Tee voller Mikroplastik! Teebeutel geben gefährliches Plastik an den Körper ab

Einen heißen Tee trinken ist ein Muss in der kalten Jahreshälfte. Jedoch steckt dieser voller Mikroplastik, ausgelöst durch den Teebeutel!
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Einen heißen Tee trinken ist ein Muss in der kalten Jahreshälfte. Jedoch steckt dieser voller Mikroplastik, ausgelöst durch den Teebeutel!

Einen heißen Tee trinken ist ein Muss in der kalten Jahreshälfte. Jedoch steckt dieser voller Mikroplastik, ausgelöst durch den Teebeutel! Hier die Infos.

Je kälter es draußen wird, desto mehr Tee wird getrunken. Kaum einer macht sich dabei aber Gedanken um den Teebeutel. Dabei geben Milliarden kleinste Teilchen Mikroplastik und Nanoplastik an den Tee ab, den wir dann trinken.

  • Eine Studie zeigt, dass Teebeutel Mikroplastik an den Tee abgeben.
  • Das heiße Wasser verstärkt noch den Effekt.
  • Ob das Auswirkungen auf die Gesundheit hat, ist noch nicht bekannt.

Mikroplastik ist in vielen Produkten enthalten

Man hört es immer wieder: Mikroplastik in der Kleidung, in der Zahnpasta, in der Creme fürs Gesicht. Ja man gewinnt schnell den Eindruck, Mikroplastik ist eigentlich überall drin. Dadurch kommt nicht nur der Mensch damit dauernd in Berührung, sondern auch die Umwelt.

Wirklich problematisch ist vor allem, dass sich Mikroplastik auch im Grundwasser befindet. Denn so nimmt der Mensch bei jeder Mahlzeit rund 100 kleinste Plastikteile auf. Das fand eineStudieim Frühjahr diesen Jahres heraus.

16 Mikrogramm Kunststoff pro Tasse Tee

Und nun pünktlich zum Herbstbeginn, die nächste Studie. Gerade jetzt, wenn es draußen nass und kalt ist, steigt die Lust auf ein wärmendes Getränk oder man versucht sich mit einemTee vor einer Erkältung zu schützen.

Doch vielleicht sollte man hierbei vorsichtig sein, denn eine neue Studie der McGill University in Kanada zeigt: Auch Teebeutelgeben Mikroplastikab. Die Wissenschaftler untersuchten dafür Teebeutel aus den beiden Kunststoffen Nylon und PET.

Dabei kam heraus: Ein einziger Teebeutelkann beim Aufbrühen über elf Milliarden Partikel an Mikroplastik und über drei Milliarden Nanoplastik-Partikel an das Wasser im Tee abgeben.

Man kann den Teebeutel, nachdem man ihn benutzt hat, auch noch weiter verwerten: Teebeutelsind nämlich praktische Helfer im Alltag.

Insgesamt stecken somit rund 16 Mikrogramm Kunststoff in einer Tasse Tee. Es gibt kein Lebensmittel, welches einen höheren Wert hat. Die heiße Temperatur des Wassers verstärkt diesen Effekt sogar.

Dagegen bewertete Stiftung Warentest die meisten Teesorten mit der Note gut. Ein besonders günstiger Tee schnitt sogar am besten ab.

Mikroplastik im Tee: Die Auswirkungen auf den Körper sind noch unklar

Die Mehrzahl der Teebeutel, die in Deutschland verkauft werden, besteht jedoch hauptsächlich aus Papier. Manchen wurde jedoch ein geringer Anteil an Kunststoff beigemischt, damit sie sich im Wasser nicht auflösen. Was damit im Körper geschieht, ist bisher noch ungeklärt.

Es gibt allerdings auch Unterschiede zwischen den Beutelformen. Der klassische Beutel Tee wird meist plastikfreigenäht. In Großbritannien sind die Teebeutel aber zum Beispiel schnurlose und mit einer Kunststoffnaht verklebt.

In Deutschland aber auch erhältlich: Pyramidenbeutel. Besonders teurere Marken greifen gerne auf diese Art von Teebeutel zurück. Sie bestehen in Europa oft aus Biokunststoff. In Kanada dagegen aus Nylon und PET. Da sollte man besonders vorsichtig sein.