Mehrere Artikel betroffen

Rückruf bei Fressnapf: Für Hund und Mensch droht ernsthafte Gefahr

Großer Rückruf bei Fressnapf: Der bekannte Händler für Heimtierbedarf ruft gleich mehrere Artikel für Hunde zurück. Für Mensch und Tier besteht Gesundheitsgefahr.

Deutschland – Wie Fressnapf in seinem offiziellen Rückruf mitteilt, wurde bei den betroffenen Produkten ein erhöhter Gehalt an Chrom VI nachgewiesen. Die Substanz kann Symptome wie Hautreizungen verursachen (weitere Warnungen und Rückrufe bei RUHR24).

FressnapfEinzelhandels- und Franchise­unternehmen für Heimtierbedarf
SitzKrefeld, Deutschland
Gründung1990, Erkelenz

Rückruf bei Fressnapf: Erhöhter Chrom VI-Gehalt bei Hunde-Artikeln

Denn Chrom VI gilt als giftig. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zählt es zu den wichtigsten Allergenen. Bei Hautkontakt kann es zu einer sogenannten Kontaktallergie kommen. Es drohen Symptome wie Juckreiz, Hautrötungen oder auch Ekzeme.

Für die Betroffenen helfe dann nur, jeden Kontakt mit dem Stoff zu vermeiden, erklärt das BfR. Das ist natürlich schwierig, wenn er in Alltagsgegenständen steckt, ohne dass Betroffene es wissen.

Grundsätzlich kann Chrom VI bei der Leder-Gerbung mit Chrom entstehen. Das Problem ist seit Langem bekannt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Alltags-Produkte deswegen zurückgerufen werden müssen. So warnte Deichmann beispielsweise im Mai aus diesem Grund vor bestimmten Mädchen-Sandalen. Im Juli kam es zu einem Rückruf bei Aldi von mit Chrom VI verunreinigten Krabbelschuhen.

Rückruf bei Fressnapf: Diese Hundeleinen sind betroffen

Bei den von Fressnapf wegen Chrom VI zurückgerufenen Produkten handelt es sich um Hundeleinen:

  • Produktname: MORE for by Hunter Führleine
  • Modelle: Bari 11/200, M, Himbeere M (Art Nr. 1229345”); Venedig 9/140, pi/pi (Art Nr. 1229471“); Lissabon/Pisa 11/140, rt/rt (Art Nr. 1229422“)
  • Firma: Dog Sport GmbH
Werden via Fressnapf zurückgerufen: Verschiedene „More for by Hunter“-Führleinen.

Rückruf von Hunde-Führleinen: Wichtige Infos für Kunden

Die verunreinigten Leinen wurden mittlerweile aus dem Verkauf genommen. Sie sollten nicht mehr verwendet werden. Welche Gefahr konkret für die Vierbeiner besteht, darüber klärt Fressnapf nicht auf. Laut dem Portal my-lab.com kann Chrom VI in Hundeleinen aber auch für den Hund ein Problem werden, wenn dieser beispielsweise auf der Leine herumkaue (wie es Welpen gerne tun).

Fressnapf bittet betroffene Kunden darum, die genannten Artikel in den Märkten zurückzugeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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