Verbrauchertipp

Keine Überraschung bei der Stromrechnung: Abschlagszahlung selbst berechnen

Viele Energie-Anbieter erhöhen die Preise für Strom und Gas. Um böse Überraschungen zu vermeiden, kann man die Abschlagszahlungen selbst berechnen.

Dortmund – Die Energiekrise treibt derzeit vielen Verbrauchern die Sorgenfalten auf die Stirn. Auch in Heilbronn äußern sich die Menschen besorgt. Grund dafür sind die explodierenden Preise für Strom und Gas. So sorgte etwa der Energieriese EnBW kürzlich für Schock-Nachrichten, als er die enormen Strompreis-Erhöhungen bekannt gegeben hat.

Preiserhöhungen: Energie-Anbieter gehen mit Abschlagszahlung unterschiedlich um

Welche Zahl letztlich auf der Rechnung steht, kann je nach Energie-Anbieter unterschiedlich ausfallen. Manche Versorger verteuern die Abschlagszahlung, sobald sie die Energiepreise erhöhen. In anderen Fällen erhöhen die Anbieter den Preis für Strom und Gas, aber nicht die Abschlagssumme. Das heißt: Die böse Überraschung kommt erst bei der Jahresabrechnung, wie echo24.de berichtet.

Mit dem Rechner der Verbraucherzentrale die Abschlagszahlung selbst berechnen

Um in Sachen Energiepreis nicht im Dunkeln zu tappen, können Verbraucher die Abschlagsrechnung selbst berechnen. Das geht ganz einfach mit dem Abschlagsrechner der Verbraucherzentrale. Dafür sind folgende Informationen notwendig:

  • Der letzte Jahresverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr
  • Der bisherige Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde
  • Der neue Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde
  • Der alte Grundpreis in Euro pro Jahr
  • Der neue Grundpreis in Euro pro Jahr
  • In seltenen Fällen: das Messentgelt

Mit diesen Angaben kann der passende Abschlag berechnet werden. Sollte sich herausstellen, dass die Abschlagszahlung höher ist als der Preis, der sich bei dieser Berechnung ergibt, ist es ratsam, den Energie-Anbieter zu kontaktieren. Denn auch diesem sind Schranken gesetzt, zum Beispiel was die Preisgarantien angeht. Wie ein Gericht aus Nordrhein-Westfalen urteilte, dürfen diese nicht einfach außer Kraft gesetzt werden.

Verbraucherzentrale meint: Mit Rücklagen auf Nachzahlung vorbereiten

Angesichts der steigenden Energiepreise meint die Verbraucherzentrale, dass Vorsorge wichtig sei. Auf der Internetseite heißt es: „Rücklagen auf dem eigenen Konto oder einem zweiten Konto können Sinn ergeben. In einer Gas- und Energiekrise, wie wir sie derzeit haben, ist Vorsorge wichtig. Mit der Rücklage haben Sie dann einen Betrag, den Sie für eine eventuelle Nachzahlung nutzen können.“

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