Was man unbedingt wissen sollte

FFP2-Maske oder OP-Maske: Darin unterscheiden sich die medizinischen Masken

Seit den erneuten Bund-Länder-Gesprächen steht fest: Medizinische Masken werden Pflicht – und zwar OP-oder FFP2-Masken. Aber was ist der Unterschied?

NRW – Wie es bereits im Vorfeld diskutiert wurde, reicht das Tragen einer „normalen“ Alltagsmaske jetzt nicht mehr aus. Vielmehr haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 66) und die Ministerpräsidenten darauf geeinigt, dass medizinische Masken oder FFP2-Masken in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr zur Pflicht werden. Die beiden Varianten unterscheiden sich dabei wesentlich voneinander (alle Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS)genormtes Medizinprodukt
ZweckReduktion der Übertragung von infektiösen Tröpfchen (Fremdschutz)
MaterialVliesstoff

Pflicht zur FFP2- oder OP-Maske: Beide Masken-Typen unterliegen gesetzlichen Normen

Durch das Tragen von Masken soll die Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch reduziert werden. Bereits seit Beginn der Pandemie ist die Corona-Maske daher zum „Accessoire“ geworden. Wer sich allerdings bereits mit Stapeln von Alltagsmasken (zum Beispiel Stoffmasken) eingedeckt hat, guckt jetzt in die Röhre. Denn wegen der neuen Gefahr durch die Virus-Mutationen werden medizinische Masken nun zur Vorschrift.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Alltagsmasken müssen FFP-Masken und OP-Masken immer aus speziellen, filternden Vliesen hergestellt sein. Die Filtereigenschaften sind anhand gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen geprüft und bestätigt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte klarstellt.

Anders als bei Alltagsmasken gibt es für solche Masken also gesetzliche Normen, die die Hersteller erfüllen müssen. Aber was unterscheidet OP-Masken und FFP2-Masken voneinander?

FFP2-Masken bieten Schutz für andere und den Maskenträger selbst

Die FFP-Masken gelten bereits seit Längerem als erste Wahl als Mund-Nasen-Schutz. FFP ist eine Abkürzung und steht für „Filtering Face Piece“. Es handelt sich dabei also um partikelfiltrierende Masken, die vor der Pandemie insbesondere als Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung im Handwerk Verwendung fanden.

FFP-Masken gelten als besonders zuverlässig. Sie schützen vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Über die Nummerierung entscheidet laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Filterleistung des Maskenmaterials. FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Aerosole filtern. Zertifizierte FFP2-Masken sind vor allem daher beim Schutz gegen Coronaviren anderen Masken vorzuziehen, weil sie sowohl andere als auch den Träger selbst schützen. Sie bieten also sowohl Eigen- als auch Fremdschutz.

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Wichtig zu wissen: Zu Beginn der Corona-Pandemie sah man häufiger FFP2-Masken mit Atemventil. Diese bieten einen deutlich geringeren Fremdschutz, da sie die Atemluft beim Ausatmen schlecht bis gar nicht filtern. Solche Masken sind daher nicht zu empfehlen.

FFP2-Masken: Was ist der Unterschied zu medizinischen Masken?

Zuverlässiger Schutz gegen Coronaviren: So erkennt man sichere FFP2-Masken

Man sollte bei FFP2-Masken unbedingt auf die Prüfnorm und das CE-Kennzeichen mit der vierstelligen Kennnummer achten, die auf den Masken abgedruckt sind. Außerdem haben FFP2-Masken ein paar optische Merkmale, an denen man sie erkennen kann. Solche partikelfiltrierenden Masken haben eine „Kaffeefilterform“ und sind faltbar. Außerdem sind sie vergleichsweise starrer als OP-Masken oder Alltagsmasken.

Leider sind mittlerweile ziemlich viele Fälschungen im Umlauf, die keinen ausreichenden Schutz bieten. Selbst die CE-Kennzeichnung wird dabei teilweise gefälscht. Mit der NANDO-Datenbank der Europäischen Union können Verbraucher ihre Masken auf Echtheit überprüfen und möglicherweise gefälschte FFP2-Masken identifizieren.

Medizinische Masken: Unterschied zu FFP2-Masken – was man vor der Verwendung unbedingt wissen sollte

Medizinische Masken haben ebenso wie FFP2-Masken klar definierte Filtereigenschaften und unterliegen als Medizinprodukt gesetzlichen Vorgaben. Sie sind mehrlagig und aus bestimmtem Vlies gefertigt. Damit sind sie herkömmlichen Alltagsmasken vorzuziehen.

Medizinische Masken – bieten vor allem Fremdschutz. (Symbolbild)

Allerdings dienen medizinische OP-Masken in ihrer sonstigen Verwendung (zum Beispiel im OP-Saal) lediglich dem Fremdschutz. Beispielsweise soll damit während einer Operation gewährleistet werden, dass keine Tröpfchen oder Ähnliches in offene Wunden des Patienten gerät.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verweist darauf, dass bei den meisten medizinischen Gesichtsmasken ein Teil der Atemluft beim Einatmen an den Rändern vorbeiströmen kann. Dementsprechend bieten OP-Masken keinen sicheren Schutz für den Maskenträger selbst. Lediglich bei sehr festem Sitz können sie einen schützenden Effekt haben. Dennoch sind auch dann FFP2-Masken in puncto Eigenschutz im Vergleich sicherer. Wer sich gegen das Coronavirus schützen möchte, sollte daher bestenfalls FFP2-Masken verwenden.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst

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