Autokauf im Januar 2022

NRW: Auto-Preise explodieren aktuell - ein Modell ist die Ausnahme

Die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen bleiben hoch. Käufer müssen tief in die Tasche greifen, um ein Auto zu ergattern. Woran liegt das?

Dortmund – Es ist keine einfache Zeit für Autokäufer und die, die über einen neuen „alten“ Wagen nachdenken. Die Preise für Gebrauchtwagen explodieren. Fest steht: Der Grund für diese Preisentwicklung hat gleich mehrere Ursachen.

BeförderungsartAutomobil
Erfindung29. Januar 1886
ErfinderCarl Benz

NRW: Autopreise steigen und steigen – der Grund dafür ist teils die Corona-Krise

Laut dem ADAC lag im vergangenen Jahr der Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens in Deutschland und NRW bei 22.841 Euro – das ist ein Preissprung um knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Automobilclub beruft sich bei den Zahlen auf Angaben des Online-Verkaufsportals AutoScout24.

Zum Jahresende sei der Preis sogar noch einmal gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mussten Autokäufer knapp 3.700 Euro mehr zahlen. Ein Grund dafür seien weniger Gebrauchtwagen auf dem Markt – was wiederum eine Folge der Corona-Krise ist.

Autopreise: Computerchips fehlen – Nachfrage nach Autos steigt

Die Corona-Pandemie ließ bereits die Preise für Kaffee und Tee steigen – jetzt wirkt sich das Coronavirus auch auf den Automarkt aus. Nach ADAC-Angaben habe die individuelle Mobilität in Folge der Corona-Krise zugenommen, Gebrauchtwagen wurden gefragter. Zum anderen fehlen nach wie vor Halbleiter – Hauptbestandteil von Computerchips – die dringend für den Bau von Neuwagen benötigt werden.

Da Neuwagen gar nicht oder mit langen Lieferzeiten zu haben sind, seien viele Käufer auf Gebrauchtwagen umgestiegen. Dass sich der Chipmangel auch im Ruhrgebiet – genauer gesagt in Hamm – spürbar ist, weiß wa.de*.

Da es wegen der Chipkrise und Corona weniger Neuzulassungen gibt, werden auch Gebrauchtwagen knapp - und damit teurer.

NRW: Autopreise hoch wie nie – E-Autos entwickeln sich weiter

Laut dem Manager-Magazin befindet sich die Automobilbranche auf dem Weg von einer Fahrzeugüberproduktion in eine Zeit des Fahrzeugmangels. Es gebe momentan mehr Kunden als Autos, heißt es weiter.

Allerdings seien nicht alle Bereiche des Automarktes betroffen. Bei Elektroautos gebe es keine Preissteigerung, schreibt das Manager-Magazin. Das liege zum einen an der Förderung von E-Autos, zum anderen entwickle sich die Technik in den Autos immer weiter und die Kunden würden am liebsten immer das neueste Modell kaufen.

Autopreise auf hohem Stand – Besserung nicht in Sicht

An den hohen Preisen für Gebrauchtwagen dürfte sich in den nächsten Monaten nichts ändern. Da sind sich die Tagesschau und das Manager-Magazin einig.

Wichtig sei zunächst, dass wieder mehr Autos produziert werden, die Chipkrise werde sich aber noch bis in die zweite Hälfte des Jahres ziehen. Das Manager-Magazin rechne frühestens 2023 mit einer Normalisierung des Automarktes. *wa.de ist Teil des Redaktionsnetzwerkes von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/DPA; Collage: RUHR24

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