Gelbe Tonne oder nicht?

FFP2-Masken wegschmeißen: Falsche Entsorgung hat fatale Folgen

Medizinischer Mundschutz, wie FFP2 oder OP-Masken, sind im Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber wie entsorgt man sie eigentlich richtig? RUHR24 klärt auf.

Dortmund – Die Stoffmaske wurde inzwischen von den medizinischen Masken im Kampf gegen die Corona-Pandemie abgelöst. In Deutschland gilt die Maskenpflicht für FFP2- oder OP-Masken in vielen Bereichen – allerdings kann man die Masken nicht beliebig oft wiederverwenden. Doch viele Menschen sind sich unsicher, in welchem Müll man die weißen oder blauen Masken entsorgen muss.

Maske richtig entsorgen: In welchen Müll die FFP2-Maske gehört

Achtlos weggeworfene Corona-Masken sind ein Problem für die Umwelt, das mit dem Beginn der Corona-Krise aufgetaucht ist. Viele Menschen sind darüber verärgert, dass die medizinischen Masken inzwischen häufig am Straßenrand, auf Wegen oder Wiesen liegen. Da gehören sie definitiv nicht hin, aber auch die richtige Wahl der Mülltonne ist nicht für alle eindeutig.

Die Frage ist, ob die medizinischen Masken in den Rest-, Plastik- oder gar in den Papiermüll gehören. Doch der Reihe nach – die FFP2-Masken bestehen aus synthetischen Fasern, das heißt aus Material, das sich nicht vollständig zersetzt und deshalb im Bioabfall fehl am Platz ist. Das Material gehört in den Restmüll.

FFP2-Masken gehören in den Restmüll – aus einem bestimmten Grund

Denn in der entsprechenden Müllanlage wird der Restmüll verbrannt. So kann sichergestellt werden, dass die Masken sich nicht irgendwann in Form von Mikroplastik in der Umwelt wiederfinden. Auch Keime werden durch die Müllverbrennung vollständig abgetötet.

Und wie steht es um die blauen Einwegmasken? Aufgrund der Vliesschicht in der Innenseite vermuten manche, dass die OP-Masken etwa in den Papiermüll gehören könnten. Andere wiederum wollen die Mundschutzmasken im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne entsorgen, weil sich das Material so anfühlt.

Medizinische Masken richtig entsorgen: Welcher Müll die richtige Wahl ist

Einwegmasken zählen jedoch nicht zum Verpackungsmüll. Auch enthalten die blauen OP-Masken Bestandteile, die nicht recyclebar sind. Das bedeutet, auch diese medizinischen Corona-Masken gehören in den Restmüll und nicht etwa in den Plastikmüll. Das Gleiche gilt übrigens für Einweghandschuhe.

Überblick, was in welchen Müll gehört.

Für Entsorgungsbetriebe werden die häufig falsch entsorgten Corona-Masken zur echten Herausforderung. Die Dortmunder Entsorgungs GmbH hatte daher bereits zu Beginn der Pandemie Informationen für die richtige Mülltrennung in Corona-Zeiten veröffentlicht. Denn auch das große Ausmisten, das im ersten Lockdown angesagt war, sorgte für volle Mülldeponien.

Landen die FFP2-Masken in der Gelben Tonne, müssen sie im Entsorgungsbetrieb wieder aussortiert und vom Verpackungsmüll getrennt werden – teilweise auch von Hand. Denn wenn zu viele „falsche Materialien“ wie die der medizinischen Masken im Kunststoffabfall landen, kann dieser nicht mehr richtig recycelt werden. Nur sortenreiner Abfall kann wiederverwendet werden.

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini, Christian Charisius/dpa, Collage: RUHR24.de

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