Wearables im Test

Smartwatches bei Stiftung Warentest: Neue Fitnessarmbänder enttäuschen

Fitnessarmband an Handgelenk
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Fitnesstracker im Test: Die Ergebnisse enttäuschen. (Symbolbild)

In der aktuellen Ausgabe hat die Stiftung Warentest neben Smartwatches auch spezielle Fitnessarmbänder getestet. Das überraschende Urteil: Keines ist gut.

Deutschland – Fitnesstracker und Smartwatches zählen die täglichen Schritte und die Kalorienzufuhr, messen den Puls oder überwachen den Schlaf. Die Stiftung Warentest hat jetzt allerdings festgestellt, dass jedes der neueren Produkte ungenau misst. Überzeugen können lediglich ältere Modelle.

Stiftung Warentestdeutsche Verbraucherorganisation
Gründung4. Dezember 1964, Berlin
HauptsitzBerlin

Fitnesstracker und Smartwatches im Test: so wurde getestet

Neben Produkten wie Allzweckreinigern oder Deos stellt die Stiftung Warentest im test 05/2021 auch Wearables auf den Prüfstand. Bewertet wurden insgesamt sechs Fitnesstracker und sechs Smartwatches, die neu auf dem Markt sind.

Um ihre Leistung zu prüfen, wurden die smarten Produkte mehreren Praxistests unterzogen. So wurde ihre Funktionalität beispielsweise beim Laufen, Radfahren sowie Schwimmen getestet. Alle Prüfungen fanden natürlich unter strengen Corona-Auflagen statt, wie die Tester betonen.

Wearables bei Stiftung Warentest – kein neues Produkt ist gut

Das unglaubliche Fazit nach den kritischen Prüfungen der Stiftung Warentest lautet: „Die Genauigkeit der Fitnessmessungen lässt oft zu wünschen übrig.“ Auch in puncto Kommunikation können die Produkte nicht überzeugen.

Tatsächlich ist die Genauigkeit der Angaben im Trainingsmodus bei sämtlichen der neuen Modelle lediglich „befriedigend“ bis „ausreichend“. Auch in der Handhabung werden keine besseren Noten erzielt (weitere Testberichte auf RUHR24).

Fitnesstracker sind ungenau – Probleme vor allem bei der Pulsmessung

Besonders erschreckend: Die Pulsmessung bewertet die Stiftung Warentest bei den zwölf Produkten namhafter Hersteller wie Fitbit, Huawei oder Samsung sogar mit „ausreichend“ bis „mangelhaft“.

Vereinzelt gute Ergebnisse werden lediglich bei der Messung der Streckenlänge erzielt – aber auch hier sind viele Produkte extrem ungenau. Auch beim Datenschutz kommt keines der Produkte über ein „befriedigend“ hinaus.

Fitnesstracker bei Stiftung Warentest – das ist der besten Fitnesstracker

Der Testsieger unter den Fitnessarmbändern ist das Samsung Galaxy Fit2. Es erreicht aber auch nur die Note befriedigend (2,9). Punkten kann es in der Handhabung und bei der Akku-Leistung. Die Messgenauigkeit überzeugt aber auch beim aktuellen Testsieger nicht.

Video: Neue Apple Watch 7 soll Blutzucker messen können

Die Ergebnisse sind insgesamt so schlecht, dass das Verbrauchermagazin im aktuellen Smartwatch- und Fitnessarmbänder-Test in der test-Ausgabe 05/2021 noch ältere Testergebnisse mit aufführen. Denn nur für Modelle aus älteren Tests können die Prüfer eine Kaufempfehlung aussprechen. Überzeugen können dabei insbesondere die Smartwatches. Reine Fitnesstracker empfiehlt die Stiftung Warentest nicht.

Fitnesstracker und Smartwatches – Apple liegt ungeschlagen vorn

Bestes Produkt ist und bleibt der Testsieger aus Juni 2020: die Apple Watch Series 6 für 460 Euro. Auf Platz zwei folgt ebenfalls eine Smartwatch: die Garmin Fenix 6 Pro für 620 Euro. Beide Produkte punkten hinsichtlich wichtiger Faktoren wie der Genauigkeit der Angaben im Trainingsmodus, der Handhabung sowie der Messung der Streckenlänge.

Sieger bei Stiftung Warentest: Die Apple Watch Series 6 bei ihrer Einführung. (Symbolbild)

Bei der Pulsmessung, der Angabe des Kalorienverbrauchs und den Kommunikationsfunktionen liegt Apple dabei vorn. Alle Gewinner und Verlierer im Test gibt es bei der Stiftung Warentest (Bezahlartikel).

Fitnesstracker im Test: Alt schlägt neu, teuer schlägt günstig und Uhr schlägt Armband

Fazit: Wem exakte Messwerte wichtig sind, der muss tiefer in die Tasche greifen. Denn die beiden besten Produkte sind zugleich auch die teuersten im Test.

Außerdem liegen Smartwatches deutlich vor den reinen Fitnesstrackern – insgesamt erreichen sechs der smarten Uhren die Note „gut“. Dabei sollte man auf ältere Modelle setzen: Denn auch unter den Smartwatches liefert im Test keines der neuen Produkte eine gute Messleistung.

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