Energie sparen

Gas sparen: Experten raten von drei fatalen Tipps ab

Viele Menschen versuchen aktuell auf jede erdenkliche Weise Gas zu sparen. Doch einige Tipps können noch mehr Probleme verursachen.

Dortmund – Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und viele Verbraucher versuchen schon jetzt alles, um den Gasverbrauch so gering wie möglich zu halten. Damit es auf der nächsten Heizkosten-Rechnung keine Überraschungen gibt, setzen viele Energiespartipps im Haushalt ein. Doch es gibt auch Ratschläge, von denen Experten dringend abraten.

ThemaEnergie sparen
InformationNachteile von empfohlenen Sparmaßnahmen

Gas sparen und Heizkosten senken – diese Spartipps können ernste Folgen haben

Im Netz finden sich mittlerweile zahlreiche Sparmaßnahmen, mit denen jeder seinen Gasverbrauch senken kann. Trotzdem soll die Wohnung im Winter warm sein. Das kommt auch den Haustieren zugute. Denn auch Hunde und Katzen können darunter leiden, wenn die Temperatur zu kühl ist. Allerdings sollte man nicht alle Spartipps ausprobieren. Denn einige Ratschläge können sogar ernste Folgen haben.

Ein gängiger Heiztipp aus dem Internet ist der Teelichtofen. Ganz einfach selber gebaut und preiswert kann er zumindest geringfügig Wärme ausstrahlen. Dafür werden Teelichter unter einen Tontopf gestellt, der die Wärme an die Umgebung weitergibt. Allerdings warnt das Online-Magazin Utopia vor der DIY-Teelichtheizung. Denn brennen zu viele Kerzen für einen langen Zeitraum unter dem Tontopf, kann es zu einem Brand führen.

Alternativen zum Heizen: Gas kosten lassen sich mit Tipps senken

Abgesehen von der Brandgefahr durch das Aufstellen vieler Kerzen, kann ein Teelichtofen kaum als wirkliche Alternative zur Gasheizung genutzt werden. Eine große Anzahl an brennenden Kerzen sei notwendig, um einen dauerhaften Wärmeeffekt in der Wohnung herzustellen. Der Teelichtverbrauch würde demnach in die Höhe schnellen.

Auch die Luftqualität verschlechtert sich, denn beim Abbrennen von Kerzen werden laut dem Wissenschaftsmagazin Quarks Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide freigesetzt (mehr Service-News bei RUHR24).

Gas sparen und Heizkosten senken – Elektronische Heizlüfter keine empfehlenswerte Alternative

Schon im Sommer haben viele Verbraucher vorgesorgt und sich in Baumärkten sogenannte Elektroheizungen angeschafft. Doch auch die mit Strom betriebenen Heizlüfter haben einen klaren Nachteil. Das Heizen mit Elektroheizungen ist nicht nur um ein Vielfaches teurer als eine Gasheizung, es bietet auch nur für einen begrenzten Raum wärmende Wirkung.

Kann man mit Teelichtern die Wohnung heizen? (Symbolbild)

Experten warnen zudem vor einer flächendeckenden Nutzung von elektronischen Heizgeräten. Henrik Lens, der stellvertretende Leiter des Technologie-Verbands VDE teilte bereits im Juli mit: „Bei so einer zusätzlichen, gleichzeitig auftretenden Belastung kann es zu einem Stromausfall in den betroffenen Netzbereichen kommen“.

Gas sparen und Heizkosten senken – weniger heizen kann zu neuen Problemen führen

Wer wirklich sparsam durch den Winter kommen will, könnte einige Räume auch gleich gar nicht mehr beheizen, oder? Diese drastische Maßnahme kann allerdings zu neuen Problemen führen. Grundsätzlich ist es ohne Bedenken möglich, die Raumtemperatur in gewissen Räumen zu senken. Denn zu hohe Temperaturen beim Schlafen können gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen haben.

Doch in manchen Fällen ist eine Mindesttemperatur von 16 Grad unbedingt erforderlich. Wie Utopia berichtet, kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Fällt die Temperatur also deutlich unter 16 Grad, ist das Risiko von Schimmelentwicklung höher. Insbesondere im Badezimmer sollte nicht auf das Heizen verzichtet und regelmäßig gelüftet werden. Denn hier fällt besonders viel Feuchtigkeit an.

Im Badezimmer sollte man die Heizung nicht unbedingt auf Null stellen.

Ist der Schimmel erst mal da, sollte er schnellstmöglich entfernt werden. Bei der Entfernung von Schimmel gibt es eine Ratschläge, die man beachten sollte.

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