Sorge um die Versorgung von Hunde und Katzen

Futter für Hund und Katze: Gaskrise könnte Engpass sorgen

Der Angriffskrieg in der Ukraine lässt mit seinen Sanktionen gegen Russland die deutschen Gasvorräte schrumpfen. Es drohen Gefahren, auch für die Tierfutter-Wirtschaft.

NRW – Weil Russland als Reaktion auf die Solidarität mit der Ukraine die Gaslieferungen an Deutschland deutlich eingeschränkt hat, könnte der nächste Winter härter werden als sonst. Schon jetzt sorgen sich Privatleute und Unternehmen, weil sie mit Gas heizen oder es für die Produktion brauchen. Obwohl Experten Tipps zum Gas sparen geben und auch die Stadtwerke zum Beispiel in Dortmund erste Maßnahmen treffen, könnte es knapp werden und ausgerechnet die vierbeinigen Mitbewohner treffen.

ThemaFutter-Knappheit in Deutschland
GrundAngriffskrieg in der Ukraine
SorgeGas-Embargo und Produktionsstopp in vielen Branchen

NRW: Tierfutter-Hersteller in Sorge – gehen sie bei einem Gas-Stopp leer aus?

Im Rahmen der Vorbereitungen auf ein mögliches komplettes Gas-Embargo, also ein Abdrehen des russischen Gashahns, überlegen Politiker in Deutschland Gaslieferungen zu rationieren. Hier geht es dann ähnlich wie in der Coronakrise darum, ob ein Betrieb systemrelevant ist oder nicht. Zu den Verlierern würde womöglich die Futtermittelindustrie gehören. Aber auch Privatleute könnten einen kalten Winter erleben, zumindest wenn es nach dem Chef der Chemiefirma Evonik geht.

Weil die Produktion von Tierfutter in einem Winter der Entbehrung nicht an erster Stelle steht, droht sie nicht genug Gas zu erhalten. Was zu einem Zusammenbruch der Produktion führen könnte, weil dafür sehr viel Gas gebraucht wird, um die Produkte zu erhitzen und so haltbar zu machen. Gas sparen sei deshalb schwierig (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Tierfutter-Branche droht bei Gas-Embargo leer auszugehen – Folgen für Kunden und Tiere

„Im Fall eines Gasstopps würde man mit allen bestehenden Reserven 2-3 Monate überbrücken können“, sagt der Chef vom Industrieverband Heimtierbedarf Georg Müller gegenüber Bild.de zu einem möglichen Gas-Stopp. Auch Fressnapf-Chef Johannes Steegmann warnt vor unabsehbaren Folgen. Fressnapf hätte laut Bild.de Vorräte lediglich für vier Wochen. Besonders für Tierheime könnte das problematisch werden. Da sie sowieso schon oft auf Futtermittelspenden angewiesen sind.

Futter für Hunde und Katzen droht in Deutschland knapp zu werden.

Knappheit von Tierfutter droht – Branche schreibt offenen Brief an die Regierung

Laut RP-Online hat Fressnapf gemeinsam mit anderen Teilnehmern der Futtermittelindustrie einen offenen Brief an die Regierung geschickt. Sie fordern, dass die Futtermittelproduktion für Tiere als systemrelevant eingestuft wird und so bei einem Gas-Embargo abgesichert wäre. Ein Ausweichen auf Öl in der Produktion würde lange dauern und sei mit einem erheblichen Rückgang an Futter verbunden. Bereits Anfang 2022 waren viele Hundefutter-Regale leer geblieben.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/ Frank Sorge/ Imago/ Collage: RUHR24

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