Verbrauch ermitteln

Gaspreis berechnen – Rechner zeigt Sparpotenzial durch die Gaspreisbremse

Die Gaskosten können mit einem einfachen Trick selbst berechnet werden. So behält man den Überblick bei der Gaspreisbremse.

Dortmund – Gas, Strom, Lebensmittel: Die Lebensunterhaltungskosten steigen und ein Ende ist nicht in Sicht. Besonders wichtig ist es daher gerade jetzt, die eigenen Ausgaben genau im Blick zu haben. Trotz der undurchsichtigen Gaspreise ist dies jetzt möglich.

Gaspreise in Deutschland seit April 2022 um 100 Prozent gestiegen

Diese sind zuletzt im Zuge der Energiekrise rapide angestiegen. So gab das Statistische Bundesamt an, dass die Gaspreise für Privathaushalte bereits im ersten Halbjahr 2022 um 17,7 Prozent angestiegen sind. Durch den Ukraine-Krieg und die gekappten Gaslieferungen aus Russland zog der Preis zuletzt nochmal kräftig an.

Im Vergleich zum April 2022 sogar um 105 Prozent für Haushalte in Mehrfamilienhäusern. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergibt dies einen Anstieg von 6,47 Cent/kWh im Vorjahr auf durchschnittlich 13,26 Cent/kWh (weitere Service-News auf RUHR24).

Preisschock trotz Gaspreisbremse vermeiden – Entlastung im Dezember

Um die Bürger vor zu hohen Kosten zu bewahren, hat die Bundesregierung eine Gaspreisbremse eingeführt. Damit wurde zwar der erste Schritt zur Entlastung gemacht, doch die Situation ist für viele Verbraucher undurchsichtig. Klar ist aber, dass es im Dezember eine Einmalzahlung geben wird.

Dabei können die Kosten von der regulären Abschlagszahlung abweichen. Die Entlastung beträgt ein Zwölftel des im September von den Versorgern geschätzten Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem im Dezember gültigen Kilowattstunden-Preis. Diese Maßnahme dient zur Überbrückung, denn die eigentliche Gaspreisbremse tritt erst im kommenden Jahr in Kraft.

Von März 2023 bis April 2024 sollen Gaskunden 80 Prozent ihres Jahresverbrauchs für 12 Cent pro Kilowattstunde beziehen können. Davon profitiert man besonders, wenn der Gasanbieter den Preis bereits auf deutlich mehr als 12 Cent angezogen hat.

Der Blick auf den Gaszähler ist für viele zum Standard geworden.

Preisschock trotz Gaspreisbremse vermeiden – jetzt einfach selbst berechnen

Doch was bringen die Beschlüsse der Regierung wirklich? Das lässt sich mit dem Gaspreisrechner von Finanztip.de ganz einfach und individuell herausfinden. Dort müssen lediglich der Jahresverbrauch und der Preis pro Kilowattstunde eingetragen werden. Umgehend kalkuliert der Rechner die Ersparnisse durch die Gaspreisbremse.

Trotz der Entlastungen lohnt es sich, auch weiterhin zu sparen. Gedeckelt werden nur 80 Prozent des geschätzten Jahresverbrauchs. Wer darüber hinaus mehr verbraucht, zahlt den vom Versorgungsunternehmen vorgegebenen Preis. Schafft man es also, rund 20 Prozent einzusparen, bekäme man das Gas für den gesamten Verbrauch zum vergünstigten Preis von 12 Cent pro Kilowattstunde.

Sparen mit der Gaspreisbremse – noch günstiger mit Fernwärme

Profitieren kann auch, wer statt mit Gas mit Fernwärme heizt. Auch dort kommt die Gaspreisbremse zum Einsatz und deckelt den Preis pro Kilowattstunde sogar auf 9,5 statt 12 Cent. Es gilt ebenfalls das von der Regierung festgelegte 80-Prozent-Grundkontingent.

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