Wohnung im Winter

Gas sparen: Einfache Maßnahmen halten die Wohnung ohne Heizung warm

Der Winter kommt und heizen wird für viele wohl teurer denn je. Wie wird die Wohnung auch ohne Heizung wohlig warm?

Dortmund – Wer die Heizung anmacht, kann sich im Winter 2022 wohl nicht nur auf eine kuschelige Wohnung, sondern auch auf eine saftige Rechnung einstellen. Gaskrise und Inflation treiben Preise und generelle Lebenskosten in die Höhe. Wie lässt sich am besten Geld sparen? Und geht es vielleicht sogar ohne Heizung? RUHR24 hat Tipps.

Geld sparen und auf Heizung verzichten: So bleibt die Wohnung trotzdem warm

Die Gaspreisbremse und Energiepauschale sollen die Portemonnaies wieder etwas entlasten. Dennoch sind die alltäglichen Kosten derzeit hoch – auf eigene Faust Geld zu sparen, kann also sinnvoll sein. Mit manchen Tricks soll man sogar vollständig vermeiden können, die Heizung überhaupt zu benutzen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Fenster. Über sie geht grundsätzlich viel Wärme verloren, auch dann, wenn es sich um neuere Gläser handelt. Wer Rollläden hat, sollte diese daher auch benutzen und sie schon kurz nach Einbruch der Dunkelheit herunterlassen, wie etwa „Für Sie“ rät. Auch Luftpolsterfolie soll Fenster gut isolieren.

Die Wärme soll dadurch besser in der Wohnung gehalten werden. Alternativ sind auch dicke oder gar wärmeisolierende Vorhänge geeignet. Diese gibt es mittlerweile immer häufiger in Möbelhäusern, Baumärkten oder online zu finden. Thermovorhänge wenden physikalische Reflexion an, um die Wärme nach Innen zu reflektieren, erklärt Focus.

Wohnung richtig isolieren und sparen: Heizung kann aus bleiben

Nicht nur die Fenster, auch der Rest der Wohnung sollte im Winter gut isoliert sein. Wenn die Heizung richtig eingestellt ist, aber Wärme über Ritzen und Fugen entweichen kann, ist das mehr als ärgerlich. Zugluftstopper und sogenannte Reflexionsfolien können Problemstellen schnell beseitigen.

Wer sein Eigenheim von Grund auf besser eindämmen will, kann laut Verbraucherzentrale sogar Zuschüsse dafür erhalten. Der Wärmeschutz ist in den meisten Fällen obendrein klimafreundlich und umweltschonend. Für Mieter bieten sich wohl nur ein Gespräch mit dem Vermieter oder Lifehacks zum Sparen an.

Kerzen, Backofen und weitere Tipps: Heizung muss nicht immer laufen

In einer Wohnung entsteht nicht nur dank einer Heizung Wärme. Auch Herd, Ofen, viele Küchengeräte oder Kerzen können die Räume aufwärmen. Vom Teelichtofen wird mittlerweile aber eher abgeraten, dieser Tipp gilt als gefährlich. Generell sind Teelichter auch wegen ihrer Umweltbilanz eher umstritten.

Wärme ohne Heizung? Einfache Tipps machen es möglich.

Grundsätzlich können Kerzen die Raumtemperatur um etwa zwei Grad erhöhen, können aber auch schnell zur Gefahr werden. Kerzen sollen nicht in starker Zugluft oder in der Nähe von stark brennbaren Gegenständen und Materialien stehen, warnt die Feuerwehr Glottertal. Ebenso sollten Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen – schon gar nicht dann, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt sind.

Auch der Backofen erzeugt viel Wärme – sollte aber niemals als direkter Ersatz für eine Heizung genutzt werden. Das wird am Ende teuer, berichtet Für Sie. Wer den Ofen gerade benutzt hat, kann die Tür anschließend allerdings für einige Minuten offen stehen lassen. Die Restwärme kann dann in den Wohnraum entweichen.

Alternativen für die Heizung: Einfache Tipps helfen beim Geld sparen

Teppiche können dafür sorgen, dass weniger Wärme entweicht. Ein simpler Nebeneffekt: An den Füßen ist es gleich kuscheliger und wärmer. Eine Korkmatte kann den Teppich zusätzlich von unten isolieren. Diese gibt es im Baumarkt und kann in der Wunschgröße zugeschnitten werden.

Auch Heizalternativen können die Wohnung ohne Heizung aufwärmen. Dazu zählen der Kaminofen, Ethanolofen und Petroleumofen. In der Anschaffung können diese Varianten aber zunächst sehr teuer sein. Sie zahlen sich erst nach langer Nutzzeit finanziell aus.

Rubriklistenbild: © agrarmotive/Imago

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