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Gemüse anbauen und noch im Winter ernten – bei sechs Sorten kein Problem

Im Winter muss nicht auf frisches Gemüse aus dem Garten verzichtet werden. Bestimmte Sorten sind hart im Nehmen und wachsen auch in den kalten Monaten.

Dortmund – Leckeres Gemüse aus dem eigenen Garten, das geht auch im Winter. Wenn es kälter wird, ist es erst einmal vorbei mit lokal im Freien angebautem Sommergemüse wie Tomaten, Auberginen und Paprika. Andere Sorten sind aber genau für die Winterzeit geschaffen. Beete im Garten müssen also auch bei kalten Temperaturen nicht ungenutzt bleiben.

ThemaWintergemüse
DefinitionGemüsesorten, die vorwiegend im Winter geerntet werden
BeispieleKohlsorten, Rote Beete, Wintererbsen, Mangold usw.

Gemüsesorten im Herbst anbauen und im Winter ernten

Auch im Herbst ist es nicht zu spät und es können noch einige Gemüsesorten, die im Winter Saison haben, im Garten angepflanzt werden. Auch ohne Gewächshaus können Blattgemüse, Erbsen, Zwiebeln und Knoblauch im Winter wachsen und teilweise sogar noch vor Neujahr geerntet werden.

Dass die Beete im Winter genutzt werden, ist auch gut für den Boden. Statt brach zu liegen, stabilisieren die Wurzeln des Gemüses die Bodenpartikel. So ist die Erde besser gegen Starkregen oder Stürme gewappnet und wird nicht so leicht abgetragen. Diese Gemüsesorten können auch im Herbst noch gesät werden:

Wintersalate anpflanzen im Oktober: Einige Sorten sind kälteresistent

Salat ist doch ein typisches Frühlings- und Sommergemüse? Nicht nur. Es gibt auch Sorten, die extra für den Winter geeignet sind. Zu kälteresistenten Wintersalaten gehören zum Beispiel „Baquieu“, „Chicorée“, „Endiviensalat“ und „Feldsalat“. Im Winter lässt man den Salat nicht stehen, bis ein Salatkopf heranreift. Stattdessen erntet man den Pflücksalat.

Dabei zupft man die äußeren Blätter ab, sobald sie fünf bis zehn Zentimeter groß sind. Salate vertragen sich im Beet übrigens super mit vielen anderen Gemüsesorten. Zu guten Salat-Nachbarn gehört zum Beispiel auch die nächste Gemüsesorte.

Erbsen im Herbst aussähen: Ernte im Frühjahr möglich

Die Wintererbse ist besonders hart im Nehmen. Es gibt je nach Geschmack der Gärtnerin oder des Gärtners ganz unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Der richtige Zeitpunkt zum Ernten ist dann zu Beginn des Frühjahrs.

Zehn Zentimeter sollten die Bohnentriebe lang sein, bevor sie geerntet werden können.

Aufgepasst: Es werden nicht die Kügelchen geerntet, wie wir sie auf dem Teller kennen, sondernd die Erbsentriebe. Wenn diese zehn Zentimeter lang sind, können sie abgeschnitten werden. Oft wachsen aus dem gekürzten Trieb noch einmal neue Früchte heran.

Den ganzen Winter über mit Gemüse versorgt: Wintersteckzwiebeln können mehrfach abgeerntet werden

Im Oktober ist die perfekte Zeit, um Wintersteckzwiebeln zu pflanzen. Sie sollten drei Zentimeter tief in die Erde gesteckt werden, mit dem Wurzelboden nach unten. Auf die Ernte kann man sich dann etwa im Februar freuen. Das Zwiebelgrün, das aus der Erde schaut, kann aber den ganzen Winter über als eine Alternative für Frühlingszwiebeln genutzt werden. Wenn noch einige Zentimeter stehen gelassen werden, wächst es mehrmals nach.

Passend zu Zwiebeln, kann auch Knoblauch den Winter im Beet verbringen. Wer die Zehen schon im Herbst steckt, kann im nächsten Jahr mit besonders ergiebigen Knoblauchknollen rechnen. Der Knoblauch kann nicht schon im Winter geerntet werden, aber man sorgt für das Frühjahr vor.

Gemüse im Winter anbauen: Mangold ist besonders robust

Ein weiteres winterfestes Blattgemüse ist der Mangold. Er ist sehr robust und verträgt leichte und mittlere Fröste ohne Probleme. Jedenfalls, wenn man die richtigen Sorten wählt. Zunächst muss unterschieden werden zwischen Blattmangold und Stielmangold. Beides ist im Winter möglich, solange es sich um einen winterharten Mangold handelt.

Mangold gehört zu den Gemüsesorten, denen auch kalte Temperaturen und Schnee nichts anhaben können.

Stielmangold gibt es in verschiedenen Farben: von dunkelrot bis pink und gelb. Geerntet werden dürfen nur die großen, äußeren Blätter. Wird das Herz des Mangolds beschädigt, bildet er keine weiteren Blätter mehr aus und die Ernte ist beendet.

Spinat im Winter anbauen: Pflanze friert bei starkem Frost

Auch beim Spinat gibt es extra Wintersorten, die am besten bei noch milden Temperaturen angepflanzt werden. Am besten wäre es, sie schon im September in die Erde zu bringen, aber ist der Herbst warm, reicht es auch noch im Oktober. Nach der Saat dauert es sechs bis acht Wochen bis zur Ernte. Wie beim Wintersalat auch, werden nur einzelne Blätter gepflückt. Bei Starkfrost sollte der Spinat durch ein Vlies oder ähnliches vor der extremen Kälte geschützt werden.

Es gibt noch mehr Gemüsesorten, die im Winter wachsen. Dazu gehören vor allem Kohlsorten wie Weißkohl, Rotkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl oder Kohlrabi und Wurzelgemüse wie Schwarzwurzeln, Pastinaken, Petersilienwurzeln, und Möhren. Diese sollten aber schon im (Spät-) Sommer angepflanzt werden.

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