst abgewartet werden, bevor Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon ihr Zuhause finden.

Rubriklistenbild: © Martina Raedlein/Imago

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