Beliebtes Mitbringsel

Glücksklee bloß nicht wegwerfen: Mit einfachem Trick lebt die Pflanze ewig

Glücksklee zu verschenken ist hierzulande ein Silvester-Brauch. Der Beschenkte soll damit im neuen Jahr Glück haben. Schade nur, wenn die Pflanze kurz nach Neujahr die Blätter hängen lässt.

Deutschland – Kurz vor Silvester finden Kunden wieder zahlreiche kleine Pflanztöpfe mit Glücksklee in Gartencentern, aber auch in Supermärkten und Discountern. Ebenso wie weitere Glückssymbole wie Marzipanschweinchen oder Schokoladen-Hufeisen ist die vierblättrige Pflanze zum Jahreswechsel ein beliebtes Mitbringsel. Mit ein paar Tipps bleibt Glücksklee auch lange nach Silvester noch frisch.

Glückskleeauch: Vierblättriger Sauerklee
wissenschaftlicher NameOxalis tetraphylla
FamilieSauerkleegewächse

Glücksklee zu Silvester: Von wegen „Glücksbringer“ – vierteilige Blätter sind keine Seltenheit

Streng genommen handelt es sich bei den kleinen Pflänzchen gar nicht um „echte“ Glücksbringer. Denn, wie Mein-Schöner-Garten.de erklärt, ist die Pflanze mit Weißklee, den wir aus den heimischen Wiesen kennen, nicht verwandt.

Vielmehr handele es sich beim „Glücksklee“ um eine Sauerklee-Art. Und anders als beim Weißklee sind vier- und mehrteilige Blätter hierbei keine Seltenheit, sondern ganz normal.

Glücksklee für Silvester dekoriert – ein beliebtes Mitbringsel zum Jahreswechsel. (Symbolfoto)

Pflege-Tipps: Der Glücksklee liebt sonnige Standorte

Die Pflanze ist auch nicht in unseren Wiesen heimisch, sondern stammt ursprünglich aus Mexiko. Erst seit dem 19. Jahrhundert ist sie auch in Europa wild zu finden.

Aus seiner Herkunft ergibt sich bereits der erste Pflege-Tipp: Denn der Glücksklee, der mit wissenschaftlichem Namen Oxalis tetraphylla heißt, liebt sonnige Standorte. Zudem ist er nur bedingt winterhart. Er sollte daher nicht auf der Terrasse oder dem Balkon stehen, sondern vorzugsweise an einem sonnigen Plätzchen im Haus.

Wer Silvester bereits häufiger mit Glücksklee beschenkt wurde, hat vielleicht schon einmal gesehen, dass sich die Blätter bei Dunkelheit zusammenfalten. Tagsüber richtet er sich hingegen immer wieder neu zum Licht aus. Öko-Test empfiehlt daher, die Pflanze regelmäßig zu drehen, damit sie nicht schief wächst.

Glücksklee pflegen: Diesen Fehler unbedingt vermeiden

Schwierig ist allerdings, dass der Glücksklee zwar Sonne, aber keine warme und trockene Heizungsluft mag. Temperaturen von 10 bis 15 Grad sind laut garten.de optimal. Auf der Wohnzimmerfensterbank fühlt er sich also gar nicht wohl.

Das ist auch der Grund, weshalb die beliebten Pflänzchen meistens kurz nach Silvester schon eingehen und damit zu regelrechten Wegwerfartikeln geworden sind – ähnlich wie andere Trendpflanzen im Winter, beispielsweise Christrosen oder Weihnachtssterne.

Wer allerdings einen sonnendurchfluteten und zugleich kühlen Standort wählt, kann lange Freude daran haben. Optimal sind zum Beispiel wenig beheizte Räume wie Schlafzimmer, helle Flure oder Gästezimmer.

Glücksklee pflegen – die kleinen Pflänzchen nicht „totgießen“

Zugleich sollte der Glücksbringer nur mäßig gegossen werden. Ein häufiger Fehler sei, dass die kleinen Pflänzchen regelrecht „totgegossen“ werden, meint Mein-Schöner-Garten.de. Auch Staunässe ist zu vermeiden – wichtig ist daher ein gut durchlässiges Substrat.

Ab Mai darf die Pflanze dann sogar ins Freie. Im Garten sei ein heller bis halbsonniger und zugleich geschützter Standort ideal, erklären die Experten. Die Pflanze bildet von April bis Juni sogar hübsche kleine, rosafarbene bis rote Blüten aus.

Wer den Glücksklee ins Beet setzt, muss grundsätzlich damit rechnen, dass er sich schnell verbreitet. Bei Sauerklee, den wir massenweise im Garten finden, handelt es sich aber zumeist um ein anderes Sauerkleegewächs, den Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)*, weiß 24garten.de.

Glücksklee ist mehrjährig – auch zum nächsten Silvester treibt er wieder aus

Wie Öko-Test berichtet, kann man im Spätsommer, wenn die Blätter welken, das Gießen einstellen. Die Knollen sollten nun von Erde befreit und bis zum Überwintern kühl und trocken gelagert werden.

Wer die Zwiebeln bereits im Dezember wieder eintopft und feucht hält, kann auch das Glück haben, dass die vierteiligen Blätter passend zum Jahreswechsel erneut austreiben.

Glücksklee – das beliebte Silvester-Geschenk einfach selbst herstellen

Statt den Glücksbringer jedes Jahr neu zu kaufen, kann man ihn so auch einfach selbst herstellen. Denn wie gartenjournal.net erklärt, bildet Glücksklee viele kleine Tochterzwiebeln. Wer die Zwiebeln im Herbst zum Überwintern reinholt, kann diese einfach vorsichtig abtrennen.

Für ein selbst gemachtes Mitbringsel dann einfach die Tochterzwiebeln in kleine Pflanztöpfe mit frischer Erde setzen, an einen kühlen, hellen Standort stellen und mäßig gießen. Zu Silvester können die frischen Pflänzchen dann verschenkt werden.

Tatsächlich können die kleinen Trendpflanzen richtig gepflegt über viele Jahre überleben. Dass der Glücksklee bereits in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres eingeht, muss also nicht sein.*24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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