Tipps und Tricks

Gefahr Weichspüler: Lifehacks für weiche Wäsche ohne Gesundheitsrisiko

Weichspüler birgt Risiken für die Gesundheit und enthält Stoffe, die Ekel auslösen können. Mit einigen Lifehacks werden Handtücher trotzdem weich.

Dortmund – Handtücher können nach einiger Zeit unangenehm kratzig und steif werden. Zu Weichspüler sollte man allerdings nicht greifen. Das Waschmittel ist schädlich für die Umwelt und kann die Gesundheit gefährden. Wer seine Handtücher wieder weich und flauschig bekommen möchte, der sollte einige Lifehacks beherzigen.

Schlachtabfälle im Weichspüler: Nährboden für Pilze und Bakterien

Wohlig weiche Wäsche liebt so ziemlich jeder. Den flauschigen Effekt erzielen die meisten durch die Verwendung von herkömmlichem Weichspüler. Er kann sogar im Haushalt als Putzmittel-Ersatz dienen. Dabei ist oftmals nicht bekannt, dass die Inhaltsstoffe äußerst bedenklich sind.

Der Hauptbestandteil, der für die Geschmeidigkeit in der Wäsche sorgt, wird vor allem Vegetarier und Veganer aufhorchen lassen. Es handelt sich dabei um sogenannte Tenside. Diese werden zum Teil aus tierischen Fetten gewonnen, die aus Schlachtabfällen stammen. Das ergab eine Recherche des SWR bereits im Jahr 2019.

Der enthaltene Talg umhüllt die Wäschefasern und sorgt so dafür, dass sie sich weicher anfühlen. Das Problem: Die fettigen Tenside bleiben nicht nur in der Wäsche hängen, sondern auch in der Waschmaschine. Es entsteht der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze.

Chemikalien im Weichspüler belasten die Umwelt: „250.000 Tonnen pro Jahr“

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Textilfasern wasserundurchlässiger werden. Vor allem bei Handtüchern ist das ein echtes Problem, wie Stern berichtet. Die Inhaltsstoffe des Weichspülers rauben Handtüchern aber nicht nur die Saugfähigkeit – sie belasten auch die Umwelt (mehr Service-News auf RUHR24).

Weichspüler besteht laut Öko-Test aus vielen verschiedenen Chemikalien. Durch das Abwasser gelangen sie in die Umwelt und stellen eine „unnötige Belastung“ dar. Aktuelle Erhebungen des Umweltbundesamtes ermittelten, dass über 250.000 Tonnen Weichspüler pro Jahr in Deutschland „verwaschen“ werden.

Inhaltsstoffe des Weichspülers stellen ein Gesundheitsrisiko dar

Warnhinweise, dass Weichspüler besser nicht verschluckt, Kontakt mit den Augen vermieden und Kinder davon ferngehalten werden sollten, stehen oft auf der Rückseite von Produktverpackungen, weiß Stern. Halten Verbraucher diese Hinweise ein, könnte man denken, dass keine weiteren Gesundheitsrisiken bestehen.

Weichspüler sollte man besser nicht benutzen. Es gibt einige Alternativen.

Doch dem ist entgegen der Vermutung nicht so. Im Rahmen der SWR-Recherche gibt die Toxikologin Marike Kolossa zu bedenken, dass die enthaltenen Duft- und Konservierungsstoffe Allergien auslösen können. Zudem können kationische Tenside Hautirritationen und -krankheiten auslösen, schreibt das Zentrum der Gesundheit.

Weichspüler ade: Essig für weiche Handtücher ohne Risiko

Aufgrund der gesundheitlichen Risiken und der Umweltbelastung raten Experten von Weichspüler ab. Wer trotzdem wohlig weiche Handtücher haben möchte, für den gibt es einige Haushaltstricks. Durch das Waschen verlieren die Textilfasern ihre Geschmeidigkeit. Sie rauen auf, werden steif und kratzig.

Dagegen hilft das Hausmittel Essig. Er wirkt gegen Kalkablagerungen, die zum Teil für die sogenannte „Wäschestarre“ verantwortlich sind. Dafür einfach Haushaltsessig und warmes Wasser im Verhältnis eins zu zwei mischen und die Handtücher darin einweichen, bis das Wasser erkaltet ist. Anschließend die Handtücher wie gewohnt in der Waschmaschine waschen.

Weichspüler-Alternative: Frische Luft und Backpulver für weiche Handtücher ohne Risiko

Wer seine Handtücher nach dem Waschen zudem ordentlich ausschüttelt, der bringt die Fasern wieder in Bewegung. Dadurch fühlt sich der Stoff weniger steif an. Auch eine natürliche Luftzirkulation hilft dabei, dass der Stoff weicher bleibt. Dies gelingt am besten an der frischen Luft, doch Allergiker sollten aufgrund von Pollen vorsichtig sein.

Ein weiterer Wäsche-Trick wurde durch TikTok bekannt. Eine Nutzerin empfiehlt für das Wohlig-weich-Gefühl die Verwendung von Backpulver. Sie rät dazu, eine Badewanne mit heißem Wasser zu füllen und pro Liter rund 130 Gramm Backpulver hinzuzugeben. Jetzt nur noch die Handtücher darin rund eine Stunde einweichen. Das Fazit der Influencerin: die Handtücher sind wieder schön weich.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/ArTo/imago; CHROMORANGE/Imago; Collage: RUHR24

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