Tipps und Tricks gegen Obstfliegen

Fruchtfliegen bekämpfen: Einfache Falle bauen und die Plage im Sommer loswerden

Fruchtfliegen sind im Sommer eine echte Plage. Anstatt zu chemischen Mitteln zu greifen, um die Viecher loszuwerden, eigenen sich auch simple Dinge, die in jedem Haushalt zu finden sind.

Dortmund – Der Sommer ist super. Hohe Temperaturen, eine große Obst- und Gemüseauswahl machen das Leben bunter und schmackhafter – wenn da nicht die lästigen Fruchtfliegen wären. Denn kaum sind die sommerlichen Tage da, bleiben auch die Fruchtfliegen nicht aus. Doch es gibt einfache Hausmittel, um sie loszuwerden.

InsektenFruchtfliegen
Wissenschaftlicher Name:Drosophila melanogaster
Größe2,5 Millimeter

Fruchtfliegen im Sommer: Plagegeister ernähren sich von Obst und Getränken

Fruchtfliegen, oder auch Obst- beziehungsweise Taufliegen genannt, ernähren sich hauptsächlich von gärendem Obst oder Getränkeresten, die im Sommer besonderes häufig offen herumstehen. Auch im Bioabfall fühlen sich die kleinen Plagegeister äußerst wohl.

Kaum nähert man sich der Obstschale oder macht den Müll auf, kommt einem meist direkt ein ganzer Schwarm entgegen. Das liegt daran, dass das Weibchen der Obstfliege bis zu 400 Eier legen kann. Hinzu kommt, dass die Larven sich bei guten Bedingungen optimal entwicklen und dann bereits nach zehn Tagen selbst schon Eier legen können (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Fruchtfliegen bekämpfen: Mit vorbeugenden Maßnahmen Obstfliegen keine Chance bieten

Ähnlich wie auch Lebensmittelmotten vermehren sich die kleinen Viecher also rasend schnell und werden zu einer nervigen Angelegenheit in der Küche. Damit sich die Fruchtfliegen gar nicht erst vermehren können, helfen schon einige vorbeugende Maßnahmen:

  • Zum einen ist es hilfreich, Obst nur in kleineren Mengen zu kaufen und es nicht lange zu lagern. So werden die Fruchtfliegen nicht von den bereits faulenden Lebensmitteln angezogen. Alternativ kann Obst auch mit einem engmaschigen Fliegengitter abgedeckt werden.
  • Schmutziges Geschirr und Getränkereste am besten nicht offen stehen lassen.
  • Was nicht innerhalb von wenigen Tagen konsumiert wird, am besten in geschlossenen Behältern in den Kühlschrank stellen.
  • Der Biomüll sollte im Sommer etwas häufiger geleert werden als in den kalten Jahreszeiten. Im Garten oder auf dem Balkon sollte der Komposthaufen gut abgedeckt werden, um Fruchtfliegen möglichst fern zu halten.
Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man den Befall von Fruchtfliegen gering halten.

Fruchtfliegen loswerden: Falle mit einfachen Hausmitteln bauen

Helfen alle Vorkehrungen nichts, und es haben sich dennoch Fruchtfliegen angesiedelt, muss man zu anderen Waffen greifen. Ähnlich wie auf bei Lebensmittelmotten, Stubenfliegen und anderen nervigen Insekten, ist Chemie dabei nicht immer die beste Lösung, um die nervigen Tiere loszuwerden.

Denn viele der konventionellen Insektensprays oder andere chemische Mittel enthalten laut dem Umweltbundesamt Substanzen, die nicht nur für die Plagegeister das Garaus bedeuten, sondern auch für den Menschen schädlich sein können. Einige davon stehen im Verdacht nervengiftig zu wirken oder Allergien auszulösen. Zum Glück muss man auch nicht auf die Chemie-Keule zurückgreifen, denn mit einfachen Hausmitteln lässt sich schon eine Falle für die Fruchtfliegen bauen.

Video: Fliegen, Mücken und Fruchtfliegen einfach bekämpfen

Fruchtfliegen-Falle bauen: Essig, Spülmittel oder fleischfressende Pflanzen

Dafür braucht es nicht mehr als etwas Wasser, Spülmittel und Essig. Alternativ kann der Essig auch durch Fruchtsaft, Wein oder Bier ersetzt werden. Die Lockflüssigkeit in einem Behälter mischen und in der Nähe von Obst aufstellen. Die Fruchtfliegen werden von dem gärenden Geruch angezogen und ertrinken dann in der Flüssigkeit. Durch das Spülmittel werden sie in der Flüssigkeit nach untengezogen und kommen nicht mehr raus.

Andere schwören hingegen darauf, fleischfressende Pflanzen neben die Obstschale oder den Biomüll zu stellen. Die Fruchtfliegen bleiben an der Pflanze kleben und werden dann verdaut. Allerdings geht das deutlich langsamer. Wer also besonders viele Obstfliegen hat, dürfte mit einer fleischfressenden Pflanze kaum Herr der Lage werden.

Eine Fruchtfliegenfalle lässt sich mit Essig, Spülmittel und Wasser bauen.

Wer außerdem nicht möchte, dass die kleinen Insekten sterben, kann es mit einer Lebendfalle versuchen. Dafür einfach eine leere Plastiktüte mit einem Obststück als Köder bestücken und diese auslegen. Sind die Fliegen in der Falle gelandet, die Tüte schließen und die Obstfliegen draußen wieder freilassen.

Fruchfliegen mit Pflanzen bekämpfen: Obstfliegen scheuen gewisse Düfte

Wie fast alle Insekten mögen auch Fruchtfliegen den Duft gewisser Pflanzen nicht sonderlich. So kann man beispielsweise einfach eine Basilikumpflanze aufstellen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle halten Fruchtfliegen fern – und nicht nur die, Basilikum auf dem Balkon vertreibt auch Stechmücken in lauen Sommernächten.

Auch Nelken, Heiligenkraut, Knoblauch oder Sandelholz soll die kleinen Plagegeister abschrecken. Dafür kann man beispielsweise einfach eine Orange oder Zitrone aufschneiden, einige Nelken reinstecken und das Ganze in der Nähe des Obstkorbes aufstellen. Die Falle schützt dann das Obst vor dem Fliegenbefall.

Übrigens: Die Tiere sind aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich, sagt eine Expertin der Verbraucherzentrale Bayern. Allerdings erweckt es häufig den Eindruck, als würde das Obst schneller faulen, wenn die Fruchtfliegen unterwegs sind. Das ist bedingt auch richtig, weil die Taufliegen Hefepilze verbreiten, die die Gärung vorantreiben.

Rubriklistenbild: © Fredrik von Erichsen/dpa

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