Im Garten

Flieder schneiden: Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt

Gemeiner Flieder ist aufgrund seiner eindrucksvollen Blütenpracht sehr beliebt. Damit die Pflanze in Form bleibt, müssen Hobbygärtner allerdings nachhelfen.

Dortmund – Nach der Blüte verliert der Flieder seine duftende Pracht. Dann sieht er längst nicht mehr so eindrucksvoll aus, wie in seiner Hochsaison. Vernachlässigen sollten Hobbygärtner das Gewächs nun allerdings nicht. Sie können stattdessen mithilfe einer Schere dafür sorgen, dass auch im Folgejahr eine üppige Blüte erfolgt.

PflanzeFlieder
OrdnungLippenblütlerartige
FamilieÖlbaumgewächse

Flieder schneiden: Wann der richtige Zeitpunkt ist, hängt von der Schnittart ab

Wer in seinem Garten Fliederbäume oder einen Fliederbusch wachsen hat, stellt sich möglicherweise die Frage, wann man diesen schneidet – und vor allem wie. Denn für die Pflanze gibt es zahlreiche Schnittarten: den Erhaltungsschnitt, den Auslichtungsschnitt, den Radikalschnitt sowie den Erziehungsschnitt.

Um Gewöhnlichen Flieder richtig zu schneiden und ihm genau die Pflege zu bieten, die er benötigt, sollten Verbraucher diese Schnittarten und deren Unterschiede kennen. Denn nicht alle Schnittarten erfolgen zur selben Zeit.

Flieder nach der Blüte schneiden: Erhaltungsschnitt sorgt für Pracht im nächsten Jahr

Im Gegensatz zum Sommerflieder (auch Schmetterlingsflieder) blüht Gemeiner Flieder bereits im Frühling. Nach der Blüte, also ab Juni, soll nach Angaben von mein-schoener-garten.de der Erhaltungsschnitt erfolgen. Dabei werden verwelkte Blütenkerzen entfernt, ohne dass junge Triebe verletzt werden.

Das soll dazu führen, dass das Gewächs seine Energie in die Bildung der neuen Blütenknospen steckt. Daher kann der Erhaltungsschnitt für eine üppigere Blütenpracht in der nächsten Saison sorgen.

Flieder schneiden im Februar: Der optimale Zeitpunkt für einen Auslichtungsschnitt

Der optimale Zeitpunkt für einen Auslichtungsschnitt ist nach Angaben von gartenjournal.net hingegen im Winter bis Ende Februar oder Anfang März. Diesen Schnitt bekommt allerdings nicht jede Flieder-Art, sondern lediglich niedrige Arten, welche zwischen 1,5 bis 2 Meter hoch wachsen. Dazu zählt unter anderem der Zwerg-Duftflieder.

Der Schnitt erfolgt alle drei Jahre und soll dafür sorgen, dass abgestorbene und unerwünschte Triebe entfernt werden. Damit die benachbarten Äste nicht beschädigt werden, sollen Verbraucher jeden Trieb des Flieders auf Astring schneiden. Als Astring wird die Verdickung am Astansatz bezeichnet (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Flieder radikal schneiden: Wann diese Maßnahme sinnvoll ist

Alter Flieder benötigt zusätzlich ab und zu einen radikalen Schnitt, der dazu dient, dass vergreiste Sträucher blühfreudig werden. Dies ist in der Regel dann notwendig, wenn die Pflanze über mehrere Jahre keine Pflege bekommen hat. Bei einem Radikalschnitt werden sämtliche Äste weit in das alte Holz zurückgeschnitten.

Der richtige Zeitpunkt, um alten Flieder radikal zurückzuschneiden, ist laut plantura.garden im zeitigen Frühjahr. Hobbygärtner können diese Schnittmaßnahme aber auch auf mehrere Jahre aufteilen. Dabei sollten die Äste in einem Zeitraum von zwei oder drei Jahren eingekürzt werden. Die optimale Zeit zum Schneiden ist dabei derselbe.

Jungen Flieder im Garten schneiden: Was beim Erziehungsschnitt zu beachten ist

Junge Pflanzen schneidet man hingegen im Frühjahr oder Herbst durch den sogenannten Erziehungsschnitt. Dabei werden die schwachen Triebe des Flieders geschnitten und die Haupttriebe eingekürzt.

Dadurch muss zwar in Kauf genommen werden, dass die nächste Blüte ausbleibt, doch die Schnittmaßnahme soll sich auf Dauer mit einer prächtigeren Blüte auszahlen.

Der Flieder zieht Schmetterlinge an wie ein Magnet.

Was passiert, wenn man Flieder nicht schneidet?

Den Flieder zu schneiden, ist also lohnenswert, damit er die gewünschte Form behält und besonders gesund und schön aussieht. Der Griff zur Schere ist allerdings kein Muss.

Schneidet man Flieder nicht, blüht er nach Angaben von mein-gartentagebuch.de trotzdem. Beim Schneiden ihrer Büsche und Sträucher sollten Hobbygärtner grundsätzlich aufpassen, denn ab März drohen Strafen bei einem gängigen Garten-Fehler.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Imago

Mehr zum Thema