Geminiden im Anflug

Geminiden: Sternschnuppen im Dezember erreichen diese Woche den Höhepunkt  

Im Dezember ist der stärkste Meteorstrom des Jahres zu sehen: die Geminiden. Sie gelten als besonders beeindruckend – für Sterngucker ist ihr Erscheinen ein echtes Spektakel.

Deutschland – Bereits seit dem 4. Dezember sind die Geminiden wieder am Nachthimmel unterwegs. Wer sich an einem echten Spektakel erfreuen möchte, wartet aber am besten noch ein paar Tage. Wann man die Sternschnuppen am besten sieht, weiß RUHR24*.

GeminidenMeteorstrom
Beginn 4. Dezember
Maximum14. Dezember

Sternschnuppen-Spektakel: Dann haben die Geminiden ihren Höhepunkt

Rund zwei Wochen (bis zum 17. Dezember) ist einer der schönsten Sternschnuppen-Schauer des Jahres zu sehen. Der Meteorstrom sei dabei mit täglich steigenden Fallraten aktiv, berichtet br.de.

Der Höhepunkt des Stroms sei dann für die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zu erwarten, erklärte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In dieser Nacht flitzten bis zu 150 Sternschnuppen über den Himmel.

Die Geminiden beeindrucken Sternenfreunde jedes Jahr aufs Neue. (Symbolbild)

Himmels-Spektakel im Dezember – die Geminiden sind besonders gut sichtbar

Einen solchen regelrechten Schauer dürfen wir in Deutschland aber offenbar nicht erwarten. So erklärt Andreas Schmidt, wissenschaftlicher Leiter des Planetariums Stellarium Erkrath (NRW), gegenüber der dpa, er rechne mit rund 30 bis 40 Sternschnuppen pro Stunde. Auf dem Land hat man dabei wohl bessere Chancen. Denn der Experte geht davon aus, dass man in Städten, die auch nachts hell beleuchtet sind, höchstens die hellsten Sternschnuppen sehe.

Bei Sternen-Fans dürfte aber auch die zu erwartende Menge bereits für Begeisterung sorgen. Zudem sind die Geminiden laut dpa-Bericht deutlich langsamer als andere Meteoritenströme, wie beispielsweise die Perseiden im August*, und daher besonders gut sichtbar.

Sternschnuppen am Nachthimmel – diese Uhrzeit ist für Beobachter am besten

Grundsätzlich könne man das Schauspiel in der Nacht auf den 14. Dezember ab circa 21 Uhr beobachten. Da der zunehmende Mond allerdings erst um drei Uhr unterginge, sei der beste Zeitpunkt für eindrucksvolle Bilder in den frühen Morgenstunden, erklärt die Vereinigung der Sternenfreunde.

Wie br.de weiß, erreicht der Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen um zwei Uhr morgens seinen höchsten Punkt im Süden – wenn der Mond bereits sehr tief steht. Genau das ist daher auch die beste Uhrzeit, um viele Sternschnuppen flitzen zu sehen.

Bei der Beobachtung kommt es natürlich auf die richtige Blickrichtung an: Wie die Vereinigung der Sternfreunde laut dpa erklärt, seien die Sternschnuppen am Abend im Osten zu sehen, im Laufe der Nacht dann im Süden und am Morgen im Nordwesten.

Schauspiel am Nachthimmel – die Sternschnuppen sind länger sichtbar

Anders als bei anderen Schwärmen müsse man aber nicht unbedingt den Höhepunkt erwischen, erklärt br.de. Auch danach könnten Beobachter gute Momente erhaschen. Denn die hohen Fallraten der Geminiden hielten fast einen Tag lang an. Auch in der Nacht davor seien Sternschnuppen zu beobachten – allerdings weniger hell.

Damit der Blick auf die Geminiden nicht verdeckt ist, muss natürlich auch das Wetter* mitspielen – und das wird sich erst in den Tagen vor dem 13. Dezember zeigen. Wetterportale wie Wetter.de bieten spezielle Sternenwetter-Karten an, auf denen Interessierte sich informieren können.

Laut ntv-Bericht haben die Geminiden Eindringgeschwindigkeiten in die Atmosphäre von 35 Kilometer pro Sekunde – also 126.000 Kilometer pro Stunde. Wie ihr Name bereits andeutet, scheinen sie dem Sternbild Zwillinge zu entströmen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stan Honda/afp

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