Geduld bitte

Hecken und Sträucher im Garten: Bis Ende Juli besser nicht schneiden

Für Hobbygärtner beginnt mit dem Sommer die Saison der Gartenarbeit. Doch Naturschützer bitten darum, das Schneidewerkzeug mal ruhen zu lassen.

Hamburg (DPA) - Im Garten wachsen und blühen die Pflanzen im Juni ganz besonders prächtig. Gerade Gehölze legen in diesem Monat nochmal ordentlich zu. Auch wenn Sträucher und Hecken im Sommer weiter an Zuwachs gewinnen, bitten Naturschützer darum, die Gartenschere liegen zu lassen. Die Blätter bieten derzeit noch wichtigen Schutz für brütende Vögel.

Garten pflegen: Hecken und Sträucher bieten Schutz für brütende Vögel

Die Vogeleltern könnten sich so sehr gestört werden, dass sie ihre Brut aufgeben, erklärt Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim Nabu Hamburg. Außerdem könnten Raubtiere leichter die kleinen Vögel zu fassen bekommen, wenn die schützenden Zweige um die Nester fehlen.

Manche Gartenarbeiten sind in Deutschland während der Monate März bis September sogar verboten. Dazu gehören auch Hecken- und Gehölzschnitte. Wer gegen das Gesetz verstößt, dem droht ein Bußgeld.

Um Vögel wie die Amsel im Frühling und Sommer zu schützen, sollten Hecken erst ab Ende Juli geschnitten werden.

Daher rät der Nabu, bis Ende Juli mit den nächsten Heckenschnitt zu warten. Und auch dann sollte man immer erstmal auf die Suche nach Nestern gehen (mehr Garten-Themen bei RUHR24).

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

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