Klimawechsel

Frühjahrsmüdigkeit: Diese überraschenden Tipps bewirken wahre Wunder

Die Sonne kommt langsam raus und doch herrscht Frühjahrsmüdigkeit. Was kann man dagegen tun?

Dortmund – Die Blumen sprießen, die Sonne scheint und doch geht wieder einmal die Frühjahrsmüdigkeit rum. Aber woher kommt das Phänomen dieser allgemeinen Schläfrigkeit und was kann man dagegen tun?

Frühjahrsmüdigkeit: Was bedeutet das überhaupt?

Auslöser für die Frühjahrsmüdigkeit ist vor allem der Klimawechsel. Der Körper muss sich daran gewöhnen, dass sich die Kälte des Winters zurückzieht. Der menschliche Organismus reagiert darauf typisch: Die Blutgefäße erweitern sich, der Blutdruck sackt ab. Das macht müde.

„Im Frühjahr werden aufgrund der wärmeren Temperaturen und der erhöhten Lichtintensität mehr Endorphine und andere Hormone ausgeschüttet“, sagt Peter Young, Schlafmediziner von der Uniklinik Münster dem WDR. Das führe gleichzeitig zu einer erhöhten Aktivität und Erschöpfung. Wissenschaftlich gibt es dafür aber kaum Belege. Und die Frühjahrsmüdigkeit gar konkret zu messen, sei nicht möglich.

So äußert sich die Frühjahrsmüdigkeit

Meistens entsteht die Frühjahrsmüdigkeit nach mehreren warmen Tagen. Wenn das Wetter verrückt spielt, also zwischen warmen und kalten Perioden wechselt, kann die Müdigkeit auch mehrmals in einem Frühjahr auftreten. Aber nicht nur der Blutdruck, auch der Melatoninspiegel spielt dabei eine Rolle. Nach den langen und dunklen Wintermonaten ist die Konzentration dieses sogenannten Schlafhormons im Blut nämlich besonders hoch.

Die Frühjahrsmüdigkeit ist zwar keine Krankheit, bringt aber einige Symptome mit sich. Neben einer starken Schläfrigkeit am Tag und nächtlichen Schlafstörungen können auch Kreislaufprobleme, Gereiztheit oder Kopfschmerzen vorkommen. Auch depressive Verstimmungen sind möglich.

Frühjahrsmüdigkeit: Tipps, wie man sie wieder loswird

Aber wie wird man Frühjahrsmüdigkeit wieder los? Sich zurücklehnen und schonen ist laut Apothekenumschau genau die falsche Taktik. Stattdessen sollte man sich an einige Tipps halten, um schnell wieder munter zu werden.

Zunächst ist es sinnvoll, regelmäßig raus zu gehen und sich an die steigenden Temperaturen zu gewöhnen. Das Wetter in NRW ist gerade bestens dazu geeignet. Bewegung ist nämlich nicht nur gesund, sondern kurbelt auch den Kreislauf an. Auch wer möglichst viel Tageslicht dabei tankt, gewöhnt sich schneller an den Klimawechsel.

Tageslicht tanken hilft am besten gegen Frühjahrsmüdigkeit

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit: Wechselbad, Sauna und Minzöl

Sport ist gegen Frühjahrsmüdigkeit ebenfalls empfehlenswert. Er senkt den Blutdruck und macht insgesamt fit. Aber auch ein Spaziergang kann sich schon lohnen. Die Grundregel lautet: Wer fitter ist, kommt wahrscheinlich auch besser mit dem Klimawechsel klar. Und das sind oftmals Personen, die sowieso einen niedrigen Blutdruck haben.

Neben Sport sollen Wechselbäder und regelmäßige Besuche in der Sauna helfen. Allerdings hilft beides eher vorsorglich und nicht akut. Wer Frühjahrsmüdigkeit verhindern möchte, sollte damit also nicht erst Mitte März anfangen. Auch Minzöl auf den Schläfen wird häufig als Tipp genannt, die Lösung gegen die Trägheit ist tatsächlich aber sehr simpel (weitere Lifehacks auf RUHR24.de).

Experte erklärt: Lösung für Frühjahrsmüdigkeit ist sehr simpel

„Wir brauchen einfach das Tageslicht – egal, ob es regnet, bewölkt ist oder schneit“, erklärt Chronobiologe Thomas Kantermann dem WDR. „Es ist ein über Millionen von Jahren genetisch verankertes System in uns Menschen, das ganz einfach auf Licht reagiert, weil der Wechsel von Tag und Nacht den stabilsten und vorhersehbarsten Impuls an unseren Körper gibt.“

Dieses System steuert die biologische Uhr und sorgt auch für besseren Schlaf. Bei der steigenden Temperatur ist es deshalb angenehmer, sich draußen aufzuhalten. „Sobald wir mehr Licht bekommen, werden wir wacher“, sagt Kantermann.

Rubriklistenbild: © Jana Bauch/dpa

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