Einiges zu beachten

Gartenarbeit von der Steuer absetzen: Vierstellige Summe ist möglich

Wer einen Garten hat, kann diesen auch bei den Steuern zu seinem Vorteil nutzen. Dabei kann eine große Summe abgesetzt werden.

Dortmund – Hecken oder Bäume schneiden, Teich instand halten oder den Rasen neu anlegen: Im Garten können für das Jahr viele Arbeiten anfallen. Das Gute: Einiges kann sogar von der Steuer abgesetzt werden.

Arbeiten im Garten von der Steuer absetzen: Was gilt und was nicht

Die ernüchternde Nachricht zuerst: Wer seinen Garten mit neuen Pflanzen, Saatgut oder neuen Gartenmöbeln aufhübschen will, wird diese nicht steuerlich geltend machen können. Diese gelten als Materialkosten. Absetzen kann man allerdings nur Gartenarbeiten – und dabei ist es egal, ob man Eigentümer oder Mieter des Grundstückes ist.

Aber wie genau funktioniert das? Und welche Arbeiten können überhaupt von der Steuer abgesetzt werden? In der Steuererklärung fallen Gartenarbeiten unter die Kategorie der haushaltsnahen Dienstleistungen oder Handwerksleistungen. Hier kann man bis zu 1.200 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen.

Gartenarbeiten: So viel kann man von der Steuer absetzen

Folgende Leistungen können grundsätzlich von der Steuer abgesetzt werden:

  • Der Garten wird neu angelegt oder umgestaltet. Ausnahme hierfür ist der Garten von einem neu gebauten Haus
  • Rasen mähen, Schädlingsbekämpfung, Hecken schneiden oder Wege von Laub befreien
  • Baumfällarbeiten
  • Reparaturen, Rollrasen-Verlegung, Pflastersteine
  • Gartenmauer oder Zaun erreicht
  • Schwimmteich anlegen
  • Arbeits-, Fahrt-, und Maschinenkosten sowie andere Verbrauchsmittel
  • Entsorgungskosten

Entscheidend dabei: Alle Leistungen müssen von einem Dienstleister erbracht werden, der auch eine Rechnung schreiben kann. Dem Nachbarsjungen ein Taschengeld für Gartenarbeiten in die Hand drücken, gilt nicht in der Steuerabklärung. Ebenso schwierig dürfte es werden, die Hilfe von Freunden steuerlich abzusetzen.

Auch für Ferienwohnungen: Arbeiten im Garten von der Steuer absetzen

Außerdem können die Dienstleistungen nur dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn der Garten zu einem Komplex gehört, den man selbst bewohnt. Demnach können auch die Gartenarbeiten auch bei Ferienwohnungen oder Schrebergärten, in denen man wohnen darf, geltend gemacht werden.

Wer eine Steuererklärung macht, sollte also immer eine Quittung von Dienstleistern wie Gärtner oder Handwerker verlangen. Die meisten Finanzämter erkennen die Kosten nämlich nur an, wenn ein Zahlungsbeleg vorlegt. Dazu kann aber auch ein Überweisungsträger mit passendem Kontoauszug zählen.

Wichtig zu wissen: Pro Jahr kann man maximal 20 Prozent der angefallenen Kosten von der Steuer absetzen. Für alle Handwerkerleistungen gilt, dass man 20 Prozent der Lohnkosten und maximal 1.200 Euro im Jahr steuerlich geltend machen kann. .

Rubriklistenbild: © pixabay; Collage: RUHR24

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