Finanzen

Banken bauen Geldautomaten ab – Aus für 2000 Standorte

Immer mehr Banken bauen ihre Geldautomaten ab. Nun sind erschreckende Zahlen der Cash Group aufgetaucht. Demnach sind tausende Automaten verschwunden.

Dortmund – „Dieser Standort ist geschlossen – greifen sie auf unsere Online-Dienste zurück“. So oder so ähnlich lesen wir es in letzter Zeit öfter beim Betreten einer Bank. Die Finanzdienste ziehen sich besonders aus ländlichen Gegenden in Präsenz immer mehr zurück. Dieser Trend lässt sich auch in Zahlen messen. Die „Cash Group“ hat 2000 Standorte in den letzten Jahren aufgegeben.

Tausende Geldautomaten einfach verschwunden – neue Zahlen erschrecken Bankkunden

Zur Cash Group gehören die Commerzbank, die Deutsche Bank, HypoVereinsbank und die Postbank. Laut dem Portal „Finanz-Szene“ gaben die Banken noch vor gar nicht langer Zeit 9.000 Geldautomaten auf ihrer Homepage an. Schaut man nun auf die Deutschlandkarte, merkt man, dass das Automatennetz um fast ein Viertel geschrumpft ist. Nur noch 7.000 Standorte werden angezeigt.

Auf der Homepage der Cash Group heißt es: „Ihnen stehen rund 7.000 inländische Geldautomaten der Cash Group Banken, inklusive dem Bargeldbezug an den Kassen von rund 1.300 Shell-Tankstellen, kostenlos zur Verfügung“. Diese Automaten können übrigens alle Kunden der vier Partner-Banken nutzen (mehr Service-News bei RUHR24).

Vom Rückgang sollen die Supermarkt-Dienste zum Geldabholen – also der Service an der Kasse – übrigens weitestgehend verschont geblieben sein. Der Abbau der Geldautomaten ist laut dem Newsletter Finanz-Szene.de nach und nach über die letzten Jahre geschehen. Man habe die Angaben allerdings jetzt erst angepasst.

Standortschließungen und Aus für Geldautomaten – Cash Group macht kurzen Prozess

Standortschließungen scheinen hier eine nicht ganz unwichtige Rolle zu spielen. Im Zuge der Digitalisierung bauen viele Banken Standorte zurück. Nicht immer bleibt ein Bankautomat erhalten. Einige Geschäftsstellen fusionieren auch und teilen sich Automaten – wodurch das Netz ebenfalls schrumpfen dürfte.

Tausende Geldautomaten der „Cash Group“ wurden in den letzten Jahren abgebaut.

Obwohl zahlreiche Kunden die Onlinedienste der Banken nutzen, um Überweisungen zu tätigen oder den Kontostand zu checken, dürfte die Entwicklung viele nicht gerade glücklich stimmen. Zum Geldabheben ist schließlich ein Automat weiter wichtig. Werden immer mehr Standorte geschlossen, verlängert sich der Weg zum kostenlosen Serviceangebot. Das ist besonders für ältere Kunden ein Problem.

Für viele Banken scheint das Jahr 2022 mit Coronapandemie und Energiekrise unter keinem guten Stern zu stehen. So mussten bereits die russische Sberbank und die Amsterdam Trade Bank Insolvenz anmelden. Auf EC-Kartenbesitzer kommt bald eine bedeutende Veränderung zu. Die Maestro-Karte steht nämlich vor dem Aus.

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